In der Tübinger Straße wird Goldies bereits angekündigt: Hinter der Beklebung läuft der Umbau der früheren Burgerheart-Filiale. Foto: /Kathrin Haasis
Wieder dürfen sich die Stuttgarter über Fast Food aus der Bundeshauptstadt freuen: Goldies Smashburger eröffnet ein Pop-up. Daraus könnte eine Dauereinrichtung werden, wenn die Nachfrage stimmt. Aber in der Nachbarschaft lässt sich auch die Konkurrenz nieder.
Auf Burger folgen in der Tübinger Straße Burger: Die Berliner Kette Goldies Smashburger kommt – zunächst mit einem Pop-up – nach Stuttgart. „Das ist eine Superlocation, nah an der Innenstadt“, freut sich deren Geschäftsführer Jasko Celebic. Im Januar rechnet er mit der Eröffnung der Filiale. Bis zur Schließung im September war dort die fränkischen Kette Burgerheart zu finden. Laut Medienberichten gilt der Nachfolger in Berlin als Kult. Die Unternehmensgründer Vladislav Gachyn und Kajo Hiesl hatten sich bei der Ausbildung in der Küche des Drei-Sterne-Restaurants Aqua von Sven Elverfeld in Wolfsburg kennen gelernt. Den Qualitätsanspruch aus der Haute Cuisine haben sie nach eigenen Angaben auf Burger und Pommes Frites übertragen. „Best bad food in town“, lautet ihr Werbeslogan, „Gourmet für alle“ ihre Mission.
Goldies setzt auf Smashburger
„Man merkt es bei jedem Bissen“, schwärmt auch Jasko Celebic über die Berliner Burger. Die Kartoffel-Buns werden aus den USA importiert, das Fleisch nach eigener Rezeptur gemischt, die Soßen von einem Partnerbetrieb selbst gemacht. Vor sieben Jahren starteten die beiden Köche Goldies im hippen Stadtteil Kreuzberg. Den Smashburger führten sie dann 2021 ein und beanspruchen für sich, den Hype in Deutschland ausgelöst zu haben. Dabei wird das Patty beim Braten flach gedrückt, was für zusätzliche Röstaromen sorgt. Mittlerweile betreiben Vladislav Gachyn und Kajo Hiesl in der Bundeshauptstadt vier Filialen und wollen nun bundesweit wachsen. In Frankfurt am Main sind sie seit vergangenem April mit einem Lokal vertreten. Zur Eröffnung hatte es lange Schlangen davor gegeben. In München sucht der Geschäftsführer gerade auch nach geeigneten Flächen.
Neuer Standort für neue Burger: der Neubau am Rotebühlplatz 2 und 4. /Kathrin Haasis
Weil in Berlin viele Touristen sind, bekämen sie viele Anfragen aus vielen Städten, berichtet Jasko Celebic. Auch aus Stuttgart meldeten sich Goldie-Fans und fragten: „Wann kommt ihr?“ Anfang des Jahres soll es so weit sein, momentan läuft der Umbau, weshalb der Geschäftsführer den genauen Termin nicht voraussagen kann. Kein Franchisenehmer, sondern das Unternehmen selbst betreibt das Lokal. Der Start als Pop-up ist eine „spannende Premiere“ für das Unternehmen und „Stuttgart eine gute Stadt, um es auszuprobieren“. Das Lokal wird trotzdem „den typischen Goldies-Charakter“ erhalten, die Theke steht allerdings auf Rollen und ist damit leicht transportierbar. „Wenn die Stadt einschlägt und Spaß macht“, könnte der Standort zur Dauereinrichtung werden, erklärt Jasko Celebic. Diese Entscheidung soll zunächst aber noch „ein kleines Geheimnis bleiben“.
In der Nachbarschaft bekommt Goldies ziemlich bald auch Konkurrenz: Am Rotebühlplatz plant eine weitere Berliner Trend-Kette die Eröffnung einer Filiale. In den Neubau an der Ecke zur Kronprinzenstraße zieht Burgermeister ein. Der Fast Food-Anbieter hat ebenfalls Kult-Charakter, weil er 2006 seinen ersten Imbiss in einem ehemaligen Toilettenhäuschen am Schlesischen Tor eröffnete. Mittlerweile gibt es in der Hauptstadt ein Dutzend Lokale davon und drei außerhalb, alle sind inhabergeführt. Die Marke befindet sich bundesweit auf Expansionskurs. „Auf Stuttgart freuen wir uns besonders“, sagt der Marketing-Leiter Simon Büttner. Denn die Stuttgarter hätten Lust auf ein Qualitätsprodukt. Bei Burgermeister werden die Brötchen in der eigenen Bäckerei gebacken, das Fleisch aus Irland in der eigenen Fleischerei verarbeitet. „Geschmack wird unser Trumpf sein“, ist er sich sicher.