Neue Cashback-Aktion Wie man beim Einkaufen in Sindelfingen Geld zurückbekommen kann

Wer in Sindelfingen einkaufen geht, kann bei der neuen Cashback-Aktion Geld zurückbekommen. Foto: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Die Stadtgutschein-Aktion wird wegen der schlechten Haushaltslage gestrichen. Dafür soll eine neue Aktion Kunden nach Sindelfingen locken.

Die bisherige Sindelfinger Stadtgutschein-Aktion, die Bürgern bei einem Einkauf in der Innenstadt für eine begrenze Zeit einen 30-Prozent-Rabatt gewährte, wird gestrichen. Stattdessen gibt es eine neue Aktion: Mit der sogenannten „Sindelfingen Week“ soll ein neuer Anreiz zum Shoppen in der Innenstadt geschaffen werden.

 

Hauptgrund für die Streichung der Stadtgutschein-Aktion ist die schwierige Haushaltslage der Stadt Sindelfingen, die nach einem drastischen Gewerbesteuereinbruch einen Nachtragshaushalt erstellen musste. Mit 80 000 Euro sollte die im vergangenen Jahr beschlossene Stadtgutschein-Aktion bezuschusst werden. Das kann sich die Stadt nun nicht mehr leisten.

Neue Aktion stärkt Handel trotz Baustellen am Marktplatz

Trotzdem soll der Handel in der Innenstadt gestärkt werden, vor allem während der aktuell laufenden Bauarbeiten am Marktplatz, die die Händler beeinträchtigen. Deshalb hat sich die Wirtschaftsförderung eine neue Aktion ausgedacht, die deutlich billiger ist. „Sie kostet nur 40000 Euro“, erklärte Felix Rapp, der Chef der Sindelfinger Wirtschaftsförderung im Gemeinderat.

Die Bauarbeiten am Sindelfinger Marktplatz beeinträchtigen das Geschäft vieler Sindelfinger Händler. Foto: Archiv/Stefanie Schlecht

Geplant ist, Kunden in einem kurzen Zeitraum in der Innenstadt eine Rückzahlung zu gewähren. Diese wird gestaffelt: von fünf Euro bei einem Einkauf von mindestens 25 Euro bei einem Innenstadthändler bis zu einem Cashback von 20 Euro bei einem Einkauf von 100 Euro oder mehr. „Eingelöst werden kann dieser Cashback erst bei einem weiteren Einkauf“, sagte Felix Rapp. So erhofft man sich eine Attraktivierung für das Einkaufen in der Innenstadt.

Mehrheitlich stimmte der Gemeinderat dem Antrag der Verwaltung zu. Es gab aber auch Kritik. Der FDP-Fraktionssprecher Andreas Knapp bezeichnete die Aktion als „rechtswidrig, technisch schlecht gemacht und ordnungspolitisch falsch“. Es sei „nicht Aufgabe der öffentlichen Hand in die Preisgestaltung der Händler einzugreifen“. FDP, AfD und einige Räte der Grünen stimmten gegen den Antrag oder enthielten sich. Mit 23 Ja-Stimmen wurde der Antrag beschlossen.

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