Neues Besucherzentrum in Stuttgart Mehr Service an der Grabkapelle

Das ehemalige Priesterhaus wurde in ein Zentrum mit modernen Servicemöglichkeiten umgewandelt. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth 7 Bilder
Das ehemalige Priesterhaus wurde in ein Zentrum mit modernen Servicemöglichkeiten umgewandelt. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Aus dem Priesterhaus auf dem Württemberg für 2,4 Millionen Euro ein modernes Besucherzentrum gemacht. Dabei hat das Land auch erklärt, warum es ein besonderes Interesse am Erhalt der Gedenkstätte hat.

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Stuttgart - Nach etwas mehr als fünf Jahren Bauzeit ist das Besucherzentrum an der Grabkapelle auf dem Württemberg am Donnerstag in Betrieb genommen worden. In einer feierlichen Zeremonie durchschnitt Jörg Krauss ein rotes Band. Der Ministerialdirektor im Finanzministerium des Landes sieht „nun die Möglichkeit geboten, die Gäste auf dem Württemberg angemessen zu empfangen“. Die Schwierigkeit habe darin gelegen, sich beim Umbau des ehemaligen Priesterhauses einerseits „genau an die architektonischen Vorgaben von Salucci zu halten“, auf der anderen Seite ein Zentrum mit modernen Servicemöglichkeiten einzurichten.

Umbau hat länger gedauert als geplant

Der italienische Hofbaumeister Giovanni Salucci hatte das Priesterhaus 1820 unterhalb der ebenfalls von ihm gestalteten Grabkapelle im Stil einer toskanischen Villa errichtet. Zuletzt diente es lange als Verwaltergebäude. Für 2,4 Millionen Euro erfolgte von November 2011 an die Umgestaltung, wobei viel Originalsubstanz erhalten werden konnte, beispielsweise Deckenstuck, Wandverkleidungen oder Dielenböden. Im Obergeschoss ist wieder eine Verwalterwohnung, das Erdgeschoss dient als barrierefreie Eingangsstätte zur Grabkapelle mit Kasse, Shop, sanitären Anlagen und Informationsangeboten für Besucher. Auch das kleinere Ökonomiegebäude wurde saniert.

„Der Umbau hat deutlich länger gedauert als geplant. Aber das Ergebnis lohnt die Verzögerung. Wir haben jetzt einen erheblichen Zugewinn an Betreuungsqualität für unsere Gäste erreicht“, freut sich Michael Hörrmann. Der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten glaubt, dass diese Verbesserung auch zu einer Steigerung der Zahl an Besichtigungen führen wird. „Die Besucher verlassen den Ort mit mehr Eindrücken als bisher.“ Sie werden wiederkommen oder entsprechend Werbung in ihrem Umfeld machen.

Ort als Sinnbild für Schönheit des Landes

Warum sich das Land für den Erhalt der Gedenkstätte in exponierter Lage oberhalb des Neckartals so stark macht, erläuterte Jörg Krauss. „Dieser Ort ist ein Sinnbild für die Schönheit des Landes.“ Die Grabmalinschrift „Die Liebe höret nimmer auf“ sei für viele Paare Leitspruch geworden. Und auch aus „Anerkennung und Ehrfurcht vor der nachhaltigen Lebensleistung“ der hier begrabenen Katharina und ihres Gemahls König Wilhelm I. setzt sich das Land ein.




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