Newsblog zu Olympia 2018 in Pyeongchang Das passierte am dritten Wettkampftag

Von red/sid/rtr/dpa/AFP/AP 

Montag, 16.42 Uhr +++ Kompletter Medaillensatz am Montag

Die deutschen Sportler sind bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang auf dem besten Wege, die enttäuschende Bilanz von Sotschi 2014 vergessen zu machen. Nach nur drei Wettkampftagen hat „Team D“ durch die Biathleten Laura Dahlmeier (2), Arnd Peiffer und Skispringer Andreas Wellinger bereits viermal Gold gewonnen, dazu kommen einmal Silber durch Skispringerin Katharina Althaus und zweimal Bronze durch Biathlet Benedikt Doll und Rodler Johannes Ludwig (4-1-2). An diesem Montag räumte das Team des DOSB mit je einmal Gold, Silber und Bronze gleich einen kompletten Medaillensatz ab.

Vor vier Jahren in Sotschi hatte die deutsche Mannschaft insgesamt achtmal Gold, sechsmal Silber und fünfmal Bronze geholt (8-6-5). Nach drei Wettkampftagen wie nun in Pyeongchang waren damals nur die Olympiasiege durch Rodler Felix Loch und Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch gelungen.

Montag, 15.54 Uhr +++ Skispringen: Carina Vogt auf Platz fünf

Skispringerin Katharina Althaus hat bei den Winterspielen in Pyeongchang beim Triumph der Norwegerin Maren Lundby die Silbermedaille gewonnen. Vier Jahre nach dem olympischen Premierensieg von Carina Vogt in Sotschi musste sich die 23-Jährige aus Oberstdorf mit 252,6 Punkten nur Weltcup-Spitzenreiterin Lundby geschlagen geben, die auf 264,6 Zähler kam und mit 110,0 m auch die Tagesbestweite stand. Bronze sicherte sich die Japanerin Sara Takanashi (243,8), die vor vier Jahren undankbare Vierte geworden war. Carina Vogt aus Schwäbisch Gmünd belegte mit 227,9 Punkten den fünften Platz, Ramona Straub (Langenordnach/210,5) und Juliane Seyfarth (Ruhla/194,3) landeten auf den Plätzen acht und zehn.

Montag, 14.52 Uhr +++ Ireen Wüst trägt sich in Geschichtsbücher ein

Eisschnellläuferin Ireen Wüst hat bei den Winterspielen in Pyeongchang ihr insgesamt fünftes Gold gewonnen und sich damit zur erfolgreichsten Niederländerin der Olympia-Geschichte gekürt. Die 31-Jährige gewann die 1500 m im Gangneung Oval in 1:54,35 Minuten vor der Japanerin Miho Takagi sowie ihrer Landsfrau Marrit Leenstra und holte im dritten Rennen das dritte Gold für Oranje. Gabriele Hirschbichler (Inzell) und Roxanne Dufter (Inzell), die EM-Dritten in der Team-Verfolgung, fuhren auf die Plätze zwölf und 24. Vor Wüst hatten ihre Landsleute Carlijn Achtereekte über 3000 m und Sven Kramer über 5000 m Gold gewonnen. Wüst gewann über die 3000 m Silber.

Montag, 14.46 Uhr +++ Kanadier Kingsbury siegt auf der Buckelpiste

Topfavorit Mikael Kingsbury aus Kanada hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang bei den Ski-Freestylern die Goldmedaille auf der Buckelpiste gewonnen und ist damit in die Fußstapfen seines zuvor zweimal in Folge siegreichen Landsmannes Alexandre Bilodeau getreten. Der 26 Jahre alte Sotschi-Zweite und Ex-Weltmeister setzte sich im dritten und letzten Finallauf mit 86,63 Punkten vor dem Australier Matt Graham (82,57) und dem Japaner Daichi Hara (82,19) durch. Deutsche Freestyler waren auf der Buckelpiste nicht im Einsatz.

Montag, 9.04 Uhr +++ Heftige Kritik nach Slopestyle-Finale

Die Olympia-Dritte Enni Rukajarvi kann die Entscheidung der Organisatoren, das olympische Slopestyle-Finale auszutragen, nicht nachvollziehen. „Es war ziemlich gefährlich. Man wusste nicht, was einen erwartet. Sie hätten es absagen oder verschieben sollen“, sagte die finnische Snowboarderin nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Winterspielen in Pyeongchang am Montag.

Die Münchnerin Silvia Mittermüller hatte sich im Training vor dem Finale am Knie verletzt und konnte nicht mehr antreten. In den Endläufen waren die Snowboarderinnen bei schwierigen und wechselnden Bedingungen reihenweise gestürzt. Gold holte Sotschi-Olympiasiegerin Jamie Anderson aus den USA vor Weltmeisterin Laurie Blouin aus Kanada.

Auch die norwegische Medaillenanwärterin Silje Norendal war nervlich am Ende. „Ich war sehr irritiert darüber, dass das Finale gefahren wurde“, so die Viertplatzierte gegenüber Eurosport Norwegen. „Ich wollte mich einfach da oben nur noch hinsetzen und weinen. Mein Körper hat zwei Stunden lang gezittert, weil ich Angst hatte zu fahren. Ich weiß gar nicht mehr, was während des Laufs passiert ist, weil ich Angst um mein Leben hatte.“