Neue Kreativzentren O8, Filmhaus und K28

Das Filmhaus. Foto: Michael Steinert 3 Bilder
Das Filmhaus. Foto: Michael Steinert

K28, O8 und Filmhaus: Auf das H7 folgen drei neue kreative Zentren in Stuttgart. Und da ist ganz schön was los. Wir fassen das mal für euch zusammen. 

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Stuttgart - Wir haben hier über das ein oder andere der folgenden Gebäude schon berichtet, jetzt fassen wir alles rund um die drei neuen Kreativzentren in Stuttgart noch einmal für euch zusammen. Los geht´s: Im Dezember musste das Gründerzentrum H 7 innerhalb weniger Wochen geräumt werden. Die Aufregung unter den Mietern war groß. Doch die Deutsche Bahn beharrte darauf, dass das Gebäude der  alten Bahndirektion an der Heilbronner Straße wegen des Baus von Stuttgart 21 leerstehen müsse. Inzwischen hat die Raum auf Zeit GmbH, der Hauptmieter des ehemaligen H 7, gleich drei neue Gebäude in der Stadt angemietet.

Das Konzept ist dabei gleich geblieben.  Gebäude, die vorübergehend ungenutzt sind, werden von Raum auf Zeit angemietet und für einen verhältnismäßig günstigen Preis an Gründer und Kreative vermietet. Aber eben nur für einen bestimmte Zeit, bis entschieden wird, was mit den Gebäuden geschehen soll.  Alle drei Objekte sind bereits auf dem besten Weg, sich in neue kreative Zentren zu verwandeln.

Das O8 - unser Zuhause

In der Ossietzkystraße 8, dem O 8, einem ehemaligen Bürogebäude, haben sich auf fünf Etagen die unterschiedlichsten Mieter niedergelassen. Im Untergeschoss befindet sich mit Thirdrail ein Fachgeschäft für Sprayer, in den anderen Stockwerken sind unter anderem der Fotograf Lutz Schellhorn, ein Modelabel, eine Start-up-WG, die beiden Modemacherinnen von Splitterfaser und die Brettsportschule Step heimisch geworden. Und natürlich ist hier auch unser zuhause. Unser Stadtkind-Büro haben wir hier eingerichtet. sich im zweiten Stock. Die Mietverträge laufen im O8 über zwei Jahre. Dann wird erneut entschieden, wie es mit dem  Gebäude weitergeht.

Das K28

Nur wenige Meter entfernt, direkt neben dem ehemaligen H 7, hat Raum auf Zeit die Berlitz School in der Kriegsbergstraße 28 angemietet. Im K 28 laufen die Mietverträge ebenfalls über zwei Jahre.  Rund  40 Mieter sind seit Januar dort eingezogen. Wo einst eine Arztpraxis und eine Kanzlei waren, stehen jetzt verschiedene Schreibtische und Regale  hinter neuen  Türschildern. Im Erdgeschoss hat hinter einer großen Glasfront ein BMX-Laden eröffnet. Schowi und DJ 5ter Ton von den Massiven Tönen haben im K 28 ein Tonstudio. Die Modebloggerin Mia Bühler ist ebenfalls vor Ort und auch Sandra Kübler und Christine Voshage von Typolade, den Buchstaben aus Schokolade. Im Untergeschoss wird Personal-Training angeboten und noch stehen ein paar interessante Räume leer. Platz für eine Gastronomie  oder einen neuen Club gibt es also. Noch sei aber nichts entschieden, sagt Claudia Biro von der Raum auf Zeit GmbH.  Die grundsätzliche  Nachfrage sei groß, sagt Biro. Deshalb sei  man froh darüber, jetzt noch zwei Etagen dazu zu bekommen. Auf diesen beiden  Stockwerken befanden sich die  Büros von Zensus. Die Mitarbeiter sind aber inzwischen schon ausgezogen.

Das Filmhaus 

Auch das Filmhaus an der Friedrichstraße hat die Raum auf Zeit GmbH gemietet. Hier laufen die Verträge vorerst allerdings nur ein Jahr. Ursprünglich war die Stadt Stuttgart der Mieter des Filmhauses. Dann hat man sich bei der  Kommune  entschlossen, den Mietvertrag zu kündigen, da sich der Betrieb des Filmhauses nicht mehr lohnte. Das Gebäude gehört der Landesbank, die es vom 1. Januar an die Raum auf Zeit GmbH vermietet hat. Die ehemaligen Mieter wie das Filmbüro, Wand 5 und das Skateboardmuseum konnten bleiben. Der Club Bett zog aus, an seiner Stelle wird nun im April der Club Rocker 33 wiedereröffnen. Momentan laufen die Umbauarbeiten. Aus den zwei Kinosälen des ehemaligen Kommunalen Kinos in der ersten Etage, werden zwei neue Räume für den Club entstehen. Der empfängt seine Gäste dann künftig, zusammen mit dem großen Raum im Erdgeschoss, auf drei Floors. Bis zur Wiedereröffnung läuft der Partybetrieb unter dem Namen Camping im Erdgeschoss weiter. Im zweiten und dritten Stockwerk wurden Büros unter anderem an einen kleinen Verlag, eine DJ-Schule und ein Grafikbüro vermietet. Im Keller gibt es neben dem Skateboardmuseum auch noch zwei Tonstudios. Fazit: drei Gebäude und mehr als hundert  Mieter. Die Gründerszene in Stuttgart ist mehr denn je am Leben. 

 

 

 

 

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