Neue Wanderstrecke Genussweg führt zu Schwaikheims schönsten Orten

Zwischenstopp im Weingut Escher – einem von vier Selbstvermarktern auf dem Schwaikheimer Genussweg. Foto: Eva Herschmann

Der neue „Genussweg Schwaikheim“ ist am Sonntag offiziell eröffnet worden. Welche Attraktionen warten entlang des knapp fünf Kilometer langen Wegs?

Kleine, unscheinbare Schilder mit der Remstalschleife und der Buchstabenzahlenfolge „SH1“ weisen ab sofort den Weg zu großem Genuss. Am Sonntag wurde der neue „Genussweg Schwaikheim“ eröffnet.

 

Die knapp fünf Kilometer lange Strecke führt vom Bahnhof in Schwaikheim über den Kindergarten Ententeich zum Birkenhof, dem Weingut Escher, dem Weingut Maier sowie dem Obsthof Rommel und wieder zurück zum Bahnhof. Zur Eröffnung hatten die vier Schwaikheimer Selbstvermarkter ihre Türen geöffnet und bewirteten die zahlreichen Gäste, die sich vom Aprilwetter nicht hatten abschrecken lassen.

„Es gibt viele Wege zum Wandern bei uns, aber der Genussweg führt an den schönsten Orten vorbei und ist eine Bereicherung für Schwaikheim“, sagte Bürgermeisterin Astrid Loff beim ersten Stopp der „Kick-off-Veranstaltung“ im Birkenhof von Familie Betz. Allerdings würde sich die Verwaltungschefin wünschen, dass die Menschen auf dem Genussweg zu jeder Zeit etwas genießen können. An einem Tag im Jahr ist das jetzt zumindest gesichert, denn die vier Betriebe entlang der Route wollen einmal im Jahr, immer im April, an einem Sonntag öffnen.

Automaten mit Eigenprodukten wie beim Obsthof Rommel wären als ganzjährige Lösung denkbar. Foto: Eva Herschmann

„Der April bietet sich allein schon wegen der Blüte an“, sagt Christian Betz. Der Hausherr vom Birkenhof gehört zu denen, die den Genussweg mit angetrieben haben. „Schwaikheim bietet viel Naherholung, aber was wir können, kam bisher nicht richtig zur Geltung.“ Mit der Idee habe man überall offene Türen eingerannt. Auch bei den Verantwortlichen von Remstal Tourismus. „Die sind daran interessiert, dass sich Schwaikheim als äußerster Zipfel des Remstals präsentiert“, sagte Betz. Im Genussweg stecke eine Menge Potenzial, findet auch Christian Escher vom gleichnamigen Weingut. „Der Genussweg bietet nicht nur Wanderern einen Mehrwert, sondern ist eine coole Sache, um unsere Familienbetriebe zu zeigen.“

Das gilt natürlich – mit Ausnahme der jährlich fix geplanten Veranstaltung im April – an allen anderen Tagen nur während der Öffnungszeiten der Betriebe. Ansonsten bleibt das Genießen auf die schöne Landschaft beschränkt. Das würde Astrid Loff gerne ändern. „Vielleicht wären Automaten mit Eigenprodukten, wie sie der Obsthof Rommel hat, eine Lösung“, so Schwaikheims Bürgermeisterin. Sie hätten den ersten im Jahr 2020 während der Pandemie angeschafft, erzählte Jürgen Rommel. „Eigentlich hatten wir sie für unsere Äpfel gedacht. Mittlerweile haben wir zwei Automaten, die mit Gemüse- und Fruchtaufstrichen, Säften, Apfelchips und mehr gefüllt sind.“

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