Neuer Roman von Ilija Trojanow „Doppelte Spur“ führt zu Trump und Putin

Der Roman „Doppelte Spur“ erzählt zwar eine fiktive Whistleblower-Geschichte, die Spur führt aber trotzdem zu Trump und Putin. Foto: imago/Itar-Tass, Zuma
Der Roman „Doppelte Spur“ erzählt zwar eine fiktive Whistleblower-Geschichte, die Spur führt aber trotzdem zu Trump und Putin. Foto: imago/Itar-Tass, Zuma

Ilija Trojanow hat einen neuen Roman geschrieben: In „Doppelte Spur“ geht es um geheime Dokumente und um die Machenschaften zweier Staatspräsidenten. Doch dahinter steckt noch eine andere Frage: Wem können wir im Netz eigentlich noch glauben?

Kultur: Tim Schleider (schl)

Stuttgart - Mindestens eines hat der Held des neuen ­Romans von Ilija Trojanow, ein international agierender investigativer Journalist, dem Autor dieses Artikels, dem Angestellten einer deutschen Zeitungsredaktion, unbedingt voraus: Er darf auf seinem Rechner sorglos E-Mails öffnen, die unsereins laut verlagsinterner Sicherheitsdirektive nach Sichtung der Absenderzeile („eine lange Zahlenreihe“), der Signatur („ein Konsonant, gefolgt von einem Ausrufezeichen“) umgehend zu löschen hätte. Und dann noch diese Textvorschau! „Die Wissenschaft ­sammelt schneller Wissen, als die Gesellschaft Weisheit. Wenn Sie etwas dagegen unternehmen wollen, antworten Sie, indem Sie ,Isa‘ in die Betreffzeile schreiben.“ Dahinter kann sich doch nur ein schrecklicher Computervirus verbergen.

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