InterviewNeue Pläne für Stuttgarter Traditionsfest Warmlaufen fürs Weindorf

Weinprobe mit Weindorfwirten – und Bärbel Mohrmann Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Weinprobe mit Weindorfwirten – und Bärbel Mohrmann Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Nach dem Ausfall vom vergangenen Sommer will Bärbel Mohrmann Lust auf das Stuttgarter Weindorf machen. Mit Weintastings und Kochshows gibt es ein Warmlaufen bis zum Traditionsfest. Wie es dann stattfinden wird, ist allerdings noch ein Geheimnis.

Böblingen: Kathrin Haasis (kat)
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Stuttgart - Nach dem Ausfall des vergangenen Sommers will Bärbel Mohrmann Lust auf das Stuttgarter Weindorf machen. Mit Weinproben und Kochshows gibt es ein Warmlaufen bis zum Traditionsfest. Wie es dann stattfinden wird, ist allerdings noch ein Geheimnis.

Frau Mohrmann, warum muss man sich für das Weindorf warmlaufen?

Weil das Weindorf im vergangenen Jahr ausgefallen ist. Und weil wir ganz neue Möglichkeiten haben. Die digitalen Kanäle gab es früher ja gar nicht. Und es gibt viele junge Weindorfwinzer und -wirte, die tolle Ideen haben. Der Auftakt zum Warmlaufen für das Weindorf bildet das Weintasting „brutal regional“: Gemeinsam mit den Jungs von Schillers Mitte, die die Laube 12 beim Weindorf bewirten, sowie den Mädels von der Weinhandlung Wein-Moment verkosten und kochen wir am 29. Mai auf Instagram alles, was regional ist. Die Teilnehmer bestellen sich vorher ein Paket mit den Weinen und drei Geheimzutaten für das Menü. Zwei weitere Online-Events sind im Juli und im August noch geplant.

Bleibt das Weindorf virtuell wie im vergangenen Jahr?

Ich hoffe, nicht. Wir haben die Veranstaltung bislang nicht abgesagt – im Gegensatz zum Sommerfest oder zum Festival der Kulturen. Das 45. Stuttgarter Weindorf soll vom 25. August bis 5. September 2021 stattfinden. Wir hoffen auf weitflächige Öffnungen und haben viele Ideen im Kopf. Bislang sind Feste in der Größenordnung eines Weindorfs laut der Coronaverordnung allerdings nicht zugelassen: Zuletzt hatten wir an zwölf Tagen rund eine Million Besucher. Dafür wird es sicherlich auch bei sinkenden Inzidenzwerten keine Genehmigung geben.

Also doch wieder nur virtuell?

Wir sind der Meinung, dass wir etwas auf die Beine stellen können mit mehr Präsenz in der Stadt. Ein virtuelles Weindorf bedeutet einen einhundertprozentigen Einnahmeausfall. Es war im vergangenen Sommer auch mental nicht einfach zu verarbeiten. Wir sind es der Stadt und den Gästen schuldig, etwas auf die Beine zu stellen. Das Weindorf ist eine Marke.

Wird sie noch immer nachgefragt?

Als es vergangenes Jahr ausgefallen ist, haben viele auf diesen Sommer umgebucht. Nun kommen die Anfragen für 2022. Eine Fangruppe aus den USA will dann unbedingt kommen. Das internationale Interesse ist sehr, sehr hoch.

Und was wird nun dieses Jahr geboten?

Ich darf es noch nicht verraten. Man darf gespannt sein, wie das Stuttgarter Weindorf 2021 aussehen wird. Aber man kann sich ja dafür schon warmlaufen ...




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