Neue Pläne für den Ortskern von Leinfelden-Echterdingen Stetten Große Pläne für die Kreuzung in Stetten

Der Bypass von der Stettener Hauptstraße zur Sielminger Straße soll erhalten bleiben. Foto: Thomas Krämer
Der Bypass von der Stettener Hauptstraße zur Sielminger Straße soll erhalten bleiben. Foto: Thomas Krämer

Geschäfte, Kneipen und ein Mobilitätspunkt für Car-Sharing soll das Zentrum für die Bürger attraktiver machen.

Leinfelden-Echterdingen/Stetten - Stetten mangelt es an einem Zentrum. Das dokumentierte im vergangenen Jahr ein Ingenieurbüro. Die Gutachter empfehlen daher, einen Schwerpunkt für Sport und Freizeit auf dem Berg sowie einen für Geschäfte und Gastronomie zu schaffen. Eine Schlüsselfunktion soll dafür das Areal rund um die Kreuzung Stettener Hauptstraße/Sielminger Straße bekommen. Eine erste Konzeption für diesen Bereich war den Mitgliedern des Technischen Ausschusses vor knapp einem Jahr vorgestellt worden.

Nun wurden den Mitgliedern des Technischen Ausschusses konkretere Überlegungen für die Umgestaltung des Ungerhaldenwegs präsentiert. Nach den Worten von Oberbürgermeister Roland Klenk sind die vorgestellten Pläne jedoch lediglich eine Diskussionsgrundlage, die gemeinsam mit dem Gremium und den Bürgern entwickelt werden soll.

Mobilitätspunkt mit eine Carsharing-Station

Demnach könnte das städtische Grundstück zwischen dem Lidl-Parkplatz und der Stettener Hauptstraße inklusive dem Ungerhaldenweg überbaut werden. Gedacht ist an eine Pflegeeinrichtung mit einem Drogeriemarkt. „Es liegt dafür bereits eine klare Absichtsbekundung eines Investors vor“, sagte die Baubürgermeisterin Eva Noller. Im Plan ist außerdem an einen Mobilitätspunkt mit einer Carsharing-Station gedacht.

Doch wer den Äußerungen der Stadträte lauschte, der merkte, dass in der Tat noch eine ganze Menge Gesprächsbedarf besteht. Das machte auch die Wortmeldung von Walter Vohl deutlich: „Wir können uns noch kein abschließendes Urteil erlauben“, sagte der Stadtrat der Freien Wähler. In Stetten hänge alles miteinander zusammen. Ins gleiche Horn stieß Erich Klauser. „In Stetten gibt es drei Standorte mit ungeheurer Perspektive“, sagte der SPD-Fraktionschef. Alles sei noch möglich, aber man dürfe nichts überstürzen.

Doch um welche Punkte geht es?

Da ist zum einen die Position des geplanten neuen Feuerwehrhauses, das bekanntlich neben dem Alten Rathaus in Stetten gebaut werden soll. Allerdings wartet man für dieses schwierige Terrain noch auf die Ergebnisse einer Baugrunduntersuchung. „Für das gemeinsame Heim von Feuerwehr und DRK gibt es am Ungerhaldenweg immer noch eine Option“, sagte Vohl. Das sieht auch Klauser so. „Wir sollten erst dann Fakten schaffen, wenn wir mit dem Standort neben dem Rathaus auch bei den Kosten auf der sicheren Seite sind“, bremste Erich Klauser in der Sitzung.

Pflegeeinrichtung mit Drogeriemarkt

Dass der Bypass von der Stettener Hauptstraße in die Sielminger Straße erhalten bleibt, scheint im Gremium unumstritten zu sein. Entsprechend äußerten sich zumindest Vohl, die Grünen-Chefin Ingrid Grischtschenko sowie Claudia Zöllmer von der CDU-Fraktion.

Dass am Ungerhaldenweg – wie in der Vorlage für das gemeinderätliche Gremium beschrieben – eine Pflegeeinrichtung mitsamt Drogeriemarkt gebaut werden könnte, wurde in der Sitzung jedoch kaum diskutiert. Grischtschenko könnte dem Plan ohne Einschränkung zustimmen, während Vohl nur insoweit mitgehen wollte, „dass wir einen Bebauungsplan angehen“. Lediglich FDP-Rat Wolfgang Haug sprach sich dafür aus, an dieser Stelle Wohnungen zu bauen.

Auch Klauser ist mit den Vorstellungen der Stadtverwaltung nicht einig. „Ich verstehe nicht, weshalb wir eine Investorenplanung machen“, sagte der Sozialdemokrat. Vielmehr sollte man am Ungerhaldenweg Baurecht schaffen. Trotz der bestehenden Unklarheiten wurde den Stadträten bereits ein Zeitplan („bei sehr optimiertem Ablauf“) mitgegeben, der nach dem Grundsatzbeschluss im Technischen Ausschuss im Februar 2017 einen Baubeginn für das Pflegeheim im November 2018 vorsieht.

Nach den Worten des Oberbürgermeisters Roland Klenk soll die Planung nun weiter verfeinert werden. „Außerdem müssen wir bald auf die Bürger zugehen“, sagte der Oberbürgermeister bei der Sitzung. Und Eva Noller will im März oder April den Gremien eine weitere Vorlage präsentieren.




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