Newsblog zu Olympia 2018 in Pyeongchang Das passierte am zwölften Wettkampftag

Von red/sid/rtr/dpa/AFP/AP 

Mittwoch, 16.51 Uhr +++ Snowboard: Parallel-Riesenslalom verschoben

Das Programm des Parallel-Riesenslaloms der Snowboarder bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ist von den Organisatoren verändert worden. Wegen des angekündigten schlechten Wetters wurden die Qualifikationsläufe der Damen und Herren von Donnerstag auf Samstag verschoben und damit mit der Medaillenentscheidung zusammengelegt. Das bestätigte die Sprecherin von Snowboard Germany am Mittwoch.

Die Qualifikation mit der deutschen Medaillenhoffnung Ramona Hofmeister beginnt nun am Samstagmorgen (01.00 Uhr MEZ). Das Achtelfinale schiebt sich um eineinhalb Stunden nach hinten (05.30 Uhr MEZ).

Mittwoch, 15.07 Uhr +++ Norwegen und Japan jubeln in Teamverfolgung

Die norwegischen Eisschnellläufer haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang überraschend Gold in der Teamverfolgung gewonnen. Die Skandinavier, die im Halbfinale den Top-Favoriten Niederlande bezwungen hatten, setzten sich im Finale in 3:37,32 Minuten gegen Gastgeber Südkorea (3:38,52) durch.

Sotschi-Sieger Niederlande um 5000-m-Olympiasieger Sven Kramer sicherte sich im kleinen Finale gegen Neuseeland wie schon 2006 und 2010 Bronze. Eine deutsche Mannschaft war nicht am Start.

In der Damen-Konkurrenz haben die Eisschnellläuferinnen aus Japan Gold in der Teamverfolgung geholt und den zweiten aufeinanderfolgenden Triumph der Niederlande verhindert. Das japanische Trio Takagi Miho, Sato Ayano und Takagi Nana setzte sich im Finale in 2:53,89 Minuten gegen das Oranje-Team um Ireen Wüst durch (2:55,48). Bronze ging an die USA, Sieger im B-Finale gegen Kanada.

Das deutsche Team mit Claudia Pechstein (Berlin), Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler (beide Inzell) belegte den sechsten Platz. Der Olympiasieger von 2006 und 2010 musste sich im Zweikampf um Platz fünf in 3:04,67 Minuten den Chinesinnen geschlagen geben.

Mittwoch, 11.58 Uhr +++ Team-Sprint: Gold an Norwegen und USA

Norwegens neuer Loipen-König Johannes Hösflot Kläbo hat im Teamsprint bei den Winterspielen von Pyeongchang sein nächstes Gold geholt. Der 21-Jährige gewann nach 6x1,4 km gemeinsam mit Martin Johnsrud Sundby vor Denis Spitsow und Alexander Bolschunow (Olympische Athleten aus Russland) sowie den Franzosen Maurice Manificat und Richard Jouve und triumphierte damit nach dem klassischen Sprint und der 4x10-km-Staffel zum dritten Mal.

Das deutsche Duo Thomas Bing (Dermbach) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) belegte im Finale wie zuvor Nicole Fessel (Oberstdorf) und Sandra Ringwald (Schonach) den zehnten und letzten Platz. Kläbo hat damit noch immer die Chance, als erster Skilangläufer viermal Gold bei ein- und denselben Olympischen Winterspielen zu gewinnen. In der Vorwoche war er zum jüngsten Skilanglauf-Olympiasieger aller Zeiten aufgestiegen.

Bei den Damen haben die Langläuferinnen Kikkan Randall und Jessica Diggins das erste Langlauf-Gold für die USA geholt. Das Duo gewann den Teamsprint über 6x1,25 km im freien Stil mit 0,19 Sekunden vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson sowie Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen (2,97). Das deutsche Duo Nicole Fessel (Oberstdorf) und Sandra Ringwald (Schonach) belegte im Finale den zehnten und letzten Platz.

Mittwoch, 8.52 Uhr +++ Biathlon: Dahlmeier führt Damen-Staffel an

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) führt die Staffel der deutschen Biathletinnen für das olympische Rennen am Donnerstag (20.15 Uhr OZ/12.15 Uhr MEZ) an. Der Deutsche Skiverband (DSV) teilte am Mittwoch mit, dass vor der Schlussläuferin noch Franziska Preuß (Haag), Denise Herrmann (Oberwiesenthal) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) in die Loipe gehen.

Weltmeister Deutschland ist im Rennen über 4x6 km der Top-Favorit. „Ich bin heiß und werde alles geben. Eine Medaille wäre für das gesamte Team toll“, sagte Dahlmeier. Bundestrainer Gerald Hönig meinte: „Die Messlatte liegt sehr hoch. Deshalb setzen wir uns das Ziel, um die Goldmedaille zu laufen.“

Von den zurückliegenden acht Staffel-Rennen haben DSV-Quartetts sieben gewonnen, einzig im Nebelchaos von Oberhof hatte der Weltmeister sich Anfang Januar Frankreich geschlagen geben müssen. Die Französinnen dürften auch der ärgste Rivale um den Olympiasieg sein.

Mittwoch, 6.58 Uhr +++ Skicross: Gold für Brady Leman aus Kanada

Der kanadische Skicrosser Brady Leman hat nach der Enttäuschung von Sotschi bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold gewonnen. Der 31-Jährige, vor vier Jahren in Russland Vierter, setzte sich im Finale vor dem Schweizer Marc Bischofberger durch, Sergej Ridsik von den Olympischen Athleten aus Russland (OAR) holte Bronze. Ridsik und Kevin Drury (Kanada) stürzten im Finale früh, Leman musste sich nur noch gegen Bischofberger erwehren und blieb bis zum Ziel vorn.

Für Sotschi-Olympiasieger Jean Frederic Chapuis (Frankreich) war schon im Viertelfinale Schluss. Für Paul Eckert (Samerberg), Tim Hronek (Unterwössen) und Florian Wilmsmann (Hartpenning) kam noch früher das Aus. Zum Auftakt der K.o.-Runden verpassten alle drei in ihrem jeweiligen Achtelfinallauf einen der ersten beiden Plätze.

Mittwoch, 4.35 Uhr +++ Italienerin Sofia Goggia jubelt in der Abfahrt

Ski-Rennfahrerin Sofia Goggia hat bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste italienische Abfahrts-Gold bei den Frauen gewonnen. Damit vereitelte die 25-Jährige in der alpinen Königsdisziplin in Jeongseon das zweite Olympia-Gold von Ski-Superstar Lindsey Vonn (USA), die mit 0,47 Sekunden Rückstand Bronze holte. Silber ging mit nur 0,09 Sekunden Rückstand an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel.

Viktoria Rebensburg (Kreuth), Olympiasiegerin 2010 im Riesenslalom, fuhr mit 1,42 Sekunden Rückstand auf Rang neun. Kira Weidle (Starnberg/1,79) beendete ihre erste olympische Abfahrt auf Platz elf. „Ich kann noch nicht ganz genau sagen, wo ich die Zeit verloren habe, speziell im Mittelteil. Ich bin ein bisschen breit geworden von der Linie, aber ich muss es mir noch mal anschauen“, sagte Rebensburg bei Eurosport: „Aber ich kann mir keinen Vorwurf machen. Ich bin gut Ski gefahren.“

Für Goggia, die vor vier Jahren in Sotschi verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte, sind es die ersten Olympischen Spiele. Im Super-G am Samstag fuhr sie nur auf Platz elf. Für Italien ist es zudem die erste alpine Olympiasiegerin seit Daniela Ceccarelli 2002 im Super-G.