Neue Planung für Super-Hochhaus in Fellbach Windturbinen auf dem Dach des Towers?

Von Dirk Herrmann 

Die Stadtverwaltung Fellbach wartet auf detaillierte Planungen zum Wolkenkratzer samt energiesparender Fassade.

Die Fassadengestaltung am Schwabenlandtower soll dem KfW-Standart 55 gerecht werden. Foto: Patricia Sigerist
Die Fassadengestaltung am Schwabenlandtower soll dem KfW-Standart 55 gerecht werden. Foto: Patricia Sigerist

Fellbach - Die CG-Group, benannt nach dessen Chef Christoph Gröner, hat im vergangenen Jahr den 107 Meter hohen Wohnturm im Fellbacher Osten gekauft. Nach aktuellem Stand plant die CG-Gruppe, durch eine innovative Bautechnik den energetischen Wert des Gebäudes über den bisher angestrebten Standard hinaus zu verbessern.

Die Nachtrags-Baugenehmigung des Schwabenlandtowers 107 wurde in diesem August erteilt

Auf den entsprechenden Bericht in der Mittwochausgabe unserer Zeitung hat jetzt die Fellbacher Stadtverwaltung reagiert, nachdem es am Dienstag hieß, man habe „noch keine detaillierten Informationen vorliegen“. Dieses Defizit dürfte demnächst behoben sein: „Sobald die detaillierten Unterlagen im Baurechtsamt vorliegen, wird die Stadt das Konzept prüfen und rechtlich bewerten“, so die Mitteilung des Pressereferats der Verwaltung.

Die Nachtrags-Baugenehmigung des Schwabenlandtowers 107, wie der einstige Gewa-Tower durch den neuen Investor neu getauft wurde, wurde in diesem August erteilt. Die jüngsten Entwicklungen am Immobilienmarkt zeigen, dass wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz weiter an Bedeutung gewinnen. Die Verantwortlichen der CG-Group haben nun, nach Erteilung der Baugenehmigung, neue energetische Ideen für den Tower. Bisher basierte die Bauweise auf dem bei der ersten Planung gültigen Energiestandard der Jahre 2005 beziehungsweise 2009.

Es sollen Windturbinen auf dem Dach des Wolkenkratzers platziert werden

Für ein zukunftsfähiges, innovatives Gebäude strebt der Investor nun einen deutlich klimafreundlicheren Wert, und zwar den sogenannten KfW-Standard 55 an. Also einen Energieverbrauch, der nur 55 Prozent eines vergleichbaren Neubaus ausmacht. Dies ist nur mit einer bautechnisch komplexen Fassadengestaltung sowie einer entsprechenden Technik zu erreichen, heißt es.

Auch sollen, wie es in einem aktuellen Bericht des Branchendiensts Immobilienbrief Stuttgart heißt, Windturbinen auf dem Dach des Wolkenkratzers platziert werden. Diese würden exakt an der Abrisskante angebracht und mit dem Wind Strom erzeugen.

Auf derartige Aussichten auf dem Wohnturm in luftiger Höhe von 107 Metern geht die Stadt in ihrem Statement vom Mittwoch nicht ein. Vielmehr äußert sich die Baubürgermeisterin Beatrice Soltys eher allgemein: „Wir begrüßen ausdrücklich den Ansatz der CG-Group, das Gebäude aufwendig nachzurüsten und klimafreundlich aufzustellen, können derzeit aber keine verbindlichen Aussagen oder Bewertungen dazu abgeben, da uns die Pläne noch nicht vorliegen.“

In ersten Gesprächen wurde das Fellbacher Bauamt von den Überlegungen der CG-Group mit Sitz in Berlin informiert. „Allerdings noch nicht zu den Details und den damit verbundenen Änderungen“, so die Erklärung aus dem Rathaus. Wann die CG-Group die Unterlagen einreicht, sei „bisher noch nicht bekannt“.




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