Bei japanischem Streetfood denken die meisten sofort an Ramen. Gute Anlaufstellen für die japanische Nudelsuppe gibt es in Stuttgart mittlerweile genug. Ein neuer Spot im Foodcorner im Königsbau widmet sich einem im Kessel bisher noch nicht ganz so bekannten Streetfood aus Japan: Takoyaki und Taiyaki.
Beliebtes Streetfood aus Japan nun in Stuttgart
Was ist das überhaupt? „Takoyaki ist ein Streetfood, das in Japan in der Nachkriegszeit erfunden wurde. Dort ist es eine der beliebtesten Streetfood-Spezialitäten“, sagt der Geschäftsführer des neu eröffneten Takomalu, Ryo Okabe. „In der klassischen Variante sind es Weizenbällchen mit Oktopusstückchen.“ Die werden dann in einer speziellen Form, die ihnen ihre typisch runde Form gibt, in Fett ausgebacken. „Die Bällchen werden dann mit einer süß-würzigen Soße übergossen und mit Bonito-Flocken, japanischer Mayonnaise und Seetangflocken getoppt.“ Wer die eingedeutschte Version haben möchte, bestellt sie mit Käse-Topping.
Aktuell gibt es beim Takomalu-Stand nur die klassischen Takoyaki mit Oktopus, Ende des Monats wird jedoch auch eine vegane Variante des japanischen Streetfoods auf der Karte stehen. „Die werden dann ohne Ei und statt mit Oktopus, mit Tofu hergestellt“, erklärt Ryo. Der gebürtige Berliner hat selbst knapp 30 Jahre lang in Japan gelebt und gearbeitet und wohnt seit sieben Jahren im Kessel. Eigentlich ist er Geschäftsführer bei Svenson Europe, einem Unternehmen für Haarsysteme mit Konzern-Hauptsitz in Tokio und Zweigstelle in Stuttgart. Auf der Suche nach neuen Geschäftszweigen kam man auf die Idee, es mit einem Takoyaki-Spot zu versuchen. „Wir wollten etwas ganz Neues starten, das Deutschland und Japan verbindet“, erklärt Ryo, „egal in welcher Branche.“ Und da der Berliner auch langjährige Berufserfahrung in der Lebensmittelbranche mitbringt und „Takoyaki in Deutschland noch nicht so bekannt ist“ wie er sagt, hat man eins und eins zusammengezählt.
Neben den japanischen Oktopus-Bällchen gibt es im neuen Takomalu auch Taiyaki. Das ist eine Art Waffel, die traditionellerweise mit Anko (einer roten Bohnenpaste) gefüllt wird und in Fisch-Form daherkommt. In Stuttgart gibt es das Fischchen aber auch mit Puddingcreme sowie mit Würstchen und Käse. Very German. Was nicht very German ist, sind erfreulicherweise die Getränke. Neben japanischem Kirin-Bier gibt es auch japanische Limonaden. Kleiner Tipp, bevor man sich bei deren Öffnen blöd anstellt: Die Ramune Limo ist mit einer Glaskugel geschlossen und kommt mit eigenem Öffner daher. Den muss man auf den blauen Deckel setzen und das obere Ventil eindrücken, sodass die verschließende Glaskugel ins Getränk ploppt.
Das neue Takomalu ist übrigens nicht Stuttgarts erster Takoyaki-Spot. Auch in anderen japanischen Restaurants wie Tokio Dining und Kurose, gibt es die Bällchen, wenngleich der Fokus dort auf anderen Speisen aus Japan steht.
Takomalu, Königsbau (Food Lounge), Königstr. 26, Stuttgart-Mitte, Mo-Sa 10-20 Uhr