Neue Ortsmitte in Stuttgart-Wangen Historische Kelter bekommt einen neuen Vorplatz

Der Kelterplatz an der Ulmer Straße soll einen einheitlichen Pflasterbelag bekommen. Foto: Alexander Müller

Nach der Sanierung der mehr als 300 Jahre alten Kelter in Wangen nimmt nun auch die Umgestaltung des Vorplatzes Gestalt an. Vorgesehen ist ein einheitlicher Pflasterbelag mit speziellen Steinen, die auch das Klima verbessern sollen.

Genau zehn Jahre nach der Sanierung der mehr als 300 Jahre alten Kelter nimmt nun auch die Umgestaltung des Keltervorplatzes im Ortskern von Wangen langsam Gestalt an. Knapp vier Millionen Euro flossen in die originalgetreue Restaurierung des denkmalgeschützten und ortsbildprägenden Ensembles. Wie viel genau die Umgestaltung des Keltervorplatzes kostet, steht indes noch nicht fest. Sicher ist aber, es entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild, das den Verkehr ausbremst. Es wäre nach der Sanierung der Kelter und dem Umbau des hinteren Platzes der Abschluss der Umgestaltung des Ortskerns.

 

Einheitlicher Pflasterbelag

Der von der Stadtverwaltung und dem Bezirksbeirat favorisierte Planungsentwurf bezieht sich auf den rund 100 Meter langen Abschnitt von der Fußgängerampel an der Einmündung der Buchauer Straße bis zum Abzweig der Saulgauer Straße. Mit einbezogen ist die großzügige Fläche vor der Kelter, die Ulmer Straße sowie die gegenüberliegenden Parkplätze und der Gehweg. Um den Platzcharakter zu unterstreichen, erhält der gesamte Bereich einen einheitlichen Belag aus Pflastersteinen, die bereits auf dem Platz hinter der Kelter genutzt wurden. Dieser sorgt nach Angaben der Verwaltung auch aus stadtklimatischer Sicht für eine klare Verbesserung. „Er ist eine Weiterentwicklung und wird als Klimastein bezeichnet, der mehr Wasser aufnehmen und verzögert wieder abgeben kann“, heißt es. Auch mehr Bäume wird es künftig geben: Den 14 neuen Pflanzen stehen gerade einmal drei gegenüber, die gefällt werden müssen. Den Mittelpunkt bildet ein sogenanntes Baumdach direkt vor der Kelter. Die neun Bäume – aufgestellt in drei Reihen – sollen im Sommer für Schatten sorgen. Und es wird ein Trinkbrunnen aufgestellt.

Tempolimit in der Ulmer Straße

Auto- und Radfahrern steht in der Ulmer Straße weiter eine 5,50 Meter breite Fahrbahn zur Verfügung. Allerdings werden sie in der Einkaufstraße in Zukunft ausgebremst. In dem neuen Bereich gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Von 26 Parkplätzen vor den Geschäften und Büroräumen fallen vier weg. Im ersten Schritt wird nun ein Planungsbüro mit der Umgestaltung beauftragt, danach sollen die genauen Kosten ermittelt werden. Es ist davon auszugehen, dass diese über den 2011 veranschlagten 1,91 Millionen Euro liegen werden. Sollte der Gemeinderat diese im Doppelhaushalt 2026/2027 bereitstellen, könnte 2027 mit dem Bau begonnen werden.

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