Neues Hotel in Waiblingen eröffnet am 10. September Großprojekt vor der Vollendung

Das Ende der Baustelle:  in der Waiblinger Fronackerstraße ist das   Großprojekt Hotel mit Garage und Supermarkt fertiggestellt. Foto: Frank Eppler
Das Ende der Baustelle: in der Waiblinger Fronackerstraße ist das Großprojekt Hotel mit Garage und Supermarkt fertiggestellt. Foto: Frank Eppler

Wo über Jahre ein Parkplatz in bester Innenstadtlage von Waiblingen war, steht nun das neue Geschäftshaus der Volksbank Stuttgart. Das darin untergebrachte Hotel eröffnet in wenigen Tagen.

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Waiblingen - Neun Tage bleiben noch Zeit, dann geht es los. „Am 10. September ist unser Soft Opening, dann gehen hier die Türen auf“, benennt Uwe Aschke den Termin, an dem Gäste frühestens ein Zimmer im neuen Holiday Inn Express in Waiblingen buchen können. Aschke und seine Frau Ellen haben als Geschäftsführer von Sierra Hotel Management den Hotelneubau gemietet, den die Volksbank Stuttgart seit Beginn des Jahres 2016 neben ihrer Regionaldirektion auf einem ehemaligen Parkplatz in der Waiblinger Fronackerstraße hat errichten lassen.

Ein Bauprojekt in bester Lage hat einige Herausforderungen für die Planer und eine Großbaustelle mit einer 60 Meter langen und 35 Meter breiten Baugrube mit sich gebracht. Denn neben einem Hotel sind in dem neuen Geschäftshaus beim Postplatz auch ein Supermarkt, eine Bäckereifiliale sowie eine große Tiefgarage untergebracht.

Zielgruppe: Geschäftsleute und Freizeitreisende

Holiday Inn Express Stuttgart-Waiblingen, so lautet der Name des Nichtraucherhotels, das Waiblingen auf einen Schlag zusätzliche 118 Zimmer für Übernachtungsgäste beschert. Ein lang ersehntes Projekt – war doch Waiblingen in Sachen Hotelzimmer bislang eher in bescheidenem Ausmaß ausgestattet. „Unser Angebot zielt auf den kurzzeitigen Reisegast ab“, erklärt Uwe Aschke. Etwa drei bis vier Tage werde sich der typische Gast im neuen Hotel mit seinen dreieinhalb Sternen wohl einbuchen, schätzt er: „Wir setzen unter der Woche auf Geschäftsreisende und am Wochenende auf Freizeitgäste.“ Die erwarte ein Hotel, das „modern, voll klimatisiert und verdammt sicher“ auch in puncto Brandschutz sei. Insofern mache er sich keine Sorgen, was die Konkurrenz angehe.

Die schläft nicht mehr: nach jahrelangem Stillstand in Sachen Hotels hat die Waiblinger Alpenland Grundstücksgesellschaft vor kurzem bekannt gegeben, dass sie das alteingesessene Hotel Koch am Bahnhof gekauft hat. Nach der Gartenschau soll es einem Neubau mit rund 70 Betten und Restaurant weichen. Zudem entsteht derzeit über dem Restaurant Bachofer ein Boutique-Hotel mit acht Zimmern.

„Das Boutique-Hotel zielt auf eine ganz andere Klientel als wir ab“, sagt Alexander Pfizenmaier, der Hoteldirektor des Holiday Inn Express. Er hat zuletzt ein Hotel in Berlin geführt, kennt sich als gebürtiger Backnanger aber gut im Rems-Murr-Kreis aus und freut sich, wieder näher bei der Familie und Freunden zu sein. Was er da oben im Norden vermisst hat? „Die Berge“, sagt der 36-Jährige und lacht. Mit einer Mannschaft aus zwölf Mitarbeitern werde er für die Gäste da sein, die Nachtschicht und die Zimmerreinigung seien extern vergeben.

Der Kunde wünscht ein großes Bett

Um den Zielgruppen, die zum Teil von weit her anreisen, die Verortung des Hotels zu erleichtern, habe man den Namen Holiday Inn Express Stuttgart-Waiblingen gewählt, erläutert Uwe Aschke. Der Name sei auch deshalb angemessen, weil Stuttgart nur wenige Minuten mit der S-Bahn oder dem Auto entfernt liege.

Die 118 Zimmer im Neubau seien dem Trend folgend allesamt Doppelzimmer, erklärt Aschke: „Der Kunde will heute in einem großen Bett schlafen.“ Ob er das allein tut oder in Begleitung, hat keinen Einfluss auf den Preis. Der bleibe unverändert und liege zwischen 89 und 129 Euro, sagt Uwe Aschke. Das Frühstück, das Gäste im Foyer einnehmen können, sei darin enthalten. Ein Restaurant wird es im Hotel nicht geben – Geschäftsleute wie Freizeitgäste werden wohl den größten Teil des Tages auf Achse sein. Für Gäste, die auf Reisen Wert auf Fitness legen, gibt es einen Kardiofitnessraum. Auf der vierten Etage, in direkter Nachbarschaft zu zwei Tagungsräumen, kann man mit Blick auf den Turm der Michaelskirche den Puls in die Höhe treiben.




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