Neuer Job für Stefan Mappus Mappus kehrt nach Pforzheim zurück
Überraschende Wende in der Karriere von Stefan Mappus: nach Jahren im Vorstand einer IT-Firma wird er Berater der Stadtwerke Pforzheim – und trifft dort nicht nur auf seine Ehefrau.
Überraschende Wende in der Karriere von Stefan Mappus: nach Jahren im Vorstand einer IT-Firma wird er Berater der Stadtwerke Pforzheim – und trifft dort nicht nur auf seine Ehefrau.
Karrierewege kreuzen sich manchmal auf wundersame Weise. Vor Jahren, als Stefan Mappus noch Ministerpräsident war, hatte er einen Personenschützer namens Peter Boch. Später wurde der Polizeibeamte Bürgermeister, heute ist er Oberbürgermeister in Mappus’ Heimatstadt Pforzheim. Nun begibt sich der Ex-Premier auch beruflich unter die Fittiche seines einstigen Bewachers. Er heuert bei einem Unternehmen an, das vom OB als Chefaufseher kontrolliert wird: den Stadtwerken Pforzheim, kurz SWP.
Mit der Verpflichtung als SWP-Berater nimmt die Karriere des Pforzheimers jenseits der Politik eine neue, überraschende Wendung. Nach der Abwahl war Mappus beim Pharmakonzern Merck gelandet, der ihn als Landeschef nach Brasilien schicken wollte. Als sich das zerschlug, kam er beim IT-Dienstleister PM One nahe München unter; dort rückte er bald in den Vorstand auf. Obwohl schon für eine neue Aufgabe von dannen gezogen, wurde er kurzfristig zurückgeholt – und nun, wie angeblich schon länger geplant, endgültig verabschiedet. Er habe den Erfolgskurs der Firma maßgeblich mitgeprägt, rief man ihm nach.
Nun also soll der 56-jährige Diplom-Ökonom den Erfolg der Stadtwerke Pforzheim befördern. Er werde die Geschäftsleitung besonders bei der kommunalen Wärme- und Trinkwasserversorgung unterstützen, hieß es. Nicht nur in Pforzheim, in der gesamten Region sei er „bestens vernetzt“, rühmte ihn der SWP-Chef. Ihm liege „seit jeher sehr viel an einer starken Region“, erwiderte Mappus mit „großer Vorfreude“ auf die neue Aufgabe. Bei den Stadtwerken kreuzt sein Karriereweg neben dem Bochs übrigens noch einen weiteren: Seine Ehefrau Susanne Verweyen-Mappus arbeitet bereits seit Jahren für den Versorger, zuständig für Innovations- und Kommunikationsmanagement.