Neue Bushaltestelle in Böblingen Anwohner wollen Haltestelle stoppen
Dass in der Friedrich-List-Straße künftig Busse halten sollen, schmeckt nicht jedem Böblinger Bürger.
Dass in der Friedrich-List-Straße künftig Busse halten sollen, schmeckt nicht jedem Böblinger Bürger.
Es ist selten, dass viele Besucher in das Böblinger Rathaus kommen, um eine Sitzung des technischen Ausschusses zu besuchen. Am Mittwochabend waren ein Dutzend meist ältere Bürger da, die in der Friedrich-List-Straße wohnen und seit Monaten gegen eine Bushaltestelle protestieren, die dort gebaut werden soll.
Ihr Argument: Die Busse machten zu viel Lärm und die elf Parkplätze, die wegfallen sollen, würden von den Anwohnern dringend benötigt. „Wir haben keinen Platz mehr in unserer Straße“, argumentierte eine Anwohnerin. Für einen anderen Anwohner ist der Weg zur neuen Bushaltestelle zu steil und zu weit.
Nach einem Vorort-Termin hatte die CDU einen Antrag gestellt, mit dem Bau so lange zu warten, bis die Querspange von der Leibnizstraße bis zur Flugfeldallee gebaut ist und der Verkehr in der Friedrich-List-Straße abnimmt. Gleichzeitig solle dort ein Konzept für Anwohnerparken realisiert werden. Die Freien Wähler hatten ebenfalls einen Antrag gestellt, der zum Ziel hatte, den Verkehrslärm zu reduzieren. Sie beantragten eine Tempo 30-Zone.
Beide Anträge hatte die Stadtverwaltung mit in die Ausschusssitzung genommen und beiden Ideen wurde mit breiter Mehrheit zugestimmt. Das Anwohnerparken und das Tempolimit werden geprüft, der Bau der Haltestelle wird verschoben. Die Anwohner zeigten sich mit dieser Entscheidung unzufrieden. Sie hätten gerne auf die Haltestelle ganz verzichtet.