Neue Regelung in Mönsheim Im Freibad müssen die Raucher in die Ecke
Das neue Nichtraucherschutzgesetz zwingt Freibäder zu klaren Regeln. Der Gemeinderat Mönsheim will Konflikte vermeiden – und setzt auf eine flexible Lösung.
Das neue Nichtraucherschutzgesetz zwingt Freibäder zu klaren Regeln. Der Gemeinderat Mönsheim will Konflikte vermeiden – und setzt auf eine flexible Lösung.
Für Freunde des Nikotingenusses wird die Luft dünner, auch draußen. Am 1. Juni tritt das neue Nichtraucherschutzgesetz des Landes in Kraft. Es will die nicht rauchende Bevölkerung nicht nur vor den Gefahren des Passivrauchens von Tabakprodukten wie Zigaretten schützen, sondern auch vor den Aerosolen und Dämpfen von E-Zigaretten, E-Shisha, Tabakerhitzern und Wasserpfeifen. Jegliches Qualmen in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen ist dann untersagt.
Weil das grundsätzlich auch für Freibäder gilt, musste sich jetzt der Gemeinderat von Mönsheim mit dem Thema beschäftigen – besitzt doch die Gemeinde ein kleines, aber feines Freibad. Die Badesaison startet dort am 14. Mai.
Soll das gesamte Freibad zur Nichtraucherzone werden, oder will man von den Ausnahmeregelungen Gebrauch machen, die unter anderem „in Freibädern, im Außenbereich von Freizeit- und Vergnügungsparks sowie Zoos“, wie es im Gesetz heißt, ausschließlich für das Rauchen bestimmte Raucherzonen zulässt? Diese Bereiche müssen deutlich gekennzeichnet und Nichtrauchende dürfen dadurch nicht beeinträchtigt werden. Außerdem soll die Raucherzone nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche umfassen.
Die Verwaltung unter der Leitung der stellvertretenden Bürgermeisterin Margit Stähle hatte dem Gemeinderat zwei Beschlussvarianten vorgelegt. Mit der einen würde das gesamte Freibad zur Nichtraucherzone erklärt, wie es beispielsweise schon im Leobad in Leonberg der Fall ist. Die zweite Variante berief sich auf die Ausnahmeregelung und schlug vor, einen Teil der Liegewiese als Raucherzone auszuweisen.
Der Gemeinderat Stephan Damm (FWG) befürchtete, dass es bei einem komplett rauchfreien Freibad Konflikte geben könnte. Eine Raucherzone sollte eingerichtet und auf den hinteren Bereich der Liegewiese beschränkt werden. „Nachschärfen können wir bei der Fläche immer noch“, stimmte auch Ratsmitglied Joachim Baumgärtner (UBLM) zu. Man wolle es dem Betriebsleiter des Freibads, Daniel Krohmann, freistellen, einen geeigneten Bereich festzulegen und eine Abtrennung der Raucherzone von den übrigen Flächen sicherzustellen. So wird es nun auch kommen, denn mit dieser Lösung waren alle Gemeinderäte – bei einer Enthaltung – einverstanden.