Neue Züge Die Bahn hat mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen

Neue Züge braucht die Bahn... Foto: dpa
Neue Züge braucht die Bahn... Foto: dpa

Für den nahenden Winter benötigt die Bahn neue Züge - es kommt zu Engpässen.

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Berlin - Die Bahn muss in ihren Wintervorbereitungen mit andauernden Lieferschwierigkeiten bei dringend benötigten neuen Zügen zurechtkommen. Bis Jahresende sollen nun 26 der lange überfälligen Regionalzüge vom Typ „Talent 2“ für den Betrieb oder Schulungen aufs Gleis gebracht werden. Das teilte das Bundesverkehrsministerium nach einer aktuellen Bestandsaufnahme mit Bahn und Fahrzeugindustrie am Donnerstag in Berlin mit. Ursprünglich war angestrebt worden, dass zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 60 Züge regulär einsetzbar sind.

Auch bei ICE-3-Zügen kommt es zu Verzögerungen

Auch bei 16 bestellten ICE-3-Zügen gibt es weiterhin Verzögerungen. Die Bahn braucht die neuen Züge, da sie vor allem im Winter bei Eis und Schnee knappe Reserven hat, wenn mehr Fahrzeuge mit Störungen ausfallen. Der bundeseigene Konzern hatte erst kürzlich auf erneute Technikprobleme bei den „Talent-2-“Zügen hingewiesen, von denen bis Jahresende eigentlich schon 178 in der Flotte sein sollten. In die schwierige Frage hat sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) eingeschaltet, der Fortschritte regelmäßig überprüfen will. Für Februar und April wurden weitere Bestandsaufnahmen angekündigt.

Die ersten ICE 3 sollten schon im Herbst kommen

Die ersten „Talent 2“ von Bombardier Transportation sollen in Nürnberg und bei der Moselbahn eingesetzt werden. „Für den weiteren Auslieferungsprozess liegen abgestimmte Termin- und Lieferpläne vor“, hieß es. Ein Bombardier-Sprecher begrüßte das als „großen Schritt in die richtige Richtung“. Die Bahn pocht allerdings darauf, dass für inzwischen zugelassene Modelle „Nebenbestimmungen“ aufgehoben werden müssten. Wegen Fehlermeldungen im Bordcomputer müssen dort vorerst zwei Lokführer mitfahren. Die ersten neuen ICE 3 von Siemens sollten eigentlich schon in diesem Herbst kommen. Nun wurde festgestellt, dass dies bis Ende 2012 für acht bis zehn Hochgeschwindigkeitszüge realistisch ist.

Siemens teilte mit, es sei das Ziel, die Folgen der verspäteten Auslieferung in Deutschland zu begrenzen. In Bahnkreisen hieß es, die erneuten Verzögerungen seien nicht nachvollziehbar. Nach dpa-Informationen droht sich die vollständige Auslieferung der Züge, die auch in Nachbarstaaten fahren sollen, von 2012 auf 2014 zu verzögern.

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