Wenn viele Menschen in einem Club Party machen, kann schon mal etwas verloren gehen. Das bekommen auch die Betreiber des Clubs „Alte Rösterei“ in Ludwigsburg zu spüren. „Lasst gerne eure ‚Waffen’ daheim. Auf manche Sachen können wir einfach verzichten beim Aufräumen“, schreiben sie in ihrer Instagram-Story mit einem lachenden Smiley – dazu das Foto eines Dildos.
Das ist aber bei Weitem nicht das Einzige, was in den knapp zweieinhalb Monaten seit Bestehen des Clubs im Franck-Areal gefunden wurde. „Wir erleben alle möglichen Kuriositäten. Die Klassiker sind Ohrringe, Ketten und Ringe, die fast jedes Wochenende liegenbleiben. Auch jede Menge Bankkarten und Schlüssel“, erzählt Florian Lutz. Die Menge an Fundgegenständen zeigt aber eben auch: Es läuft bislang ganz gut.
Volles Haus bei 90er-, 2000er- und Malle-Partys
„Wir sind über unseren Erwartungen. Das Feedback ist sehr positiv. Wir sind wirklich sehr glücklich“, erklärt Lutz, der den Club zusammen mit seinen Freunden Nils Vrabac und Marcel Stahl aufgebaut hat. Seit Anfang Oktober hatte die Alte Rösterei jedes Wochenende geöffnet – mit unterschiedlichen Musikrichtungen.
„Wir haben jetzt herausgefunden, welche Richtungen gut laufen und welche weniger gut und werden unser Programm dementsprechend anpassen“, meint Lutz. Überraschenderweise seien es bislang vor allem die 90er- und 2000er- sowie Malle-Partys gewesen, bei denen es „brechend voll“ war. Rock und Techno kam dagegen nicht so gut an.
Hochbetrieb an Weihnachten, geschlossen an Silvester
Im neuen Jahr wollen Lutz, Vrabac und Stahl nun austesten, ob Rock und Techno an Samstagen besser läuft, die traditionell besuchsstärker sind als Freitage. Unabhängig vom Tag war das Publikum bislang bunt gemischt. „Da ist wirklich alles dabei: Das geht von ganz jung bis 70 und manchmal sogar drüber“, sagt Lutz.
An den Weihnachtsfeiertagen wird in der Alten Rösterei nochmal Hochbetrieb herrschen: Sowohl am 24. als auch am 25. und 26. Dezember hat der Club geöffnet, an allen drei Abenden wird es einen Musikmix geben. Danach verabschiedet sich die Alte Rösterei erst einmal in den Betriebsurlaub: Erst ab dem 16. Januar ist wieder geöffnet.
An Silvester wird es dementsprechend auch keine Party geben. Das hänge vor allem damit zusammen, dass sein Team nach dem „Weihnachtsmarathon“ eine Pause benötige, erklärt Lutz. „An Silvester möchte verständlicherweise jeder frei haben. Das ist der Hauptgrund. Und Silvester-Partys können manchmal schwierig sein.“ Das Klientel sei da „sehr partyfreudig“.