Neujahrsempfang in Altdorf „Mit weniger Geld auszukommen, ist eine Herausforderung“
Rund 300 Besucher kommen zum Neujahrsempfang der Gemeinde Altdorf. Bürgermeister Erwin Heller appelliert an den Gemeinsinn in finanziell schwierigen Zeiten.
Rund 300 Besucher kommen zum Neujahrsempfang der Gemeinde Altdorf. Bürgermeister Erwin Heller appelliert an den Gemeinsinn in finanziell schwierigen Zeiten.
Volles Haus beim Neujahrsempfang der Gemeinde Altdorf. Rund 300 Bürgerinnen und Bürger kamen am Freitagabend in die Festhalle. Da die Veranstaltung nur alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Weihnachtsmarkt stattfindet, gab Bürgermeister Erwin Heller einen bebilderten Rückblick auf 2024 und 2025 und blickte voraus ins begonnene Jahr 2026. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Chor der Grundschule und der Neue Chor des Liederkranzes.
Mit vielen Bildern beleuchtete Erwin Heller kurzweilig die Ereignisse der letzten beiden Jahre. Von der Rathaussanierung über die teilweise Friedhofserneuerung und insbesondere die damit verbundene vielseitige Arbeit des gemeindeeigenen Bauhofes bis hin zur Flurneuordnung zeigte sich, wie viel in Altdorf bewegt wurde. Vor allem auch gemeinsam bei Gemeinderatswahl, Kirchturmsanierung oder der Feiern anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft mit dem französischen Nanteuil-le-Haudouin. „Mein Dank geht an alle, die am Bau unserer Gemeinde mitwirken, Gemeinderat, die 120 Gemeindemitarbeiter und ehrenamtlich Engagierte – sie machen Altdorf, zu dem was es ist“, appellierte der Schultes an den Gemeinsinn im Flecken.
Im Ausblick beschäftigte sich Erwin Heller neben einigen kleineren anstehenden Projekten wie den beiden Baugebieten „Rappenäcker-Ost“ und „Nördlich der Erlachaue“ schwerpunktmäßig mit der „unendlichen Geschichte“ Radweg an der Ortsdurchfahrt samt Sanierung und Aufdimensionierung der Erlachdohle sowie der Schaffung barrierefreier Bushaltestellen. „Bauen tun wir dieses Jahr nicht mehr“, gab’s allerdings vorerst Entwarnung in Bezug auf die damit verbundene einjährige Vollsperrung.
Einleitend ließ der Altdorfer Bürgermeister die große Politik, im Saal einzig vertreten durch den FDP-Landtagsabgeordneten Hans Dieter Scheerer, nicht außen vor. „Was wir brauchen sind Reformen“, mahnte Erwin Heller eine Entbürokratisierung an, „wir können nicht für alles herhalten, was Bund und Länder beschließen.“ Erstmals seit 19 Jahren müsse die Gemeinde Altdorf wieder Kredite aufnehmen, um wenigstens begonnene Projekte fortführen zu können. „Mit weniger Geld als bisher auszukommen, ist eine Herausforderung“, fasste er die finanzielle Lage angesichts vor allem stark steigender Personalkosten zusammen.
Neben seinen Berichten hatte Bürgermeister Erwin Heller als besondere Überraschung eine Ehrung für einen verdienten Mitbürger dabei. „Damit habe ich nicht gerechnet“, strahlte der so ausgezeichnete Edmund Gneist. Der frühere berufliche DRK-Rettungssanitäter, seit dem Jahreswechsel auch im ehrenamtlichen Ruhestand, ist Gründungsmitglied der Helfer-vor-Ort-Gruppe. „Er war stets da, wenn es nötig war“, lobte der Altdorfer Schultes mit Blick auf rund 2500 ehrenamtliche Einsätze in den vergangenen 25 Jahren.