Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Stadt Leonberg beim Neu- und Umbau von barrierefreien Fußgängerüberwegen und Querungshilfen in Höfingen. Die Höhe des Zuschusses laut einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums: exakt 651 818 Euro und 91 Cent. Dies ist ein Großteil der Gesamtkosten, die sich auf knapp 870 000 Euro belaufen. Ziel der Förderung nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) ist unter anderem die Herstellung einer barrierefreien Fußwegeinfrastruktur.
Erste Forderungen, die Fußwege in Höfingen mithilfe von Querungshilfen sicherer zu gestalten, gehen bereits ins Jahr 2019 zurück – und die Diskussion erhielt mit der Sperrung der Ortsmitte für umfangreiche Sanierungsarbeiten jüngst neuen Zündstoff. Der Ausweichverkehr hatte sich aufgrund der Baustelle in das Wohngebiet rund um die Goldäckerstraße verlagert. Dort befindet sich auch die Schule. Und auch wenn die Zebrastreifen erst in der ersten Jahreshälfte aufgebracht werden: In Sachen Schulweg besonders wichtig sind die Zebrastreifen an der Hirschlander Straße, der Kreuzung Sonnen-/St.-Michael-Straße, der Kreuzung Mörike-/Lachentorstraße sowie ein weiterer an der Lachentorstraße – ganz unabhängig vom Ausweichverkehr. Anfang Juli gab der Gemeinderat grünes Licht.
Regierungspräsidentin Susanne Bay freut sich: „Durch den Neu- und Umbau der Querungsstellen in Höfingen wird ein wichtiger Schritt zum Schutz von Fußgängerinnen und Fußgängern im Straßenverkehr unternommen.“ Vor allem für besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer wie Kinder sowie für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen bedeute das eine deutliche Steigerung der Verkehrssicherheit. „Das unterstützen wir gerne.“
Neun Querungshilfen und sechs Fußgängerüberwege an acht Standorten
Mit Baubeginn in der ersten Jahreshälfte 2025 sollen neun Querungshilfen und sechs Fußgängerüberwege an insgesamt acht Standorten entstehen beziehungsweise barrierefrei ausgebaut werden. Die Wahl der Standorte folgte hierbei den Empfehlungen einer zuvor erstellten Fachkonzeption im Rahmen des Aktionsprogrammes „Sichere Straßenquerung – 1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg“. Hierbei wurden vorhandene und potenzielle Querungsstellen systematisch untersucht und Vorschläge zur Verbesserung entwickelt.