Newsblog zu Olympia 2018 in Pyeongchang Das passierte am Auftakt-Wochenende

Von red/sid/rtr/dpa/AFP/AP 

Sonntag, 15.33 Uhr +++ Team Deutschland im Gold-Rausch

Das Team Deutschland erlebte zum Auftakt der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang einen Gold-Rausch. „Das war natürlich ein Traumstart“, schwärmte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig am Sonntag. Die Biathleten Laura Dahlmeier und Arnd Peiffer sowie Skispringer Andreas Wellinger sorgen mit drei Olympiasiegen für Schubkraft.

Der große Verlierer war Rodler Felix Loch, der nach einem kapitalen Fahrfehler vom Goldkurs abkam und nur Fünfter wurde. Profitieren konnte von dem Patzer Johannes Ludwig, der noch auf den bronzenen Rang raste. „Dreimal Gold und einmal Bronze schaffen Vorfreude auf die kommenden zwei Wochen“, resümierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Unsere Athleten und deren Trainer haben es wieder einmal geschafft, am entscheidenden Tag Topleistungen zu sichern.“

Sonntag, 14 Uhr +++ Missbrauchsvorwürfe belasten Ski-Rennläuferinnen

Die Missbrauchsvorwürfe gegen den einstigen österreichischen Cheftrainer könnten sich aus Sicht von Verbandschef Peter Schröcksnadel negativ auf die Leistungen der Ski-Rennläuferinnen bei Olympia auswirken. „Indirekt belastet es immer“, sagte der 76-Jährige am Sonntag im ORF-Fernsehen. „Mir tut jeder einzelne Fall, sollte er bewiesen werden, sehr, sehr leid“, fügte der Präsident des Österreichischen Skiverbandes hinzu. Der Zeitpunkt der Veröffentlichungen stimme ihn allerdings bedenklich.

In der „Süddeutschen Zeitung“ hatten mehrere Sportlerinnen konkrete Vorwürfe gegen die österreichische Trainer-Legende Charly Kahr erhoben, ohne Namen zu nennen. Der heute 85-Jährige, der viele Jahre bis 1985 Cheftrainer war, wies die Missbrauchsvorwürfe zurück.

Eine unabhängige Kommission gehe jedem Vorwurf nach, sagte Schröcksnadel. Es werde nichts vertuscht. Nach seinen Worten läuft derzeit von der Staatsanwaltschaft kein Verfahren gegen seinen Verband. „Ich weiß nicht, ob noch etwas kommen soll.“

Sonntag, 13.45 Uhr +++ Drei deutsche Olympiasieger zum Auftakt zuletzt vor 46 Jahren

Laura Dahlmeier, Andreas Wellinger und Arnd Peiffer haben dem deutschen Team mit ihren Olympiasiegen in Pyeongchang einen historischen Goldrausch beschert. Dreimal Gold an den ersten beiden Wettkampftagen hat es für Deutschland (BRD und DDR) zuletzt vor 46 Jahren gegeben, 1972 in Sapporo. Sollte am Sonntagabend (Ortszeit) auch noch Rodler Felix Loch Gold holen, wäre es der beste deutsche Start in der Geschichte der Winterspiele.

1972 in Japan gewannen der Eisschnellläufer Erhard Keller über 500 m, Wolfgang Zimmerer im Zweierbob mit Bremser Peter Utzschneider für die BRD sowie Ulrich Wehling in der Nordischen Kombination für die DDR die ersten Goldmedaillen.

Die Dimensionen der Winterspiele waren vor 46 Jahren ungleich kleiner. In Sapporo gab es nur 35 Medaillenentscheidungen in sechs Sportarten, an den ersten beiden Wettkampftagen wurden nur fünf Olympiasieger gekürt. In Pyeongchang sind es zwölf Entscheidungen am ersten Wochenende und insgesamt 102 in 15 Sportarten.

Sonntag, 13.20 Uhr +++ Biathlet Peiffer holt Olympia-Gold im 10-km-Sprint

Biathlet Arnd Peiffer hat im Sprint bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille gewonnen. Der 30-Jährige triumphierte am Sonntag in Südkorea nach zehn Kilometern und einem fehlerfreien Schießen. Der Niedersachse sorgte für den dritten deutschen Erfolg in Südkorea.

Hinter dem ehemaligen Weltmeister holte der ebenfalls fehlerfreie Tscheche Michal Krcmar mit 4,4 Sekunden Rückstand Silber. Bronze ging an Dominik Windisch aus Italien, der eine Scheibe verfehlte und 7,7 Sekunden hinter Peiffer lag. Benedikt Doll und Simon Schempp landeten nach je einem Fehler beim zweiten Schießen auf den Plätzen sechs und sieben, Erik Lesser wurde ebenfalls nach einem Fehler Elfter.

Sonntag, 11.56 Uhr +++ Pechstein schreibt Geschichte

Die deutschen Eisschnellläufer haben zum Olympia-Auftakt noch keine Medaillen scheffeln können, Claudia Pechstein hat aber trotzdem Geschichte geschrieben. Die 45-Jährge freute sich über die riesige Begeisterung, die ihr von den Traversen als ältester Olympia-Teilnehmerin zuteil wurde. Als erste Athletin nimmt sie zum siebten Mal an Winterspielen teil. „Das haben nun wirklich nicht viele“, meinte sie. Noch nie ging eine Eisschnellläuferin 16 Mal über eine olympische Einzelstrecke an den Start. Zudem war keine Teilnehmerin bei Winterspielen älter als sie.

Samstag, 16.20 Uhr +++ Wellinger holt Gold im Skispringen

Skispringer Andreas Wellinger hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold von der Normalschanze gewonnen. Silber ging am Samstag bei schwierigen Bedingungen an Johann Andre Forfang aus Norwegen, den dritten Platz belegte dessen Teamkollege Robert Johansson.

Samstag, 13.44 Uhr +++ Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wird nur Neunte

Claudia Pechstein kämpfte sich ins Ziel, stützte sich völlig ausgepumpt auf ihre Knie und winkte dann erschöpft ihrem Freund Matthias Große zu. Im Alter von fast 46 Jahren ist die streitbare Eisschnellläuferin mit einem Achtungserfolg in ihre siebten Olympischen Winterspiele gestartet. Ihre ersehnte zehnte Olympiamedaille verpasste sie auf ihrer Nebenstrecke 3000 m allerdings deutlich.

Am Ende stand fürdie fünfmalige Olympiasiegerin am Samstag ein achtbarer neunter Platz. Pechstein lächelte trotzdem - und kann mit Zuversicht ihrem persönlichen Höhepunkt entgegenblicken. Am kommenden Freitag greift sie in dieser Form über 5000 m nach Edelmetall. Gold holte beim ersten niederländischen Triumphzug im Gangneung Oval überraschend die erst 22-Jährige Carlijn Achtereekte, die in 3:59,21 Minuten ihrer großen Landsfrau Ireen Wüst (3:59,29) den dritten Olympiasieg auf dieser Strecke vor der Nase wegschnappte. Bronze ging ebenfalls ans Team Oranje, Antoinette de Jong verwies in 4:00,02 Minuten Vancouver-Olympiasiegerin Martina Sablikova (4:00,54) auf den vierten Platz.

Samstag, 13.08 Uhr +++ Biathletin Dahlmeier holt erste Goldmedaille für Deutschland

Biathletin Laura Dahlmeier hat die erste Goldmedaille für das deutsche Team bei den 23. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gewonnen. Die 24-Jährige aus Partenkirchen blieb im Sprint über 7,5 km bei teilweise schwierigen Windbedingungen am Schießstand fehlerfrei und siegte vor der Norwegerin Marte Olsbu (1 Fehler). Dritte wurde Veronika Vitkova (Tschechien/1).

Die siebenmalige Weltmeisterin holte damit für die deutschen Biathleten das erste Olympia-Gold seit acht Jahren. Bei den Spielen in Vancouver hatte Magdalena Neuner in Verfolgung und Massenstart triumphiert. Nach Kati Wilhelm 2002 in Salt Lake City ist Dahlmeier erst die zweite deutsche Olympiasiegerin im Sprint. Für Dahlmeier war es zugleich die erste Olympiamedaille ihrer Karriere. Bei ihren ersten Winterspielen vor vier Jahren in Sotschi hatte sie als bestes Ergebnis den 11. Platz mit der Staffel erreicht.

Samstag, 12.40 Uhr +++ Dresdnerin Anna Seidel im Viertelfinale über 500 Meter - Walter gescheitert

Die Dresdner Shorttrackerin Anna Seidel hat einen erfolgreichen Auftakt bei den Olympischen Winterspielen gefeiert. Im Vorlauf über 500 Meter erreichte die 19-Jährige am Samstag als Zweitplatzierte hinter der Weltcup-Führenden Marianne St. Gelais aus Kanada (43,437 Sekunden) das Viertelfinale, das am Dienstag ausgetragen wird.

„Ich bin zufrieden, es hat sich gelohnt, dass ich nicht bei der Eröffnung dabei war“, sagte Seidel und fügte hinzu: „Meine Konzentration liegt aber weiter auf den beiden längeren Strecken.“ Die 19-Jährige, die schon vor vier Jahren in Sotschi als jüngste deutsche Olympia-Teilnehmerin dabei war, schaltete unter anderen die Niederländerin Lara von Ruijnen aus.

Nicht mehr im Rennen ist Seidels Vereinsgefährtin Bianca Walter, die in der Gangneung Arena als Dritte ihres Laufes scheiterte. Sie musste der Russin Sofia Proswirnowa und Yara von Kerkhof aus den Niederlanden den Vortritt lassen. „Ich fand es toll, überhaupt dabei zu sein und habe meine Olympia-Premiere genossen“, meinte Walter.

Samstag, 11.42 Uhr +++ „Wir sind schwul. Gewöhnt euch dran“

Ski-Freestyler Gus Kenworthy ist stolz darauf, die USA als homosexueller Athlet bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zu vertreten. „Wir sind hier. Wir sind schwul. Gewöhnt euch dran“, schrieb der 26-Jährige bei Twitter. Dazu veröffentlichte der Slopestyle-Silbermedaillengewinner von Sotschi ein Foto, auf dem er US-Eiskunstläufer Adam Rippon auf die Wange küsst.

„Ich bin so stolz darauf, die schwul-lesbische Gemeinschaft mit diesem großartigen Typen zu repräsentieren. Nimm das, Pence“, teilte Kenworthy bei Instagram mit - ein Seitenhieb gegen US-Vizepräsident Mike Pence, der zur Eröffnungszeremonie angereist war. Pence hat sich in der Vergangenheit wiederholt abfällig über Schwule geäußert.

Samstag, 10.44 Uhr +++ Ermittlungen wegen Internetausfalls

Nach einem Internetausfall während der Eröffnung der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang hat die Regierung Ermittlungen eingeleitet. Das interne Netzwerk und das WLAN rund um die Austragungsstätten seien am Freitagabend zusammengebrochen, teilte das Organisationskomitee mit. Es sei eine Sondereinheit gegründet worden, um den Vorfall zu untersuchen.

Berichte über eine Cyberattacke könne sie noch nicht bestätigen, sagte eine Sprecherin des Organisationskomitees. An den Ermittlungen sind den Angaben zufolge neben Internet-Sicherheitsexperten auch Spezialisten des südkoreanischen Verteidigungsministeriums und anderer Ministerien beteiligt.

Samstag, 9.04 Uhr +++ Schwedische Langläuferin Kalla gewinnt Gold

Die schwedische Langläuferin Charlotte Kalla hat die erste Goldmedaille der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gewonnen. Die 30-Jährige siegte am Samstag im Skiathlon über 2 x 7,5 Kilometer vor der Norwegerin Marit Björgen und der Finnin Krista Parmakoski. Für Kalla ist es der dritte Olympiasieg ihrer Karriere.

Beste Deutsche wurde Victoria Carl aus Zella-Mehlis auf dem 20. Platz, nachdem sie nach 3,75 Kilometern noch das Feld angeführt hatte. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) wurde 22., Stefanie Böhler (Ibach) belegte Platz 25. Nicole Fessel (Oberstdorf) musste dagegen kurz vor dem Start wegen Atemwegsproblemen passen.

Björgen, die in Pyeongchang zur Rekord-Olympionikin aufsteigen könnte, blieb dagegen die siebte Goldmedaille verwehrt. Trotzdem ist sie nun die erste Wintersportlerin mit elf Medaillen.

Samstag, 6.10 Uhr +++ Cyberangriff bei Eröffnungsfeier

Unbekannte haben während der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang Server des Organisationskomitees Pocog gehackt. Durch den Cyberangriff war es zu Fehlfunktionen bei einem Internet-TV-System im Hauptmedienzentrum gekommen.

Aus Sicherheitsgründen fuhren die Organisatoren im Anschluss mehrere Datensysteme herunter. Das führte auch zu einem Ausfall der eigenen Internet-Seite. Zwischenzeitlich konnten Kunden ihre Eintrittskarten für Wettkämpfe der Olympischen Spiele nicht mehr ausdrucken.

Am Samstagmorgen wurden alle Systeme wieder hochgefahren. Pocog betonte, dass die Ausfälle während der Eröffnungsfeier keinen Einfluss auf Sportler oder Zuschauer gehabt hätten. Trotzdem wurde eine Task-Force eingesetzt, die die Vorfälle weiter untersuchen soll. Fachleute weisen immer wieder darauf hin, dass Großevents wie die Olympischen Spielen zu beliebten Zielen von Hackern gehören.

Freitag, 18.09 Uhr +++ Flitzer bei Eröffnungsfeier

Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hat es einen unschönen Vorfall gegeben. Ein koreanischer Zuschauer stürmte unmittelbar nach dem gemeinsamen Einmarsch von Nord- und Südkorea den Innenraum und attackierte zwei Protagonisten der Show. Der womöglich politisch motivierte Flitzer wurde daraufhin umgehend von den Sicherheitskräften aus dem Olympiastadion verwiesen. Das gaben die Organisatoren am Freitag bekannt. Der Zuschauer war über eine lange, eisige Rutsche, die den Hintergrund einer Bühne bildete, in den Innenraum gelangt. „Er ist derzeit nicht in Polizeigewahrsam, aber die Polizei untersucht den Vorfall“, sagte ein Sprecher der Winterspiele der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Freitag, 14.12 Uhr +++ Olympisches Feuer wird entzündet

Eiskunstläuferin Kim Yuna hat am Freitagabend um 22.09 Uhr Ortszeit (14.09 Uhr MEZ) das Olympische Feuer in Pyeongchang entzündet.

Freitag, 13.50 Uhr +++ Südkoreas Präsident eröffnet Winterspiele

Am Freitagabend um 21.42 Uhr Ortszeit haben in Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele begonnen. Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In erklärte die Wettkämpfe mit der traditionellen Begrüßungsformel auf Koreanisch für eröffnet.

Athleten aus Nord- und Südkorea waren zuvor gemeinsam ins Olympiastadion eingelaufen. An der Spitze der deutschen Mannschaft hatte Kombinations-Olympiasieger Eric Frenzel die Fahne getragen. Insgesamt 153 deutsche Sportler nehmen an den Spielen in Südkorea teil.

Freitag, 13.13 Uhr +++ Erstes nacktes Highlight

Mit freiem Oberkörper, Baströckchen und Sandalen hat Olympia-Exot Pita Taufatofua auch der eisigen Kälte in Südkorea getrotzt - und bei den Winterspielen von Pyeongchang für ein erstes Highlight gesorgt. Der Fahnenträger aus Tonga wiederholte bei der Eröffnungsfeier am Freitag seinen Auftritt von Rio 2016, der ihn weltberühmt gemacht hatte - wenngleich es in Brasiliens „Winter“ deutlich wärmer war.

„Ich friere nicht, ich bin aus Tonga, wir sind über den Pazifik gesegelt - dagegen ist das hier gar nichts“, sagte Taufatofua, der wie vor eineinhalb Jahren mit geölter Brust erschienen war. Sichtbar stolz trug der „Coconut-Fighter“ die rote Fahne seines Landes mit dem roten Kreuz auf weißem Grund in der Ecke. Unter dem Jubel des Publikums führte er sogar ein kleines Tänzchen in seinem „Manafau“ genannten Röckchen auf.

Freitag, 12.45 Uhr

Doppelgänger von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un haben am Rande der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang kurz für Wirbel gesorgt. Die beiden Double waren am Freitag in das Olympiastadion in Südkorea gelangt und hatten die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf der Tribüne auf sich gezogen. Kurz nach ihrem Auftritt wurde das Duo von Volunteers gemeinsam aus dem Stadion geleitet.

Freitag, 12.03 Uhr

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hat begonnen. Um 20.01 Uhr Ortszeit startete am Freitag im Olympiastadion mit Glockenläuten ein gut zweistündiges Programm unter dem Motto „Frieden in Bewegung“. Als Höhepunkte der Veranstaltung standen die offizielle Eröffnung der ersten Winterspiele in Südkorea durch Staatspräsident Moon Jae In, die Entzündung der olympischen Flamme und der Einmarsch der Mannschaften auf dem Plan. Zum deutschen Fahnenträger wurde der Nordische Kombinierer Eric Frenzel gewählt.

Freitag, 11.36 Uhr:

Eine Affäre um vorenthaltene Smartphones erhitzt bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Gemüter. Im Gegensatz zu allen anderen Teilnehmern hatten die Sportler aus dem Iran und Nordkorea zunächst wegen internationaler Sanktionen von den Organisatoren keine Telefone erhalten. Die Entscheidung wurde zwar mittlerweile revidiert, die Iraner konnte das aber nicht besänftigen. „Unsere Athleten haben es abgelehnt, die Smartphones anzunehmen. Sie haben dem Internationalen Olympischen Komitee einen Protestbrief übergeben und warten auf eine offizielle schriftliche Antwort“, sagte Hassan Taherian, Botschafter des Iran in Südkorea, der Nachrichtenagentur IRNA.

Auf den Telefonen der südkoreanischen Marke Samsung sind Informationen zu Logistik und Wettbewerben gespeichert. Wegen des Vorfalls in Pyeongchang denkt Mohammad-Javad Azari Jahromi, im Iran Minister für Kommunikation und Technologie, laut IRNA über einen Einfuhrstopp von Samsung-Produkten nach.

Freitag, 11.30 Uhr:

Die Doping-Causa Russland hat wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang noch einmal für Wirbel gesorgt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies am Freitag die Klage von 45 russischen Sportlern und zwei Betreuern zurück. Schon am Vortag hatte die Ad-hoc-Kommission des CAS bei 13 russischen Athleten und Offiziellen ein ähnliches Gesuch abgelehnt und sich als nicht zuständig erklärt.

Die Sportler hatten auf diesem Weg versucht, doch noch an den Wettbewerben in Südkorea teilzunehmen. Nach der CAS-Entscheidung muss Russland somit auf zahlreiche Stars wie den sechsmaligen Shorttrack-Olympiasieger Viktor Ahn, Biathlon-Staffel-Olympiasieger Anton Schipulin sowie die Top-Ski-Langläufer Sergej Ustjugow und Ruslan Sacharow und Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Xenia Stolbowa verzichten. Damit bleibt es bei 168 Sportlern aus Russland, die für die XXIII. Winterspiele vom Internationalen Olympischen Komitee zugelassen worden sind.

Der Kreml bedauerte den Ausschluss der 45 Sportler. „Es versteht sich, dass wir unseren Athleten weiterhin helfen, ihre Rechte zu verteidigen“, sagte Dmitri Peskow, der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, am Freitag in Moskau.

Donnerstag, 16.06 Uhr:

Kondom-Rekord bei Olympischen Winterspielen. Mehr als 100.000 Stück wurden im Vorfeld ausgelegt für die Sportler. Nun scheinen bereits alle vergriffen zu sein.

37,6 Stück pro Athlet soll es durchschnittlich geben. Rodler Andi Langenhan zu Bild: „Ich hab’ die Körbchen gesehen, aber die waren alle leer.“ Und das, obwohl die Spiele noch gar nicht begonnen haben. Allerdings sind schon viele Sportler im Olympischen Dorf und bereiten sich vor. Die Organisatoren müssen die Körbe also bald wieder befüllen.

Ein Sprecher des Kondom-Fabrikanten liefert die Erklärung: „Wir erwarten nicht, dass die Sportler sie alle benutzen.“ Viele Athleten würden die Gratis-Kondome als Souvenir mitnehmen. Bei den vergangenen Sommerspielen in Rio wurden insgesamt 450.000 Gummis an die 10.500 Athleten verteilt.

Donnerstag, 13.27 Uhr:

Die Kleidung der „Olympischen Athleten aus Russland“ (OAR) ist bei den Konkurrenten sehr beliebt. „Unsere Athleten wurden in den ersten Tagen hier schon häufig gefragt, ob sie die Kleidung tauschen möchten“, sagte Stanislaw Posdjnakow, der Chef de Mission des Teams. Er trug als offizielle Teamkleidung eine schlichte graue Kapuzenjacke des russischen Sport- und Freizeitkleidungs-Herstellers Zasport. Die OAR-Kollektion kommt nach den Spielen nicht mehr bei Wettkämpfen zum Einsatz, falls das IOC die Sanktionen gegen die Russen aufhebt. Die Kleidungsstücke sind also rar. Das Curling-Mixed-Team war am Morgen beim ersten OAR-Auftritt in weißen Polohemden und schwarzen Hosen aufs Eis gegangen.

Donnerstag, 12.34 Uhr:

Biathlet Michael Rösch hat auch einen Start bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking nicht ausgeschlossen. „Der Plan ist, bis 2022 weiterzumachen. Aber das kann ich nicht versprechen, ich muss Jahr für Jahr auf meinen Körper hören“, sagte der 34-Jährige am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Pyeongchang.

Der einzige noch aktive deutsche Biathlon-Olympiasieger feiert zwölf Jahre nach dem Gold-Coup mit der Staffel nun sein Olympia-Comeback für Belgien. Der 2012 im deutschen Team ausgemusterte Rösch hatte die belgische Staatsbürgerschaft angenommen und bildet nun mit dem ebenfalls gewechselten Franzosen Florent Claude das belgische Team.

Donnerstag, 11.44 Uhr:

In der Umgebung der Wettkampfstätten für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang ist die Anzahl der Norovirus-Fälle auf 128 angestiegen. Das teilte das Organisationskomitee POCOG am Donnerstag mit. Demnach seien 42 neue Fälle aufgetreten.

Der Großteil der Infektionen wurde aber aus dem Horeb Youth Center, also nicht in unmittelbarer Umgebung zu den Winterspielen vermeldet. Die beiden olympischen Dörfer für die Athleten in Pyeongchang und Gangneung seien nicht betroffen. In der Küstenstadt finden die Eiswettbewerbe statt.

Das Norovirus verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.

Donnerstag, 11.28 Uhr:

Ein Übersetzungsfehler hat kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) im norwegischen Team für einen Eier-Überschuss gesorgt. Nachdem sich die Köche der Skandinavier dem „Translator“ einer Internetsuchmaschine bedient hatten, erhielten sie versehentlich eine halbe LKW-Ladung - 15.000 statt der gewünschten 1500 Eier. Ziemlich viel für 109 Athleten. „Wir waren total überrascht, als sie die Eier brachten“, sagte Koch Stale Johansen der Zeitung Aftenposten: „Es hörte gar nicht mehr auf.“ Zu ihrem Glück konnten die Norweger die überschüssigen Eier letztlich zurückgeben. Dennoch planen die Köche für die Spiele Eier in allen Varianten, wie Johansen augenzwinkernd anmerkte: „Es wird Omelett geben, gekochte und gebratene Eier sowie Rührei mit Räucherlachs.“ Das Problem bei der Übersetzung könnte laut der englischen Zeitung Guardian auf die komplizierte Zählweise im Koreanischen zurückzuführen sein, die verschiedene Systeme für verschiedene Zwecke vorsieht. Schon eine kleine Änderung könne da aus der Zahl 1500 leicht die Zahl 15.000 machen.

Donnerstag, 11.01 Uhr:

Die Eröffnungsfeier gehört mit der Schlussfeier zu den großen feierlichen Zeremonien Olympischer Spiele. Die traditionellen Elemente sind in der Olympischen Charta festgelegt. Inhalte, Programm und Zeitplan der Feier müssen von den Organisatoren des Gastgeberlandes beim Internationalen Olympischen Komitee zur Genehmigung vorgelegt werden.

Die Eröffnungsfeier beginnt mit dem Abspielen der Nationalhymne der Gastgeber. Zu den wichtigsten Punkten der Zeremonie zählt der feierliche Einzug der Teams der teilnehmenden Nationen. Ebenso das Freilassen von Tauben als Symbol des Friedens. Los geht’s am Freitag um 13 Uhr.