Neues Restaurant in Sindelfingen Bunt, vielfältig, vietnamesisch – So schmeckt es im Kasabar

Ihre Namen stehen für das neue vietnamesische Lokal Kasabar in Sindelfingen: Die Betreiber Sang Nguyen (links) und Khanh Nguyen Le (rechts) Foto: Simon Granville

Für quasi jeden Geschmack gewappnet zeigt sich das neue Restaurant Kasabar in Sindelfingen und punktet mit vietnamesischen Gerichten.

Kultur: Kathrin Waldow (kaw)

Vietnamesische Küche boomt hierzulande schon länger. Im vergangenen Sommer hat ein weiteres Lokal mit dieser Landesküche in Sindelfingen eröffnet und lockt die Gäste in Scharen an. Von außen sieht das Restaurant Kasabar noch etwas gewöhnungsbedürftig aus: Im ehemaligen Bierstadel, dessen grüne Leuchtschrift noch über den Fenstern prangt, in Nachbarschaft zur Tankstelle, kommt es auf die inneren Werte an. Zum Glück haben wir reserviert. Fast bis auf den letzten Platz sind die Tische und Stühle an diesem Samstagabend generationenübergreifend belegt. Was man von außen nicht sieht: Die bodenständige Einrichtung ist schlicht, aber einladend und leicht asiatisch inspiriert. Auch dank der warm wirkenden Beleuchtung fühlt man sich direkt wohl.

 
Das Restaurant hat Platz für rund 65 Gäste. Foto: Simon Granville

Die beiden Brüder Le Khanh Nguyen und Canh Sang Nguyen kennen sich mit Restaurants bereits aus, vor der Kasabar haben sie Lokale in Hannover und Dortmund betrieben und bieten nun die Lieblingsgerichte ihrer Gäste in Sindelfingen an.

Auch auf die Getränke wird großen Wert gelegt

Freundlich wie die Atmosphäre ist auch der Service, der alle Hände voll zu tun hat und trotzdem aufmerksam den Abend begleitet. Das Lokal hat Platz für rund 65 Gäste, auch das Angebot ist vielfältig: Von Sushi, über warme Gerichte mit Reis oder Reisbandnudeln, Currys bis hin zur klassischen Pho reicht die Auswahl. Zudem wird besonderes Augenmerk auf die Getränke gelegt. Empfehlung Nummer eins: Eine selbst gemachte Brause probieren. Sehr erfrischend und fein abgeschmeckt kommen die alkoholfreien Apfel-Basilikum-Ingwer-Brause mit Zitronensaft (5,50 Euro) und der Beeren Shrub mit Soda, Minze, Himbeeren und Blaubeeren (5,90 Euro) daher. Zum Wegschlürfen!

Der Beeren Shrub, schmeckt erfrischend nach Himbeere. Foto: kaw

Zum Essen: Ebenfalls eine ausgewogene und aromatische Komposition ist die Tom Canh Chua (7 Euro) – eine süß-saure Kokossuppe mit Tofu, Tomaten, Pilzen und Zitronenblättern. Erfrischend und gelungen sind die Sommerrollen aus in Reispapier eingewickelten Reisnudeln, Koriander, Salat, Karotten, Gurken und Tofu (7 Euro). Solide, allerdings etwas mehlig und von süßer Dip-Soße überlagert, kommen die vegetarischen Ha Cao (6 Euro) – eine Art Dim Sum, gedämpfte Teigtaschen, daher. Futo Maki vegetarisch (fünf Stück, 10,50 Euro) eine Sushi-Rolle mit Tofu, Salat, Wakame, Gurken, Avocado, Paprika und Mango kann nicht überzeugen. Die Komposition geht aromatisch keine Liaison ein, sodass die Rollen eher an Salat mit Reis und Mayonnaise erinnern.

Scharf und beliebt – Reservierung empfohlen

Eine Wucht ist hingegen das vegetarische Rote Curry mit Tofu (15 Euro). Bunt, cremig, voller Umami. Empfehlung Nummer zwei also. Und wer scharf bestellt, bekommt feurig scharf. Am Nebentisch wird fleißig nachbestellt, bei uns passt nichts mehr rein und im Eingangsbereich stehen bereits die nächsten wartenden Gäste.

Kein Wunder, die Auswahl der vietnamesischen Küche kombiniert mit Sushi und Einflüssen aus China trifft hier einen Nerv. Der Laden brummt. Empfehlung Nummer drei: Reservieren.

Der Service

Kasabar, Pfarrwiesenallee 16, Sindelfingen, Telefon 070 31 / 769 89 97, www.kasabar.de, Mo-Do+So 11:30 -14:30, 17 bis 21:30 Uhr, Fr+Sa 11:30-14:30, 17 bis 22 Uhr.

Die Bewertung

Essen: ***

Service ****

Atmosphäre: ***

(Fünf Sterne: erstklassig, Vier Sterne: überdurchschnittlich, Drei Sterne: gut, Zwei Sterne: passabel, ein Stern: enttäuschend)

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