Neue Arbeitsplätze am Stöckach Der Pons-Verlag zieht in den Osten

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Der vor allem durch Wörterbücher bekannte Pons-Verlag zieht im Laufe des Frühjahrs in den Stuttgarter Osten um. Am bisherigen Standort in Stuttgart-West war es zu eng geworden, deswegen baut das Unternehmen derzeit ein ganzes Gebäude am Stöckach um.

Die Pons-Geschäftsführerin Gabriele Schmidt freut sich auf den neuen Firmensitz am Stöckach. Foto: Jürgen Brand
Die Pons-Geschäftsführerin Gabriele Schmidt freut sich auf den neuen Firmensitz am Stöckach. Foto: Jürgen Brand

S-Ost/S-West - Die vor allem durch ihre Wörterbücher bekannte Pons GmbH wird im Laufe des Frühjahrs an den Stöckach im Stadtbezirk Stuttgart-Ost umziehen. Das seit vergangenem Jahr gemietete Gebäude an der Stöckachstraße 11 wird zurzeit noch den Anforderungen des Unternehmens entsprechend umgebaut und umgestaltet. Bei Pons sind insgesamt 90 Mitarbeiter beschäftigt, die meisten davon in Stuttgart. Bisher ist der Sitz des Sprachen-Verlags, der zur Klett-Gruppe gehört, auf dem Klett-Areal an der Rotebühlstraße im Stuttgarter Westen.

„Wir passen gut hierhin“, sagt die Pons-Geschäftsführerin Gabriele Schmidt über ihre künftige Arbeitsumgebung. Dabei sei man eher zufällig im Osten gelandet. Im vergangenen Jahr fusionierten der bisherige Lernhilfenverlag Klett Lerntraining und die Klett Vertriebsgesellschaft mit Pons. Allerdings waren die Mitarbeiter des neuen Gesamtunternehmens auf mehrere Gebäude verteilt, was für eine effektive Zusammenarbeit ungünstig gewesen sei. Deswegen habe die Klett-Gruppe beschlossen, in Pons zu investieren und einen neuen Standort in einem Gebäude zu suchen.

Nah am Zentrum, nah am Schlossgarten

„Wir wollten im Stadtgebiet bleiben“, sagt die Geschäftsführerin, „mit einer möglichst guten Anbindung an den Hauptbahnhof. Das sei am Stöckach, wo gleich sieben Stadtbahnlinien halten, gegeben. Man sei hier nah am Stadtzentrum, habe den Schlossgarten sozusagen vor der Tür, zu den Mineralbädern sei es nicht weit, sogar eine Lösung für die Mitbenutzung von Kantinen bei der EnBW und dem SWR sei schon gefunden.

„Der Stöckach ist einer der wenigen Stadtteile Stuttgarts, aus denen man wirklich noch etwas machen kann“, sagt Gabriele Schmidt. Optisch präsentiere sich das Quartier zwar zum Teil noch etwas fragwürdig, es gebe aber auch sehr schöne Bereiche. Und: „Das Viertel ist multikulti, das passt zu uns.“

Mehr Platz für Kreativität

Das Gebäude Stöckachstraße 11/Ecke Heinrich-Baumann-Straße wurde von Pons Anfang 2013 gemietet. Einziger Mieter war die Mußler GmbH, die hier ihr Versandzentrum und ihre Verwaltung hatte, allerdings nicht das komplette Gebäude benötigte. Das Stuttgarter Traditionsunternehmen hat seinen Sitz inzwischen wenige Gebäude weiter, an die Stöckachstraße 16 verlegt und erweitert dort sogar. Durch diesen Umzug konnte Pons das gesamte Gebäude Nummer 11 nach eigenen Vorstellungen umbauen und gestalten. Zurzeit laufen dort noch die letzten Arbeiten. Am neuen Sitz hat Pons deutlich mehr Platz als bisher auf dem Klett-Areal im Westen, es stehen auch „mehr Räume für Besprechungen und kreative Runden“ zur Verfügung, so die Geschäftsführerin. Am neuen Firmensitz können bei Bedarf auch noch weitere Arbeitsplätze eingerichtet werden. Das sei zurzeit aber nicht geplant.

Mit dem Umzug wandelt sich das Quartier rund um den Stöckach weiter. Ende des Jahres will wie berichtet die Evangelische Heimstiftung mit dem Um- und teilweisen Neubau ihrer Zentrale mit circa 200 Arbeitsplätzen an der nahen Hackstraße beginnen. Im ehemaligen Arbeitsamt arbeiten mehrere hundert Menschen in Werbeagenturen und anderen Unternehmen, was auch zu einer deutlichen Verbesserung beispielsweise des gastronomischen Angebots in dem Bereich geführt hat.

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