Neujahrsempfang in Ehningen „Politik, die verbindet, dafür stehe ich als Bürgermeister“

Für Lukas Rosengrün war das Jahr 2025 ein „Übergangsjahr“. Foto: Eibner-Pressefoto/Manuel Flierl

Lukas Rosengrün sieht Ehningen beim Neujahrsempfang der Gemeinde zukünftigen Aufgaben gut gewachsen. Beim Meissnerhaus haben die Bürgerinnen und Bürger nun das Wort.

Rund 250 Besucherinnen und Besucher kamen am Sonntagnachmittag zum Neujahrsempfang der Gemeinde Ehingen in die Turn- und Festhalle. „Politik, die verbindet, dafür stehe ich als Bürgermeister“, unterstrich Schultes Lukas Rosengrün auch vor dem Hintergrund des ersten anstehenden Bürgerentscheids in der Geschichte der GemeindeEhningen rund um Erhalt oder Abriss des Gebäudes Königstraße 27. Ansonsten beschwor er den Zusammenhalt in der Gemeinde und sieht Ehningen für zukünftige Aufgaben gut aufgestellt.

 

Dank für Zuschüsse für das Rettungszentrum

Schelte für die große Politik, im Saal vertreten durch die Bundestagsabgeordnete Jasmina Hostert und ihre beiden Kollegen aus dem Landtag Thekla Walker und Florian Wahl, gab’s in Ehningen im Unterschied zu anderen Gemeinden kaum. Zwar mahnte auch Lukas Rosengrün Reformen an, doch ansonsten dankte er für Unterstützung und Zuschüsse, insbesondere die rund fünf Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes, die bei der Umsetzung der Pläne zum neuen Rettungszentrum gerade recht kämen. Viel mehr treibt den Ehninger Schultes dagegen der Zustand des Gemeinwesens insgesamt um. „Der anstehende Bürgerentscheid beschäftigt mich schon“, gab er zu. „Demokratie bedeutet die Pflicht, sich auch mit unglamourösen Entscheidungen auseinanderzusetzen“, reflektierte er die Kommunalpolitik insgesamt, „es gibt selten einfache Antworten.“

2025 sei für Ehningen ein Übergangsjahr gewesen, blickte Lukas Rosengrün zurück, und vor allem finanziell herausfordernd. Als abgeschlossene Projekte nannte er den Neubau des Würmtalviaduktes, die Sanierung der kompletten Goethestraße, Radverkehrskonzept und Energiemanagement samt im Bau befindlicher Photovoltaikanlage auf der Erddeponie der Firma Baresel. In puncto Kinderbetreuung hätten sich Familien auch 2025 auf ihre Gemeinde verlassen können. Maßstäbe habe die Gemeinde im Kulturkalender gesetzt und mit Großveranstaltungen vom Fasnetsumzug bis zum Pfingstmarkt. „Auf diesen Zusammenhalt können wir stolz sein“, ging sein besonderer Dank an die vielen beteiligten Ehrenamtlichen. „Kein Jahr der großen Schlagzeilen, sondern ein Jahr, das in Ehningen funktioniert hat“, fasste der Bürgermeister zusammen. Mit seinem persönlichen Highlight der vollständigen Rückkehr der Firma IBM im November, um auch zukünftig wirtschaftlich stark dazustehen.

Info-Veranstaltung zum Bürgerentscheid

Denn an Projekten 2026 und darüber hinaus herrscht im Flecken kein Mangel. Von der Kinderbetreuung im Grundschulalter samt Horterweiterung über Beiträge zum Klimaschutz in Form von Fotovoltaik und Windenergie, möglicherweise umzusetzen auf einem verkleinerten Gebiet, bis hin zum geplanten neuen Rettungszentrum, für das bereits wichtige Meilensteine erreicht seien, reicht die Bandbreite. Sie alle sollen konsequent fortgeführt werden, mit dem Mut zu gestalten.

Ging der Blick zurück zum Meissnerhaus in der Königstraße. „Die Entscheidung liegt bei ihnen“, spielte Lukas Rosengrün den Ball zu den Bürgerinnen und Bürgern und lud zur Informationsveranstaltung am 6. Februar an gleicher Stelle rund um den Bürgerentscheid herzlich ein. „Wir brauchen Nutzungen, die unseren Ortskern attraktiver machen“, bekräftigte er gleichzeitig und „nichts wird entstehen, ohne dass wir finanziell investieren.“

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