Neubebauung beim Breuninger-Parkhaus Schneller Architektenwettbewerb geplant

Von Josef Schunder 

Bis Jahresende hätte die Stuttgarter Stadtverwaltung gern schon Vorschläge für die Neubebauung zwischen Leonhardskirche und Rosenstraße.

Anstelle des Breuninger-Parkhauses  soll ein Mobility-Hub mit 578 Stellplätzen, Elektroladestationen sowie Läden und Lokalen im Erdgeschoss entstehen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Anstelle des Breuninger-Parkhauses soll ein Mobility-Hub mit 578 Stellplätzen, Elektroladestationen sowie Läden und Lokalen im Erdgeschoss entstehen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Gemeinderatsfraktionen wollen in der Jury des Architektenwettbewerbs vertreten sein, der die Neubebauung an der B 14 zwischen Leonhardskirche und Rosenstraße vorbereiten soll. Darauf pochten sie am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik, nachdem die Stadtverwaltung und die Firma Breuninger eine solche Beteiligung bisher nicht vorgesehen hatten.

Teil der Internationalen Bauausstellung StadtRegion 2027

Das Vorhaben gilt den Stadträten als überaus wichtig, doch Sorgfalt gehe vor Tempo, meinten mehrere Fraktionen. Die Verwaltung möchte den Turbo anwerfen. Grund: Der Neubau eines Mobility-Hubs mit 578 Stellplätzen, Elektroladestationen sowie Läden und Lokalen im Erdgeschoss anstelle des Breuninger-Parkhauses gilt als Voraussetzung, damit das nahe gelegene Züblin-Parkhaus abgerissen und durch Wohnungen ersetzt werden kann. Dies wiederum ist Teil der Internationalen Bauausstellung StadtRegion 2027.

Vorgesehen sind nun ein Realisierungswettbewerb für das neue Parkhaus und ein Ideenteil für das Film- und Medienhaus sowie für ein weiteres Gebäude an der Rosenstraße. Bis Ende 2020 möchte die Verwaltung das Verfahren beenden. Fünf Büros sollen eingeladen werden, zwei in Kopenhagen, je eines in Wien, Aachen und Stuttgart. Anfang 2022 soll ein Bebauungsplan beschlossen werden, dann die Bauten bis Ende 2023 realisiert werden. Dann könnte Anfang 2024 das Züblin-Parkhaus fallen.

Inzwischen kollidiert der Plan mit dem jüngst gekürten Siegerentwurf des Wettbewerbs für einen besseren Stadtraum entlang der B 14. Darin ist neben dem Film- und Medienhaus kein Mobility-Hub vorgesehen, sondern ein Neubau für das Linden-Museum. Außerdem konnte sich das siegreiche Büro asp Architekten ein Haus der Kulturen vorstellen.

Der B-14-Siegerentwurf wird überprüft und überarbeitet

Ginge es nach dem Linksbündnis, dann würde der Entwurf für die B 14 konsequent umgesetzt werden – zumal das Bündnis Ersatzparkplätze ablehnt. Doch das dürfte ein frommer Wunsch bleiben. Der B-14-Siegerentwurf werde nun überprüft und überarbeitet, sagte Stadtplanungsamtsleiter Detlef Kron. Das gilt auch für weitere Abschnitte zwischen Marien- und Schwanenplatz und könnte viele Monate dauern. Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau (SPD) sagte, er glaubt nicht, dass man die Stadtentwicklung entlang der B 14 so lange auf Eis legen könne.




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