Die Leonberger Gemeinderäte vergeben erste Arbeiten für die Kita-Nord.
Leonberg - Etwas weiter gediehen ist inzwischen die Kita-Nord. In seiner jüngsten Sitzung hat der zuständige Sozial- und Kultusausschuss des Gemeinderates Arbeiten im Wert von rund 2,2 Millionen Euro vergeben.
Im Jahr 2018 hatte das Gremium beschlossen, dass an der nördlichen Kernstadt von Leonberg, in dem Gebiet Obere Burghalde 69 und 71, eine weitere Kindertageseinrichtung gebaut wird. Angesichts knapper Betreuungsplätze für die Kleinen, aber auch wegen Mangel an bezahlbaren Wohnungen, will das Gremium auch Wohnung über der Kita bauen zu lassen.
In der Nachbarschaft wurde das Vorhaben mit Argwohn gesehen, es wurde zuviel Verkehr befürchtet. Zoff zwischen dem Gemeinderat und der Verwaltung gab es wegen der extrem gestiegenen Kosten. Das hat zu Verzögerungen geführt, doch am Ende hat man sich zusammengerauft.
Vier Gruppen für 75 Kinder
Der Neubau der Kita-Nord soll östlich der Spielfelder des Tennisclubs Leonberg entstehen. Angelegt werden soll die Kita für die Betreuung von 75 Kindern in vier Gruppen. Etwa 65 Plätze stehen Kindergartenkindern im Alter zischen drei und fünf Jahren zur Verfügung. Zehn Plätze sind für Krippenkinder bis zu drei Jahren gedacht.
Die Pläne der Kita-Nord beinhalten auch fünf Wohnungen. Dabei soll eine als Tapir-Wohnung ausgebaut und genutzt werden. Tapir steht für Tagespflege in anderen geeigneten Räumen und erlaubt Privatpersonen eine solche Pflege zu übernehmen. Die Kommunen greifen gerne darauf zurück, weil sie sich dadurch Investitionskosten ersparen
Gesamtkosten von 5,7 Millionen Euro
Im Zuge der städtebaulichen Neuordnung wird der Bereich südöstlich und südwestlich der Tennisanlage ebenfalls neu strukturiert. Die bestehende Abstellfläche für Autos (die heute geschottert ist) wird umgestaltet. Es entsteht eine neue kompakte Parkfläche, die für verschiedene Nutzungen (Kita, Wohnen, Tennisplatz, Öffentlichkeit) zur Verfügung gestellt werden soll. Parallel zur Aufstellung des Bebauungsplans musste auch der rechtswirksame Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2006 geändert werden.
Eine grobe Kostenschätzung aus dem Mai 2019für das Vorhaben ergab die Summe von 5,715 Millionen Euro für den Neubau. Die Kostenberechnung vom Mai diesen Jahres beläuft sich auf 5,739 Millionen Euro. Nun hat der Sozialausschuss einem Vergabe-Paket in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro zugestimmt.
Den Rohbau der Kita mit Erd- und Stahlbauarbeiten wird für knapp 1,35 Millionen Euro die Leonberger Baufirma Moser errichten. Mit dem Gewerk Elektroinstallationen und Blitzschutz ist für rund 425 000 Euro die Firma Sever aus Stuttgart beauftragt worden. Die Wärmeversorgungsanlagen wird für 148 000 Euro die Firma Konzmann-Welte aus Balingen installieren. Mit dem Gewerk Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen wurde für 206 000 Euro die Leonberger Firma Detlef Bich beauftragt.