Jurica Vranjes über den VfB-Neuzugang „Borna Sosa wird ein bisschen brauchen“

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Ex-VfB-Profi Jurica Vranjes ist Kroate und beglückwünscht seinen einstigen Club zur sich anbahnenden Verpflichtung seines Landsmanns Borna Sosa: „Er ist ein Riesentalent, wird aber noch ein bisschen brauchen.“

Der 20 Jahre junge Borna Sosa aus Zagreb (in Blau) soll die linke Abwehrseite des VfB beleben. Foto: AFP
Der 20 Jahre junge Borna Sosa aus Zagreb (in Blau) soll die linke Abwehrseite des VfB beleben. Foto: AFP

Stuttgart - Jurica Vranjes absolvierte von 2003 bis 2005 im Mittelfeld des VfB Stuttgart 39 Bundesligapartien. Als Kenner des kroatischen Fußballs und 26-maliger Nationalspieler des Landes beglückwünscht der 38-Jährige, der inzwischen als Spielerberater arbeitet, seinen ehemaligen Verein zur sich abzeichnenden Verpflichtung von Borna Sosa.

Jurica Vranjes lobt Borna Sosa

„Er ist ein sehr großes Talent“, sagt Vranjes über den 20 Jahre jungen Linksverteidiger von Dinamo Zagreb: „Allerdings wird er noch ein bisschen brauchen, um sich an die Bundesliga zu gewöhnen.“ Schließlich gäbe es einen großen Unterschied zwischen den Spielen in der ersten kroatischen Liga, wo Dinamo klar auf Meisterkurs ist, und der deutschen Bundesliga. „Er wird körperlich bestimmt ein Jahr brauchen, um sein Spiel komplett anzupassen“, sagt Vranjes, der Berater von Ex-VfB-Spieler Josip Brekalo (jetzt Wolfsburg), der ein Freund von Borna Sosa ist.

Der Kroate muss auch taktisch dazulernen

Auch taktisch müsse der junge Sosa, der in Kroatien wie Brekalo zu den Aushängeschildern der goldenen Fußballer-Generation des Jahrgangs 1998 gehört, noch einiges lernen. „Bei Dinamo hält sich Borna zu 90 Prozent des Spiels in der gegnerischen Hälfte auf, weil der Club so dominant ist“, sagt Vranjes: „In Deutschland muss er die Wege nach vorne und nach hinten gehen. Das braucht ein wenig Zeit, um alles zu verinnerlichen. Die Zeit wird zeigen, ob er die großen Erwartungen, die der VfB in ihn setzt, erfüllen kann.“

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Vor diesem Hintergrund sind die kolportierten acht Millionen Euro, die die Stuttgarter nach Zagreb überweisen, viel Geld. „Man spekuliert beim VfB natürlich auch damit, ihn in ein paar Jahren für das Drei- bis Vierfache verkaufen zu können“, sagt Vranjes, der hofft, dass man seinem jungen Landsmann beim VfB die nötige Zeit gibt, um sich einzuleben. „Der Junge ist ein starker Spieler, aber seine Entwicklung ist noch nicht komplett abgeschlossen“, sagt Vranjes.

Beim VfB sieht man das offensichtlich ähnlich. Daher hat man Maximiliano Insua, dem Bruder und Berater des etablierten Linksverteidigers Emiliano Insua, jetzt ein neues Angebot vorgelegt. Der Plan: Mit Insua an der Seite hätte das Talent Borna Sosa, der einen Vierjahresvertrag unterschreiben soll, mehr Zeit, um sich an die raue Bundesligaluft zu gewöhnen.

VfB Stuttgart - Bundesliga

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