Neues Lokal in Sindelfingen Zu essen gibt’s, was Antonio schmeckt
Unweit des Breuningerlands gibt es ein neues italienisches Restaurant namens Da Vinci, das die Wirte mit viel Herz betreiben.
Unweit des Breuningerlands gibt es ein neues italienisches Restaurant namens Da Vinci, das die Wirte mit viel Herz betreiben.
Debora Marra kann es nicht so richtig glauben. Seit weniger als vier Wochen ist ihr neues Restaurant Da Vinci eröffnet, und schon gibt es eine Reservierung für eine Weihnachtsfeier und zwei für Hochzeiten. „Die Leute haben bei uns gegessen, es hat ihnen gefallen, und da haben sie direkt gebucht“, sagt sie und strahlt.
Dabei haben sie und ihr Partner Antonio di Primio ihr Lokal noch nicht einmal offiziell eröffnet. Mitte Juni hat das Paar mit einem Soft Opening begonnen, also einem stillen Start für all jene, die zufällig von dem neuen Italiener neben dem Breuningerland gehört haben. Zuvor hatte dort Gaetano Giglio das Milano betrieben, der vor Kurzem in den Sindelfinger Hirsch gewechselt hat.
Viele der Da-Vinci-Gäste sind Geschäftsleute aus dem umliegenden Gewerbegebiet. Die deutsch-italienischen Wirte möchten aber explizit für alle da sein. „Wir haben die Preise moderat gehalten, auch Familien sollen sich einen Besuch bei uns leisten können“, sagt Marra. „Das ist uns wichtig.“ Ob Rigatoni Bolognese oder gegrillte Fischplatte mit Tintenfisch, Wolfsbarsch und Riesengarnele, ob günstige oder edle Weine – für alle sei etwas dabei. Wer nur einen Aperitif trinken möchte, sei ebenfalls willkommen.
Anders als beim Vorgänger steht auch Pizza auf der Speisekarte, unterteilt nach klassisch und „speciali“. „Wir haben extra einen Pizzaofen eingebaut“, sagt Marra. Was allen Gerichten gemein sei: Antonio koche alles frisch und genau so, wie er es liebe. „Er kocht nur das, was er mag.“ Die Gerichte seien Antonio pur oder, anders gesagt, „Antonio auf dem Teller“.
Die Einrichtung haben die beiden weitestgehend belassen, wie sie war – „schick, aber nicht schickimicki“. Ihnen gefiel die goldfarbene Wand und die Decke, an der ein bedrucktes Tuch mit einem Gemälde aus der Sankt-Ignatius-Kirche in Rom leuchtet. Das habe sie auch zum Restaurantnamen inspiriert: da Vinci.
Was das italienische Restaurant besonders macht, sind die Wirte, die für ihre neue Aufgabe brennen. Beide haben italienische Wurzeln, beide stammen aus Region Molisa an der Adria. Kennengelernt haben sie sich allerdings erst in Deutschland – und vor allem in ganz anderem Kontext: Antonio di Primio war Mandant in jenem Steuerbüro, in dem Debora Marra angestellt war. „Dann hat es gefunkt“, sagt sie und lacht.
Für sie ist es neu, in die Gastronomie einzusteigen, er hat nie etwas anderes gemacht. Mit 14 Jahren kam Antonio di Primio in den Sommerferien nach Göttingen, um bei seinem Cousin im Restaurant zu jobben. „Als Tellerwäscher“, sagt er. Eigentlich wollte er nur ein paar Wochen bleiben, doch daraus wurden Monate, dann Jahre, inzwischen fast ein ganzes Leben. Di Primio arbeitete sich hoch zur Küchenhilfe und schließlich zum Koch. 2001 zog er nach Böblingen, weil er hier Freunde hatte, 2012 eröffnete er in Stuttgart-Vaihingen sein erstes Restaurant, das er bis heute führt: La Bruschetta.
Es war der Wunsch es Paares, gemeinsam ein zweites Lokal zu eröffnen. Dass sie den Zuschlag zu den Räumen an der Mahdentalstraße 100 bekommen haben, freut sie ungemein, weil es genau das ist, was sie gesucht hatten. Den offiziellen Startschuss gibt es am Freitag, 11. Juli, mit einer Eröffnungsfeier, zu der man sich anmelden sollte.