Neues E-Konzept in Ehningen Ehningen ermöglicht die E-Mobilität
Mit E-Schnellladesäulen und elektrischen Stadtrollern startet Ehningen durch.
Mit E-Schnellladesäulen und elektrischen Stadtrollern startet Ehningen durch.
Die Gemeinde Ehningen macht große Schritte in Richtung umweltfreundliche Mobilität. Zum einen darf der Energieversorger EnBW seine Schnellladesäulen am Sportzentrum Schalkwiese errichten, zum anderen kann die Firma Zeus ihre E-Roller auf dem Gemeindegebiet betreiben. Das wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstag beschlossen.
Bekanntlich sind die per App ausleihbaren E-Roller in manchen Kommunen durchaus umstritten. Nicht alle Bürger freuen sich über die Gefährte, die hin und wieder wild auf Gehwegen oder Straßen abgestellt werden und Fußgänger oder Radfahrer behindern. Speziell für den Anbieter Zeus haben sich die Zuständigen des Ehninger Rathauses in Weil der Stadt sowie in Renningen umgehört. Dort wurde die Zusammenarbeit positiv bewertet, heißt es in einem Papier der Ehninger Verwaltung. Besonders wurde die schnelle Reaktionszeit des Unternehmens gelobt, wenn es Beschwerden gab.
Zeus-Scooters wirbt vor allem damit, dreirädrige Roller anzubieten. Wegen der beiden vorderen Räder fallen die Roller nicht so leicht um und liegen quer auf dem Gehweg. Besonders gegen das häufig beklagte falsche Parken von Rollern hat die Firma drei Sicherungsstufen eingebaut: Wer den Roller abstellt, muss ein Foto machen und an die Firma schicken zum Beweis, dass das Gefährt auch vorschriftsmäßig am Straßenrand steht. Ist das nicht der Fall, unternimmt das Unternehmen drei Schritte: Ist der Roller einmal falsch geparkt, wird der Kunde ermahnt, im zweiten Schritt muss er ein Bußgeld von 30 Euro zahlen, im dritten Schritt wird der Kunde gesperrt.
Auch für die elektrischen Vierräder ebnet Ehingen den Weg. 20 Parkplätze am Sportzentrum Schalkwiese an der Hildrizhausener Straße will die Gemeinde dem Energieversorger EnBW zur Verfügung stellen, damit dort E-Autos geladen werden können. Diese Schnellladesäulen laden mit 300 Kilowatt, womit sich die Ladezeit von durchschnittlich vier Stunden auf etwa eine halbe Stunde verkürzt. Ehningen setzt am Standort Schalkwiese besonders auf drei Faktoren: die Nähe zur Autobahn, die Nähe zu IBM und natürlich die Nähe zur Sporthalle. Insbesondere diejenigen Ehninger, die keinen Hausanschluss hätten, wären damit optimal versorgt, findet die Stadtverwaltung. In der Beschlussvorlage heißt es: „Ehningen wäre dadurch optimal mit E-Ladeinfrastruktur für die Zukunft aufgestellt.“