Maggie Gyllenhaal kapert in ihrer zweiten Regiearbeit „The Bride“ den Frankenstein-Mythos und schickt ein Pärchen auf die Flucht.
Aus einer Laune heraus, so ist zu Beginn von Maggie Gyllenhaals „The Bride!“ zu lesen, habe Mary Shelley 1818 ihren Frankenstein-Roman verfasst. Kurz darauf ist die Stimme der Autorin zu hören, die seit über hundert Jahren im Niemandsland zwischen Leben und Tod gefangen ist. Sie habe noch eine ganz andere Geschichte auf Lager, die sehr viel furchterregender als „Frankenstein“ sei. Und schon lässt sie ihren Geist in den Körper von Ida (Jessie Buckley) fahren, um sich Gehör zu verschaffen.
Wilder Genre-Mix mit Frankenstein-Geschichte
Im Jahr 1936 sitzt Ida als bezahlte Geliebte eines niederen Mafia-Angestellten in einem Restaurant in Chicago und hört sich gelangweilt die sexistischen Witze der Männer an. Aber damit ist Schluss, als Mary Shelley in Idas schizophrenem Bewusstsein die Macht ergreift. In Rage geraten, gibt sie den Kerlen contra, steigt über Tische und Bänke und klagt sogar den Mafia-Boss an, der schon einige ihrer Kolleginnen gewaltsam zum Schweigen gebracht hat. Bald darauf wird auch Ida die Treppe hinabgestoßen und landet mit gebrochenem Genick auf dem Friedhof. Aber es dauert nicht lange, da wird ihr Körper wieder ausgegraben. Ein monströser Mann (Christian Bale), der von einem gewissen Frankenstein zum Leben erweckt wurde, hat die Wissenschaftlerin Dr.Euphronius (Annette Bening) davon überzeugt, dass sie ihm eine Frau und Weggefährtin erschaffen soll. Ein paar Starkstromschläge später erwacht der Leichnam, ohne dass sich Ida an ihr vorheriges Leben erinnern kann. Nachdem die beiden als Party-Crasher auf einem Ball aufgetreten sind, Ida mit der Pistole in der Hand die Frauenmorde des Mafiapaten sowie die korrupte Polizei angeklagt und einen Gesetzeshüter erschossen hat, ist das Monster-Paar auf der Flucht.