Lange hielt sich der Park bedeckt, nun ist klar: Die Euro-Mir wird ausgetauscht, wie der Schwarzwälder Bote berichtet. Zudem soll dort ein neues Weltraum-Areal entstehen, Russland wird im Gegenzug kleiner.
Es ist längst kein Geheimnis mehr: Die Achterbahn „Euro-Mir“, die ihre Runden seit 1997 im russischen Themenbereich dreht, wird in den kommenden Jahren großzügig umgebaut, wie der Schwarzwälder Bote berichtet. Zu den genauen Plänen äußerte sich der Europa-Park bislang nur zurückhaltend. Lediglich von einer neuen Streckenführung und einem „360-Grad-Ansatz“ war die Rede. Nun wurde Inhaber Roland Mack gegenüber der Deutschen Presseagentur deutlich konkreter. Demnach soll die Bahn abgebaut und mit neuer Technik komplett neu errichtet werden. Unter einem anderen Namen soll sie künftig die Hauptattraktion eines neuen Weltall-Themenbereichs werden. Das russische Areal werde diesem wohl in großen Teilen weichen müssen. „Das historische Russland werden wir nicht zurückbauen“, so Mack gegenüber der DPA. So soll der Look mit „Datschafassaden und goldenen Zwiebeltürmchen“ erhalten bleiben.
Viele Fragen, wenige Antworten
Zwar bringen die Aussagen des Park-Chefs etwas Licht ins Dunkel, werfen im gleichen Zug jedoch auch neue Fragen auf. Wird nach dem Umbau etwa nichts mehr von der Euro-Mir übrig sein? Und von welchen Gebäuden im russischen Themenbereich müssen sich Besucher künftig verabschieden? Antworten gibt’s auf Nachfrage unserer Redaktion keine. Dafür jedoch genauere Details zum gesamten Projekt: „Die Achterbahn Euro-Mir soll durch eine neue Familienachterbahn unseres Mutterunternehmens Mack-Rides ersetzt werden. Damit werden wir dem rasanten technologischen Fortschritt im Achterbahnbau gerecht und bieten gleichzeitig unseren Besuchern auch künftig einzigartige sowie neue Erlebnisse“, erklärt der Europa-Park im Namen des Inhabers. Die bislang letzte große Neuheit ist die Achterbahn „Voltron Nevera“, die den Besuchern einen besonderen Adrenalinkick verpasst. Die neue Euro-Mir soll laut Plänen in eine andere Richtung gehen und eine Achterbahn für die ganze Familie sein. „ Geplant sind zudem weitere Attraktionen“, heißt es weiter.
Neuer Themenbereich soll 2028 eröffnet werden
Entstehen soll das neue Areal in Zusammenarbeit mit der mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA – so zumindest der Plan des Ruster Parks. „In diesem Zusammenhang führen wir intensive Gespräche über eine mögliche Kooperation“, heißt es auf Nachfrage. Die Chancen dürften dabei nicht schlecht stehen. Immerhin ist die ESA ein Partner der beliebten „Science Days“ des Europa-Parks. Erst vergangenes Wochenende hatte die Weltraumorganisation einen Stand bei den Ruster Wissenschaftstagen aufgebaut.
Die Eröffnung des neuen Areals ist für 2028 geplant. Damit werden Spekulationen bestätigt, die im August aufkamen. Zu dieser Zeit war im Videospiel des Parks nämlich ein Banner mit der Aufschrift „Projekt Euro-Mir 2028“ zu sehen. Auf damaliger Nachfrage ließ der Park offen, ob es sich hierbei um einen Eröffnungszeitraum handelt. Heute ist klar, dass es das offensichtlich tat.
Info – Der erste Hinweis
Erstmals aufgekommen war ein möglicher Umbau samt Themenbereich-Umgestaltung im März. Damals läutete Roland Mack die Jubiläumssaison ein und verkündete, einen Neubau der Euro-Mir anzuvisieren. Auf damaliger Anfrage unserer Redaktion ruderte er wieder etwas zurück: „Mittelfristig sind keinerlei Änderungen bei der Achterbahn Euro-Mir geplant.“ Rund sieben Monate später weiß man, dass das zumindest auf lange Sicht anders aussieht.