Neuer Name gesucht Die Firma, die man als Facebook kannte
Fakebook oder Facepalm kommen wohl nicht in Frage: Wie auf Facebook über einen neuen Namen für den US-Konzern diskutiert wird.
Fakebook oder Facepalm kommen wohl nicht in Frage: Wie auf Facebook über einen neuen Namen für den US-Konzern diskutiert wird.
Stuttgart - Eine unbestätigte Meldung und Tausende von Kommentaren in wenigen Stunden: Wie auf Facebook gestern Facebook-Nutzer diskutierten, dass der Facebook-Konzern nicht mehr Facebook heißen will, ist ein Paradebeispiel dafür, wie Facebook funktioniert. Und andere soziale Netzwerke wie Instagram und Whatsapp, die zu Facebook gehören, oder Twitter und Telegram, die in Konkurrenz dazu stehen, natürlich auch. Schade aber: ein geeigneter neuer Name fiel auf Anhieb niemandem ein.
Social Profiling Inc., Fakebook und Facepalm (das Emoji, das sich die Hand vors Gesicht schlägt) scheiden aus nahe liegenden Gründen aus. The Circle nach dem Vorbild des dystopischen Romans von Dave Eggers kommt genauso wenig in Frage wie The Social Network nach dem von Facebook-Chef Mark Zuckerberg ungeliebten Film über seinen Aufstieg. Zumal „Zuck“ laut dem Bericht des Technikportals „The Verge“ mit der Namensänderung vor allem zeigen will, dass die Firma nach, nun ja, Höherem strebt. Facebook soll dabei nur noch eines der Rädchen im Getriebe sein.
Die neue Marke für den Mutterkonzern, so der Bericht, soll den Blick in Richtung „Metaverse“ lenken, also hin zu dem Projekt, mit dem Facebook eine Plattform für Begegnungen in virtuellen Welten schaffen will. Dass der Chef damit in Sphären jenseits der viel kritisierten Datensammelei und Fake-News-Verbreitung vorstoßen könnte, dürfte nicht ungelegen kommen. Ob die Distanzierung klappt und der neue Name sich durchsetzt, ist aber nicht ausgemacht. Wer weiß noch auf Anhieb, wie der Google-Konzern heute offiziell heißt? Die Firma, die man bisher als Facebook kannte, verhielt sich gestern jedenfalls - wie meistens – gegensätzlich zu ihren Nutzern und ließ nur wissen: kein Kommentar.