Die Metzgerei Hörz aus Bernhausen will sich mit einem neuen Veranstaltungskonzept platzieren. Am 30. Januar startet der Butchers Club. Was ist geplant?

Die Deko ist fertig, die Stehtische und die historischen Möbel von anno dazumal sind aufgestellt, die Lichterketten hängen. Die Party kann steigen in der Metzgerei Hörz. Am 30. Januar findet der allererste Butchers Club statt, eine After-Work-Party in der ehemaligen Wurstküche des Bernhäuser Traditionsbetriebs.

 

Auf die Idee dazu gekommen ist Mailin Bohnet, die 28-jährige Tochter des Inhaberpaares. Sie ist Event- und Hochzeitsplanerin – und wollte etwas Neues für die Menschen vor Ort schaffen. „Ich liebe Dorffeste, fand es aber immer schade, wenn ich sie verpasst habe, weil ich am Wochenende arbeiten musste“, sagt sie. Freunde treffen, gemeinsam etwas trinken und eine gute Zeit haben, das möge sie gern. „Meistens geht man schon nach Stuttgart runter, weil es hier keine Optionen gibt“, sagt sie. Mit dem Butchers Club soll sich das nun ändern. „Wir wollen einen Ort schaffen, wo man sich ungezwungen nach der Arbeit treffen kann“, erklärt sie.

Die Metzgerei Hörz gibt es seit 1934. Mailin Bohnets Eltern Herbert Hörz und Andrea Bohnet führen die Metzgerei inklusive Party- und Cateringservice in der dritten Generation. Früher war an der Stelle das Gasthaus zum Bären mit Metzgerei, gegründet von Mailin Bohnets Uropa. „Jetzt schließt sich für mich der Kreis“, sagt sie. Mit dem Butchers Club halte die Geselligkeit nun wieder Einzug ins denkmalgeschützte Gebäude an der Aicher Straße. Sie spricht von einem „Full-Circle-Moment“. Das Angebot richtet sich explizit an Gäste allen Alters und funktioniere ganz ohne Reservierungen oder Eintritt.

After-Work-Premiere in Filderstadt

Los geht es am 30. Januar um 16.30 Uhr, gegen später bis 22 Uhr soll laut Mailin Bohnet auch ein DJ auflegen. „Es soll kein Club werden“, betont sie. Angedacht sei vielmehr ein lockerer Treff bei kühlen Drinks, Snacks und Hintergrundmusik. „Mein Papa wird in der Küche sein“, sagt sie. Im Angebot haben werde man aber nicht nur Fleisch und Wurst, sondern auch vegetarische Speisen. Die Resonanz vorab sei positiv. „Viele Leute haben Interesse angemeldet“, sagt Mailin Bohnet. Und sollte die Butchers-Club-Premiere gut laufen, soll es künftig immer am letzten Freitag im Monat zum After-Work in die Wurstküche gehen. Auch Veranstaltungen zur Fußball-WM kann sie sich vorstellen. „Wenn die Gäste es annehmen, kann das noch wachsen.“