Viele Monate war die Lage im Ausländeramt der Stadt Stuttgart wegen Personalmangels sehr angespannt. Nun zeichnet sich eine Besserung ab. Dank der besseren Bezahlung konnte man neue Mitabeiter gewinnen.

Stuttgart - Die über viele Monate schwierige Lage im Ausländeramt der Stadt hat sich etwas entspannt. Die Engpässe im Service, entstanden wegen Personalmangels durch eine sehr hohe Fluktuation und einen hohen Krankenstand, sind deutlich verringert worden. So seien am Standort Eberhardstraße, wo längere Zeit nur einer von vier Schaltern für Kunden ohne Termin zur Verfügung stand, nun wieder „jeden Tag drei bis vier Schalter offen“, sagte die Leiterin des Ordnungsamts, Dorothea Koller, am Mittwochabend im Internationalen Ausschuss der Stadt. „Wir müssen niemanden mehr wegschicken.“ Wegen der Unterbesetzung in dem Amt hatten Kunden monatelang etwa auf Reisepapiere oder Aufenthaltstitel warten müssen.

 

Mehr Geld wird als höhere Wertschätzung empfunden

Zur Verbesserung der Verhältnisse habe geführt, dass man im Vorjahr 41 neue Mitarbeiter habe einstellen können. Von den derzeit insgesamt 110 Stellen seien zwar immer noch rund 30 offen, Koller geht aber davon aus, dass bis im April 14 von diesen besetzt sein werden. Der „wichtigste Motor“ für diese positive Entwicklung sei die bessere Eingruppierung der Stellen und die damit verbundene bessere Bezahlung gewesen, sagte die Ordnungsamtsleiterin. Dies werde von den Beschäftigten als höhere Wertschätzung der durchaus anspruchsvollen Tätigkeiten empfunden. Koller räumte aber ein, man werde „noch dieses Jahr brauchen, bis wir stabile Verhältnisse haben“. Auch im vergangenen Jahr hätten nochmals 20 Mitarbeiter das Amt verlassen. Man habe aber umgekehrt auch einige Kollegen, die schon weg waren, wieder für die Rückkehr gewinnen können. Die Einarbeitungszeit für die anspruchsvollen Aufgaben ist teils beträchtlich.

Eine wichtiger Schritt für Entspannung der Lage war auch der Umzug des Sachgebiets Flüchtlinge an den neuen Standort an der Jägerstraße. Dort sind derzeit 40 Arbeitsplätze vorgesehen, die zurzeit allerdings noch nicht alle besetzt sind.