Neue Flachwasserzone für den Max-Eyth-See Flachwasserzone für den Max-Eyth-See fertiggestellt

Von Iris Frey 

Der Max-Eyth-See ist am südlichen Ufer saniert worden und hat nun eine Flachwasserzone erhalten. Des weiteren hat das Tiefbauamt durch die Wärme der vergangenen Wochen wieder ein verstärktes Wachstum von Algen festgestellt.

Die neue Flachwasserzone am Max-Eyth-See. Noch ist das Biotop abgesperrt. Foto: Iris Frey
Die neue Flachwasserzone am Max-Eyth-See. Noch ist das Biotop abgesperrt. Foto: Iris Frey

Hofen - Der Max-Eyth-See ist am südlichen Ufer in den letzten Wochen saniert worden. Es war eine Ausgleichsmaßnahme zum Bau der Stadtbahnlinie U 12 zwischen Hallschlag und Aubrücke, weil dort in die Natur eingegriffen wurde. „Die Ausgleichsmaßnahme ist jetzt fertiggestellt und abgenommen worden“, sagt Alexander Gass vom Tiefbauamt. „Zum Schutz der Saatflächen im Uferbereich bleibt der Bauzaun noch eine Zeit lang stehen.“ Das Gleiche gilt für Fraßschutzzäune im Wasser. Die Zäune werden abgebaut, sobald die Pflanzen angewachsen sind. Die Kosten der Ausgleichsmaßnahme betragen laut Gass rund 280 000 Euro.

Flachwasserbereich umgestaltet

Im November vergangenen Jahres wurde mit den Arbeiten für das Ausgleichsprojekt begonnen. Ein Teil des Südufers ist dabei zu einem 50 bis 80 Zentimeter tiefen Flachwasserbereich umgestaltet worden. Dazu ist der hintere Teil des Betonstegs abgebrochen und eine entsprechend naturnahe Fläche geschaffen worden. Nördlich und östlich des Steges ist auf einer Fläche von 2860 Quadratmetern eine Flachwasserzone ausgebildet worden. Die bisherige Uferbefestigung wurde zurückgebaut und einer natürlichen Uferzone nachempfunden. Die Flachwasserzone nördlich des Betonstegs wurde mit Schilf bepflanzt, die kleinere Fläche östlich mit Seggen, einer Pflanzengattung aus der Familie der Sauergrasgewächse. Der Fraßschutzzaun soll dabei die Pflanzen schützen, damit sie nicht von den Gänsen gleich wieder gefressen werden.

Teichmuscheln umgesiedelt

Bevor die Baumaßnahme starten konnte, sind noch Teichmuscheln umgesiedelt worden. Darauf hatte der Württembergische Anglerverein hingewiesen. So sind bei der Umsiedlungsaktion aus dem See 142 Teichmuscheln geborgen und an geeigneter Stelle im See umgesiedelt worden. Auch in diesem Jahr wird das Wasser des Max-Eyth-Sees wieder genau untersucht. „Es wird wieder ein Monitoring durchgeführt“, so Gass. Zusätzlich werde der See regelmäßig durch seine Kollegen überwacht. Auch das Konzept einer Gewässer-Belüftungsanlage wird von der Stadt weiter verfolgt. „Die Anlage würde nur bei schlechten Sauerstoffwerten betrieben werden und nur einen Teilbereich des Sees belüften. Hier können sich dann die Fische aufhalten“, erläutert Gass. Ob dieses Konzept Erfolg versprechend und technisch umsetzbar ist, werde die weitere Planung zeigen.

Die Wärme der vergangenen Wochen hat sich auf die Wasserqualität ausgewirkt: „In Folge der steigenden Temperaturen konnten wir ein verstärktes Algenwachstum im See beobachten“, so Gass. Die Sauerstoffgehalte würden aber im normalen Bereich liegen. Auch in der Flachwasserzone sind schon einige Algen zu sehen.

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