Die Stromversorgung war am Donnerstag um 0.20 Uhr im Bereich des Umspannwerks Liebersbronn in Esslingen unterbrochen. Betroffen waren neun Trafostationen.

Reporterin: Elisabeth Maier (eli)

Einen Stromausfall hat es in Esslingen im Bereich des Umspannwerks Liebersbronn in der Nacht zum Donnerstag gegeben. „Um 0.20 Uhr kam es im Bereich des Esslinger Umspannwerks Liebersbronn zu einer Unterbrechung der Versorgung“, teilt Katharina Ryske, die Sprecherin der Netze BW, mit. Die Ursache war nach ihren Worten „ein technischer Defekt im 10-kV-Mittelspannungsnetz“.

 

Nach den Worten der Sprecherin handelte es sich um einen Doppelerdschluss, der in dem Umspannwerk Liebersbronn aufgetreten ist. „Dies ist eine unerwünschte, leitende Verbindung zwischen zwei räumlich getrennten Kabeln und der Erde“, sagt Ryske. Was genau zu dem Stromausfall geführt habe, werde derzeit eingehend untersucht.

Wie viele Haushalte genau betroffen waren, kann die Sprecherin des Unternehmens nicht sagen. Das Ausmaß kann sie aber eingrenzen: „Insgesamt waren neun Trafostationen betroffen, deren Gesamtleistung sich auf 0,5 Megawatt beläuft.“ Bereits ab 1.05 Uhr hatten die ersten Haushalte wieder Strom. Ab 1.12 Uhr seien alle Haushalte wieder am Netz gewesen.

Durch Umschaltungen wurde Versorgung schrittweise wieder hergestellt

„Durch Umschaltungen im Mittelspannungsnetz konnte der Netze BW-Entstördienst in Zusammenarbeit mit der Leitstelle die Versorgung schrittweise wieder herstellen“, beschreibt Ryske den Prozess. Die Reparaturarbeiten am betroffenen Netz sind angelaufen. Dass die Menschen nicht lange ohne Strom geblieben sind, habe strukturelle Gründe: „Durch die redundante, also doppelt gesicherte Stromversorgung, war die schnelle Rückkehr des Stroms in Etappen möglich.“

Bereits Anfang Januar 2026 hatte es einen kurzzeitigen Stromausfall in mehreren Stadtteilen Esslingens gegeben, der durch ein defektes Kabel im Umspannwerk Liebersbronn verursacht wurde. Damals waren die Stadtteile Oberesslingen und Hegensberg betroffen.