Neue Genderregeln der Stuttgarter Stadtverwaltung OB Kuhn wehrt sich gegen Gender-Kritik

Von red/dpa/lsw 

„Sprachwandel geht nicht per Gesetz und auch nicht mit einer „Sprachpolizei“: Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hat die neuen Genderregeln der Stadtverwaltung verteidigt.

Kuhn hatte eine Handreichung beschlossen, um in der Sprache im Stuttgarter Rathaus künftig stärker die Geschlechtsidentität zu berücksichtigen Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Kuhn hatte eine Handreichung beschlossen, um in der Sprache im Stuttgarter Rathaus künftig stärker die Geschlechtsidentität zu berücksichtigen Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hat die neuen Genderregeln der Stadtverwaltung verteidigt. Die Debatte sei überzogen, teilte er am Dienstag mit. „Sprachwandel geht nicht per Gesetz und auch nicht mit einer „Sprachpolizei“.“ Die Verwaltung habe nun eine zeitgemäße Richtschnur, wie sie mit bestimmten Personen oder Personengruppen sensibel kommunizieren könne. Es handele sich um einen Leitfaden mit Handlungsempfehlungen, der im Verwaltungsausschuss auf breite Zustimmung getroffen sei.

Kuhn hatte zuvor eine Handreichung beschlossen, um in der Sprache im Stuttgarter Rathaus künftig stärker die Geschlechtsidentität zu berücksichtigen - unter anderem durch den Gender-Stern (Mitarbeiter*innen). Rollen-Klischees und Stereotype sollen ebenfalls vermieden werden - so solle statt „Mutter-Kind-Parkplatz“ lieber der Begriff „Familienparkplatz“ verwendet werden.

Zuvor hatte sich die Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Susanne Eisenmann, kritisch zu der neuen Handhabe geäußert.




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