Neue Züge auf der Gäubahn Im Stundentakt von Stuttgart nach Zürich

Minister Hermann (li.) und Bahnvorstand Huber freuen sich über die neue Zugtechnik auf der Gäubahnstrecke. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 8 Bilder
Minister Hermann (li.) und Bahnvorstand Huber freuen sich über die neue Zugtechnik auf der Gäubahnstrecke. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Am Hauptbahnhof wurde am Montag ein neuer Intercity als Doppelstockzug in Betrieb genommen. Die Züge fahren aber nur bis 2025 bis zum Hauptbahnhof. Danach soll in Stuttgart-Vaihingen vorerst Endstation sein.

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Stuttgart - Ein kurzer Countdown und schon heißt es für Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Berthold Huber, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, am Montagmittag an Gleis fünf des Stuttgarter Hauptbahnhofs: Wasser marsch. Die beiden taufen um kurz nach 15 Uhr den neuen Kiss-Doppelstock-IC der Bahn mit Wasser aus dem Neckar auf den Namen „Gäu“. Der Intercity-Zug des Herstellers Stadler aus der Schweiz soll künftig zwischen Stuttgart und Zürich unterwegs sein. „Das Besondere an diesen Zügen ist, dass sie mit dem Schweizer Zugsicherungssystem ausgestattet sind. Das hat früher zu Problemen geführt. So wird die Verbindung nun zuverlässiger. Und man kommt ohne Umsteigen nach Zürich“, so Huber. Auch Minister Hermann betonte, wie wichtig die neuen Züge für die Gäubahn und diese wiederum für den Deutschland-Takt seien.

Mehr Komfort für die Zuggäste

Neben den technischen Details bedeute der neue Intercity auch einen deutlichen Zugewinn für den Komfort der Fahrgäste: „Wir haben vier Reisecafés und Service am Platz in allen Klassen, außerdem wurden mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben verbaut“, so Huber weiter. Erleben können die Passagiere diesen Komfort auf der Strecke von Stuttgart nach Zürich aber erst ab Dezember 2022. Dann sollen die Intercity-Züge auf der Gäubahn im Stundentakt unterwegs sein.

Kritik an vorzeitigem Halt in Vaihingen

Zum Hauptbahnhof geht es aber nur bis 2025. Danach wird der Endhalt für die Gäubahn wegen Bauarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm erst einmal in Stuttgart-Vaihingen sein, bestätigt Jörg Hamann, Leiter Kommunikation Bahnprojekt Stuttgart–Ulm bei der Deutschen Bahn. Ein Umstand, mit dem nicht alle einverstanden sind. So betont der Ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung am Montag, dass eine im Rahmen von Stuttgart 21 geplante Unterbrechung der Verbindung für die Fahrgäste der Gäubahn nicht akzeptabel sei. Hamann hingegen verweist auf Gutachten, die belegten, dass ein Halt in Vaihingen tragbar sei und vielen Gäubahn-Passagieren auch Vorteile biete.




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