Neue Theorie zum Pyramidenbau Das Geheimnis der Cheops-Pyramide

Von Dietrich Heißenbüttel 

Wie haben die alten Ägypter die Pyramiden von Gizeh gebaut? Darüber gibt es landläufige Vorstellungen, doch vieles ist ungeklärt. Nun legt Bernhard Kerres, langjähriger Leiter des Stadtplanungsamts Fellbach, in einem gewichtigen Band eine neue, gründlich durchdachte Theorie zur Bautechnik vor.

Bis heute ein Rätsel der Baukunst: die großen Pyramiden von Gizeh Foto: dpa/Mike Nelson
Bis heute ein Rätsel der Baukunst: die großen Pyramiden von Gizeh Foto: dpa/Mike Nelson

Stuttgart - Die zwei großen Pyramiden von Gizeh – die des Pharaos Cheops und die seines Nachfolgers Chephren – waren bis zum Bau des Eiffelturms die höchsten und sind bis heute die massivsten und schwersten Bauwerke der Welt. Wie schafften es die alten Ägypter, Tausende Tonnen von Stein den Nilabhang hinauf zu schaffen und zu einer fast 150 Meter hohen Pyramide aufzutürmen? Gängigen Vorstellungen zufolge zogen sie die riesigen Blöcke, im Schnitt zweieinhalb Tonnen schwer, über lange Rampen auf Baumstämmen rollend zur Baustelle hinauf. Nur hat das keiner so richtig durchgerechnet. Die Rampen, sagt Bernhard Kerres, müssten entweder so steil sein, dass der Kraftaufwand nicht mehr zu bewältigen wäre, oder so lang, dass sie ebenso große Bauwerke wären wie die Pyramiden selbst.