Neue Ritter-Sport-Sorte „Äffle und Pferdle waren von meiner Idee angetan“

Von pho 

Die Erfinderin der neuen Hafer- und Bananen-Sorte von Ritter Sport ist 21 Jahre alt und wohnt in Freiberg am Neckar. Im Gespräch erzählt sie, wie sie auf die Idee kam und warum eine Flachmann-Sorte keine Konkurrenz war.

Marina Stickel mit ihrer Sorte und einer Äffle-Puppe Foto: privat
Marina Stickel mit ihrer Sorte und einer Äffle-Puppe Foto: privat
Freiberg/Neckar -
Dass Ritter Sport eine neue Sorte herausbringt, machte bereits vergangene Woche die Runde. Die Erfinderin der Hafer-Bananen-Schokolade wohnt in Freiberg am Neckar: Marina Stickel. Trotz des Überraschungserfolgs will die 21-Jährige erst einmal ihr Lehramtsstudium abschließen.
Frau Stickel, wir sind bestimmt nicht die Einzigen, die in diesen Tagen ein Interview mit Ihnen führen wollen.
Das stimmt, die Bild-Zeitung und die Ludwigsburger Kreiszeitung haben sich auch schon gemeldet, und der SWR will sogar für einen Beitrag in der Landesschau vorbeikommen.
Wie kamen Sie denn auf die Idee der Hafer-und-Bananen-Sorte?
Ich bin seit Kindeszeiten Fan von Äffle und Pferdle, mit meinen Großeltern habe ich die Clips im Fernsehen gesehen. Außerdem esse ich gerne Müsliriegel mit Bananengeschmack. In denen ist auch Hafer drin. Und da kam mir dann eben der Gedanke.
Und dann schlummerte die Idee?
Ja, bis mir im Mai eines Abends langweilig war, und ich auf der Ritter Sport Homepage surfte und entdeckte, dass man dort Sorten vorschlagen kann. Das habe ich dann auch gemacht und gleich noch den Songtext vom Hafer- und Bananenblues angehängt.
Und wie kam der Vorschlag an?
Zuerst eher verhalten, ich habe mich schon gefreut, als ich zwölf Likes hatte. Ein paar Tage später hatte ich dann die Idee, meine Sorte auch auf der Facebook-Seite von Äffle und Pferdle zu posten. Die waren ganz angetan von meinem Vorschlag. Von da an ging’s richtig los, und mein Vorschlag war schnell auf Platz eins.
Wie lief der Kontakt mit Äffle und Pferdle? Auf Schwäbisch?
Ja, am Anfang habe ich die Nachrichten auf Schwäbisch bekommen. Später hat der Mann hinter den beiden Zeichentrickfiguren, Heiko Volz, auf Hochdeutsch gewechselt.
Hatten Sie mit dem Erfolg gerechnet?
Überhaupt nicht. Ich war total überrascht, als ich vergangene Woche einen Anruf von Ritter Sport bekam und mir gesagt wurde, dass meine Sorte bereits produziert ist. Zwei Tage später bekam ich dann ein großes Paket mit lauter Schokolade zugeschickt – an meinem Geburtstag!
Die zweitmeisten Likes bekam „Flachmann 2.0“, eine Kreation aus weißer Schokolade, Meersalz, Zitronen-Brausepulver und Tequila. Ein ernst zu nehmender Gegner?
Bestimmt nicht. Fake-Sorten sind bei Ritter Sport ja seit Jahren ein Thema, wie die Linsen- und Spätzle-Schokolade.




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