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Neues Afrob-Album "Push" Hip Hop braucht ihn mehr denn je

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Afrob ist zurück: Fünf Jahre lang war es ruhig um den Stuttgarter Rapper, am Freitag veröffentlicht er sein fünftes Soloalbum „Push“. Und das Comeback kann sich hören lassen.

Afrob veröffentlicht nach fünf Jahren sein fünftes Soloalbum Push. In der Fotostrecke werfen wir einen Blick zurück auf seine bisherige Karriere. Foto: Promo/Shefkije Kuqi 5 Bilder
Afrob veröffentlicht nach fünf Jahren sein fünftes Soloalbum "Push". In der Fotostrecke werfen wir einen Blick zurück auf seine bisherige Karriere. Foto: Promo/Shefkije Kuqi

Afrob ist zurück: Fünf Jahre lang war es ruhig um den Stuttgarter Rapper, am Freitag veröffentlicht er sein fünftes Soloalbum „Push“. Und das Comeback kann sich hören lassen.

Stuttgart - „Ich schließe den Kreis. Hip Hop braucht mich mehr denn je, ohne Scheiß“: selbstbewusst eröffnet Afrob sein neues Album „Push“ mit dem Song „Immer weiter“. In der Tat können sich Liebhaber des deutschen Hip Hop darüber freuen, dass der Stuttgarter Wahlberliner nach fünf Jahren Pause, unterbrochen durch gelegentliche Feature-Auftritte, musikalisch weitermacht.

Zwar sucht man auf der neuen Platte, die unter anderem in Zusammenarbeit mit den Produzenten DJ Rocky, iamnobody, Rik Marvel und DJ Derezon entstanden ist, vergeblich einen Kracher im Stil seiner Hip-Hop-Hymne „Reimemonster“ (1999, aus dem Album „Rolle mit Hip Hop“). Insgesamt bieten die 16 Tracks auf „Push“ aber eine vielversprechende Mischung aus tanzbaren Songs mit satten Beats und eingängigen Hooks, elektronischen und Dancehall-Einflüssen sowie bekannten Feature-Artists (unter anderem Samy Deluxe, Max Herre, Megaloh).

Ob prollig („R. I. P.“ feat. Megaloh, „Fuß in der Tür“ feat. Der Stamm), nachdenklich („Wer bin ich“), politisch („Push“, „Lampedusa“ feat. Habesha) oder selbstironisch („Ruf deine Freunde an“ feat. Max Herre) – Afrobs einzigartiger Flow klingt immer noch fresh, auch wenn sich der 36-Jährige selbst im vorab veröffentlichten Free Track „Afrob kommt“ als „Old School, aber kein Scheiß von gestern“ bezeichnet.

Dass Afrob auch sieben Jahre nach seinem Umzug aus privaten Gründen nach Berlin an Stuttgart hängt, zeigt er auf „Push“. „Wenn ich an Stuttgart denk, kommen mir die Tränen. […] Noch immer kein Fuß in Berlin, der falsche Ort“, rappt er im Song "Wer bin ich". Vermutlich wird nicht nur er sich darüber freuen, auf seiner Tour zwei Mal Station in seiner alten Heimat zu machen: am 5. Juli bei den Hip Hop Open in Stuttgart und am 2. August beim KSK Music Open in Ludwigsburg zusammen mit seinem Kolchose-Kumpel Max Herre (das Konzert ist bereits ausverkauft).

Afrob, „Push“. Das Album erscheint am 30. Mai bei One Shotta Records (Soulfood).