Neues Hallenbad in Leinfelden Gigantische Grube ausgehoben – Das ist der Stand bei den Bauarbeiten

Die Baugrube für das neue Bad ist immens. Foto: /Philipp Braitinger

Die Baugrube für das neue Gartenhallenbad in Leinfelden ist ausgehoben. Von 2027 an sollen die Gäste das Bad nutzen können, trotz kleiner Verzögerungen.

Es sind beeindruckende Dimensionen: Wer in diesen Tagen die Roher Straße in Leinfelden entlanggeht und auf das Grundstück des örtlichen Hallenbades blickt, wird ein gigantisches Loch sehen. „Es ist eine riesengroße Baugrube“, sagte die Hochbauamtsleiterin Tanja Arnold während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses von Leinfelden-Echterdingen.

 

Bislang lägen die Bauarbeiten fast im Zeitplan. Lediglich krankheitsbedingte Ausfälle bei einer Baufirma, ungenaue Pläne zum Verlauf von Gasleitungen und Grundwasser hätten dazu geführt, dass einige Arbeiten länger als vermutet gedauert hätten. Immer wieder habe das Wasser aus der Baugrube entfernt werden müssen. „Der Grundwasserpegel ist sehr hoch“, sagte Arnold. Auf die Kosten von 38,8 Millionen Euro soll das aber keine Auswirkungen haben.

Das alte, im Jahr 1965 eröffnete Hallenbad war in die Jahre gekommen und als nicht mehr sanierungsfähig erachtet worden. Ende 2023 wurde das Bad für den Publikumsverkehr geschlossen. Mitte Juli wurde die Bodenplatte des alten Hallenbades abgebrochen, Anfang September begannen die Geothermiebohrungen. Die Geothermie wird Teil einer neuen Heizungsanlage für das Hallenbad, die benachbarte Ludwig-Uhland-Schule, die Filderhalle und angrenzende Wohngebiete sein. Allerdings wird die Wärme nicht ausschließlich aus Geothermie gewonnen werden. Auch Wärmepumpen und Gas sollen genutzt werden.

Geplant hat das neue Hallenbad das Büro Leupold Brown Goldbach Architekten. Die Pläne sehen vor, eine große Schwimmhalle zu bauen, die aber in zwei Bereiche aufgeteilt werden kann. So können Schul- oder Vereinsschwimmen und der Besuch der Öffentlichkeit parallel stattfinden. Gleichzeitig soll für den Betrieb nur eine Badeaufsicht nötig sein, die beide Bereiche überwachen kann.

Flacher Übergang in den Stadtgarten

Die Hanglage des Grundstücks ermöglicht es, das Gebäude von der Straße aus recht flach erscheinen zu lassen. Zum Stadtgarten hin geht es aber viele Meter nach unten. In den Stadtgarten soll es einen flachen Übergang geben. In einem Freibereich sollen einmal Aktivitäten wie Tischtennis, Federball oder Frisbee möglich sein – aber man soll sich dort auch einfach ausruhen oder sonnen können.

Neu gestaltet wird auch der Außenbereich vor dem Hallenbad zur Straße hin. Dort sollen Holzbänke aufgestellt und neue Bäume gepflanzt werden. Ein besonderes Gestaltungselement sollen Lichtdurchlässe im Boden werden, die mit einem Wasserspiel für einen besonderen Effekt in den Umkleiden sorgen könnten. Die Umkleiden sollen sich einmal unter dem noch zu bauenden Vorplatz befinden. Mit der Gestaltung der Außenanlagen soll Anfang 2026 begonnen werden.

Wenn alles glatt läuft, wird das neue Gartenhallenbad Anfang 2027 wieder öffnen. Bis in den Sommer 2027 hinein werden sich die Arbeiten zur Neugestaltung des benachbarten Stadtgartens ziehen.

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