Neujahrsempfang in Hildrizhausen Matthias Schöck: Mit ganzer Kraft in die finalen sieben Monate
Bei seinem 23. und letzten Neujahrsempfang blickt Bürgermeister Matthias Schöck in bewährter Manier auf 2025 zurück – und bekommt Standing Ovations.
Bei seinem 23. und letzten Neujahrsempfang blickt Bürgermeister Matthias Schöck in bewährter Manier auf 2025 zurück – und bekommt Standing Ovations.
Gut gefüllt waren die Stuhlreihen in der Hildrizhausener Schönbuchhalle am späten Sonntagvormittag. Kein Wunder, denn die 23. Auflage des traditionellen Neujahrsempfangs war für Bürgermeister Matthias Schöck die letzte im Amt, tritt er doch nach drei Amtszeiten und damit 24 Jahren als Rathauschef im Mai nicht erneut zur Wahl an.
Darüber, dass die Rückmeldungen zu dieser Entscheidung aus der Bürgerschaft „ausschließlich von Verständnis geprägt“ gewesen seien, sei er froh, sagte der Rathauschef. In den stehenden Ovationen zum Schluss seiner Neujahrsansprache spiegelte sich dann auch diese Wertschätzung für das langjährige Gemeindeoberhaupt wider.
Dennoch, so kündigte er an, wolle er sich bis zum Ende seiner Amtszeit „weiterhin mit vollem Elan, mit Herzblut und mit ganzer Kraft“ für die Belange der Hausemerinnen und Hausemer einsetzen. Konkret habe er dabei die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets um rund 2,3 Hektar im Blick. Bereits seit gut zehn Jahren versuche die Gemeinde, die gesamte Fläche zu erwerben. Bei ungefähr zwei Dritteln sei dies inzwischen gelungen. Nachdem der Gemeinderat inzwischen beschlossen habe, den Ankaufspreis um gut zehn Prozent zu erhöhen, sollen die Eigentümer der Flächen, die noch nicht verkauft haben, in den nächsten Wochen ein verbessertes Kaufangebot erhalten. Eine Nachzahlungsklausel in den Verträgen der bereits aufgekauften Flächen sorge dafür, dass unterm Strich alle Eigentümer gleichbehandelt würden. Dafür werde die Kommune insgesamt einen sechsstelligen Betrag zusätzlich in die Hand nehmen. Schöck hofft jetzt, dass auf dieser Basis noch in seiner Amtszeit eine Einigung mit allen Eigentümern möglich sein könnte.
Dagegen hat die Kommune für eine mögliche mittel- bis langfristige innerörtliche Entwicklung bereits die Weichen gestellt: Durch den inzwischen abgeschlossenen Erwerb zweier Areale – in der Hölderlinstraße 8 sowie der Herrenberger Straße 30 – gehören ihr nun im Ortskern sowie unmittelbar am Gustav-Fischer-Stift zwei Bereiche in zentraler Lage, deren zukünftige Nutzung sie selbst steuern kann. Zunächst einmal sollen in den dortigen Gebäuden geflüchtete Menschen untergebracht werden.
Die im vergangenen Jahr erfolgte Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 40 auf großen Teilen der Durchgangsstraßen war ein weiteres der zahlreichen Themen des „bunten Straußes“ der Kommunalpolitik, auf das Schöck in seiner rund einstündigen Neujahrsansprache zurückblickte. Dass dort bei der Anzahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen aber „kaum Auffälligkeiten zu verzeichnen“ gewesen seien, wertete er als Signal, dass sich der Großteil der Verkehrsteilnehmer daran gewöhnt habe.
Eine weitere gute Nachricht hatte er außerdem im Gepäck: Die 1,4 Millionen Euro teure Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses bleibt wohl im Kosten- und Zeitplan. Voraussichtlich im April soll es mit einer offiziellen Einweihung in Betrieb gehen. Außerdem berichtete Schöck darüber, dass sich der 2024 erfolgte Anschluss an die Wasserversorgung an die Ammertal-Schönbuchgruppe bereits bewährt habe. So hätte die Bevölkerung gar nicht bemerkt, dass es Mitte Oktober einen Störfall im Zusammenhang mit der Wasserförderung aus den eigenen Brunnen gegeben habe.