Neubau der John-Cranko-Schule Porsche hilft der Stadt bei der Cranko-Schule

Porsche-Finanzchef Meschke und OB Kuhn können zufrieden sein. Foto: FACTUM-WEISE 16 Bilder
Porsche-Finanzchef Meschke und OB Kuhn können zufrieden sein. Foto: FACTUM-WEISE

Die Zuffenhausener Sportwagenschmiede bringt zehn Millionen Euro in eine gemeinsame Stiftung mit der Stadt ein. Mit dem Geld ist der städtische Finanzierungsanteil an den Baukosten für das 45 Millionen Euro teure Projekt sichergestellt.

Stuttgart - Die Finanzierung des Neubaus der John-Cranko-Ballettschule ist gesichert. Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller Porsche greift der Landeshauptstadt bei ihrem Kostenanteil von 50 Prozent der Baukosten von mittlerweile 44,9 Millionen Euro unter die Arme, in dem er sich an einer gemeinsamen „Stiftung zur Förderung der John-Cranko-Schule“ beteiligt. Die Stadt bringt ihren bereits im Haushalt eingestellten Finanzierungsanteil von 16 Millionen Euro für den Neubau ein, die Einlage von Porsche – zahlbar in vier Jahresraten – beläuft sich auf insgesamt zehn Millionen Euro.

Kuhn dankt Porsche für sein finanzielles Engagement

Weil die Baukosten von ursprünglich taxierten 32 Millionen auf mittlerweile knapp 45 Millionen Euro gestiegen sind, hätte die Stadt, die sich die Finanzierung der Schule mit dem Land zur Hälfte teilt, eigentlich nochmals 8,2 Millionen Euro im Etat nachfinanzieren müssen. Dieser finanzielle Kraftakt wird durch das Engagement Porsches obsolet. Entsprechend dankbar zeigte sich OB Fritz Kuhn (Grüne). „Mit der großzügigen Unterstützung stellt Porsche sein außerordentliches Engagement für den Standort Stuttgart unter Beweis“, sagte Kuhn am Mittwoch auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Der Präsentation war offenbar eine wochenlange Geheimdiplomatie zwischen dem Rathauschef und dem Porsche-Vorstand vorausgegangen. Porsche ist seit zwei Jahren bereits Hauptsponsor der Stuttgarter Ballettkompanie – die Tanzprofis werden jährlich mit einem hohen sechsstelligen Betrag unterstützt.

Für den Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke ist das Engagement seines Unternehmens daher nur folgerichtig: „Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass nur derjenige Spitzenleistung erbringen kann, der auch bestens ausgebildet ist.“ Kuhn ergänzte, durch den Beitrag des Sportwagenherstellers werde den Balletteleven eine Ausbildungsstätte zur Verfügung gestellt, die modernsten Ansprüchen genüge. Stuttgart untermauere damit seinen Ruf als „Weltstadt des Balletts“. Auch Kuhns Parteifreundin, die Landeskunstministerin Theresia Bauer, meldete sich zu Wort. Das Bekenntnis der Stadt und des Landes zum Neubau seien das ersehnte Signal: „Die Crankoschule ist ein Juwel, für das wir gemeinsam Verantwortung tragen.“ Der geschäftsführende Intendant der Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks, begrüßte das Engagement Porsches ebenfalls. Er sprach von einem „absoluten Glücksfall“ und einer „noblen Geste“ des Automobilherstellers.




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