Neuigkeiten bei der SV Böblingen Präsident Jochen Reisch hört auf

Seit vielen Jahren in Böblingen engagiert: Jochen Reisch Foto: Eibner-Pressefoto/Oliver Schmidt

Der 74-Jährige führt seit 2015 den 7000-Mitglieder-Verein an. Bei der Präsidentenwahl auf der Delegiertenversammlung der SV Böblingen am 22. Mai tritt Jochen Reisch nicht noch einmal an. Für die Nachfolge hat sich eine interne Lösung gefunden.

Böblingen: Robert Krülle (rok)

Nach acht Jahren als Präsident der Sportvereinigung Böblingen wird Jochen Reisch das Vereins-Zepter weitergeben. Zur Wahl am Montag, 22. Mai, tritt er nicht wieder an. „Ich werde im Oktober 75 Jahre alt“, begründet er seine Entscheidung, „irgendwann muss mal Schluss sein.“

 

Seit 1960 Mitglied bei der SV Böblingen

Seit mehr als 60 Jahren gehört Jochen Reisch der SV Böblingen an. Er war Sportler, Trainer und zehn Jahre lang Abteilungsleiter bei den Leichtathleten. Im Jahr 2000 erhielt er die goldene Vereinsehrennadel und ist zudem seit 2013 Ehrenmitglied. „Mir hat der Sport viel gegeben“, betont der scheidende Präsident, „und ich habe viel für den Sport und den Verein getan.“ Jetzt sehe er den Zeitpunkt für den „Ruhestand“ gekommen. „Bei mir steht das Wohnmobil vor der Haustür, das mehr bewegt werden will“, sagt Reisch. Das betrifft dann auch seine Tätigkeit als Böblinger SPD-Stadtrat, die er seit 1989 ausübt. Bei den Kommunalwahlen 2024 will der ehemalige Schulleiter des Albert-Einstein-Gymnasiums nicht mehr antreten.

Präsident lobt das Vorstandsteam und den Vereinsmanager

Bei der SV Böblingen blickt er auf eine erfüllende Zeit als Präsident zurück. Trotz aller Herausforderungen, unter anderem die Corona-Zeit, sei die Vorstandsarbeit stets konstruktiv und harmonisch gewesen. „Mit diesem Team würde ich das jederzeit wieder machen“, sagt Jochen Reisch, der für seine klare, aber auch stets freundliche und ausgleichende Art geschätzt wird, „zudem haben wir bei der SVB einen sagenhaften Geschäftsführer.“ Gemeint ist Harald Link, der den Verein mit fast 7000 Mitgliedern seit vielen Jahren kompetent führt und den Ehrenamtlichen möglichst den Rücken frei hält.

Intern hat Jochen Reisch seine Entscheidung schon länger kommuniziert. Schnell bildete sich daraufhin eine Findungskommission mit Abteilungsleitern wie Torsten Kronshage (Tennis), Stefan Lampert (Hockey) oder Ralf Maurer (Handball). Die gemeinsame Suche nach einem Nachfolger war wohl erfolgreich. „Eine sehr gute interne Lösung“, sagt Jochen Reisch, „mehr verrate ich nicht.“

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