Neuer Skatepark in Donzdorf Mitgeplant, mitgebaut und mitverantwortlich

Das Board hat  Pause, solange die Jugendlichen den neuen Skatepark  aufbauen. Foto: Rudel
Das Board hat Pause, solange die Jugendlichen den neuen Skatepark aufbauen. Foto: Rudel

In der Donzdorfer Öschstraße gibt es einen neuen Skatepark, der bei den Nutzern keine Wünsche offen lässt. Das Projekt wurde von den Jugendlichen in Kooperation mit der Stadt geplant, aufgebaut und künftig auch mitverantwortet.

Region: Andreas Pflüger (eas)
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Donzdorf - Anstatt einer in die Jahre gekommenen und reichlich ramponierten Miniramp haben sie jetzt einen Skatepark: mit Rail, Bank, Curbcut, Quarterpipe und einer neuen Halbröhre. Die jungen Skater in Donzdorf sind noch immer ein wenig geschafft, vom dreitätigen Aufbau „ihrer“ Anlage, aber auch hochzufrieden. Für ihr Freizeitvergnügen an der Öschstraße haben sie jetzt ideale Bedingungen – und nicht zuletzt einen wesentlichen Teil dazu beigetragen.

Vor zwei Jahren haben die Jugendlichen eine E-Mail an die Stadtverwaltung geschrieben, mit dem Angebot, gemeinsam darüber nachzudenken, wie die vorhandene Einrichtung aufgemöbelt werden könne. Bei Bürgermeister Martin Stölzle stießen sie gerade deshalb auf offene Ohren, weil sie, wie er sagt, „nicht nur etwas gefordert haben, sondern auch mitarbeiten wollten“. Gesagt, getan: die Skater schlugen die Passauer Firma IOU Ramps als Lieferanten vor, da diese die Nutzer von Anfang an in die Planungen einbindet. Und sie überzeugten den Gemeinderat, der für das Projekt immerhin 32 000 Euro bewilligte, indem sie wie selbstverständlich zusagten, beim Aufbau mit anzupacken.

Am vergangenen Wochenende war es dann so weit. Gemeinsam mit Andreas Schützenberger, dem Chef von IOU Ramps, sägten, schraubten und zimmerten knapp zwei Dutzend junge Leute im Alter zwischen zehn und 18 Jahren die Gerätschaften für den neuen Skatepark zusammen, der auch mit Inlinern, BMX-Rädern und Scootern befahren werden kann. Für Schützenberger hat sich das angewendete Konzept bewährt: „Wer mitmischen kann, identifiziert sich mit dem, was er tut und fühlt sich mitverantwortlich.“

Und deshalb wollen es die Jugendlichen auch künftig nicht bei der Aufforderung an die Stadt belassen, dass diese doch nun etwas machen solle. „Wir haben bereits besprochen, dass wir die Benutzungsordnung für den neuen Skatepark gemeinsam ausarbeiten wollen“, erklärt der ebenfalls hochzufriedene Rathauschef Stölzle.




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