Newsblog zu Olympia 2018 in Pyeongchang Das passierte am zehnten Wettkampftag

Von red/sid/rtr/dpa/AFP/AP 

Montag, 15.57 Uhr +++ Biathlon: Simon Schempp läuft Mixed-Staffel

Biathlet Simon Schempp (Uhingen) wird nach seinem viel beachteten Silbersprint im olympischen Massenstart auch in der Mixed-Staffel am Dienstag (20.15 Uhr OZ/12.15 Uhr MEZ) starten. „Wir sind bei Olympia. Da bin ich froh über jedes Rennen“, sagte der 29-Jährige am Montag: „Mit der Medaille im Rücken laufe ich sehr gerne.“

Wer gemeinsam mit Schlussläufer Schempp das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) bilden wird, ließen die Bundestrainer Mark Kirchner (Männer) und Gerald Hönig (Frauen) noch offen. Schempp war sich unabhängig von der Wahl seiner Mitstreiter aber sicher, dass „wir zu den Mitfavoriten gehören werden.“ Dies war bescheiden ausgedrückt, denn das deutsche Team ist gemeinsam mit Norwegen der Top-Favorit auf den Olympiasieg.

Zum erweiterten Kreis der Medaillenaspiranten zählen zudem Frankreich um seinen Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade, die in Pyeongchang erstaunlich starken Schweden und Italien. 2014 in Sotschi, als das Teamrennen mit zwei Frauen und zwei Männern erstmals bei Winterspielen ausgetragen worden war, lief die deutsche Staffel auf den vierten Rang. Aufgrund des positiven Dopingtests von Evi Sachenbacher-Stehle wurde das DSV-Quartett später allerdings disqualifiziert.

Montag, 13.48 Uhr +++ Eisschnelllauf: Nico Ihle Achter über 500 Meter

Beim Goldlauf des Norwegers Havard Lorentzen über 500 m ist der erste Medaillentraum von Eisschnellläufer Nico Ihle bei den Winterspielen in Pyeongchang geplatzt. Der Chemnitzer, der im vergangenen Jahr auf gleichem Eis Vizeweltmeister geworden war, musste sich in 34,89 Sekunden mit dem achten Platz begnügen.

Ihle hat nun am Freitag (11.00 OZ/03.00 Uhr MEZ) über die 1000 m eine zweite Chance. Gold über die 500 m sicherte sich als erster Norweger seit Finn Helgesen 1948 Havard Lorentzen. In 34,41 Sekunden lag der 25-Jährige eine Hundertstelsekunde vor dem Südkoreaner Cha Min Kyu (34,42). Bronze ging in 34,65 Sekunden an den Chinesen Gao Tingyu. Joel Dufter landete mit 35,50 Sekunden auf dem 29. Platz.

Montag, 13.17 Uhr +++ Teamverfolgung: Pechstein und Co. ohne Medaille

Die deutschen Eisschnellläuferinnen haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Medaillenränge in der Teamverfolgung verpasst. Claudia Pechstein, Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler liefen am Montag in der Qualifikation in 3:02,65 Minuten nur auf den sechsten Platz. Nur die ersten vier der acht Teams erreichten das Halbfinale.

Am Mittwoch trifft dort Vorkampfsieger Niederlande auf das Team der USA. Die Niederländerinnen stellten bereits in der Qualifikation in 2:55,61 Minuten einen olympischen Rekord auf. Im zweiten Halbfinale duellieren sich Weltrekordhalter Japan und Kanada. Das deutsche Trio tritt im Platzierungsrennen um Rang fünf gegen China an.

Montag, 11.03 Uhr +++ Savchenko krank – Massot trainiert allein für Gala

Die Showeinlage für die Eiskunstlauf-Gala am Sonntag (09.30 Uhr Ortszeit/01.30 MEZ) muss Paarlauf-Olympiasieger Bruno Massot derzeit allein einstudieren. Aljona Savchenko liegt mit einer Grippe flach. „Sie hat am ganzen Körper Schmerzen und schläft viel“, sagte der gebürtige Franzose am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Pyeongchang. Auch er verspürt verstärkt Rückenschmerzen: „Ich fühle mich noch nicht entspannt. Aber der Druck hat sich gelöst und ich habe das Gefühl, ich spüre den Schmerz von vier Jahren Training.“ Die Ärzte hätten ihm wegen seiner akuten Bandscheiben-Probleme geraten, eine dreiwöchige Pause einzulegen.

„Aber das geht nicht, wir wollen erst noch Shows in der Schweiz laufen und dann im März Weltmeister werden“, betonte Massot. Danach werde man sich über die Zukunft auf dem Eis unterhalten. „Alle reden von Berlin, weil Herr König dahin geht. Morgen ist es ein anderer Ort, über den man redet“, meinte der 29-Jährige lächelnd. Er werde auf jeden Fall im Eiskunstlaufsport bleiben und später Coach werden.

Savchenko deutete in einem Interview mit Sportschau.de an, die Karriere fortsetzen zu wollen: „Meine Meinung hat sich nicht geändert. Jetzt würde ich sogar noch bis zu den nächsten Olympischen Spielen weitermachen. Aber unser Trainer Alexander König geht nach Berlin. Das liegt alles nicht nur in meinen Händen.“ König zieht zum 1. Mai aus dem Allgäu in seine Heimat zurück.

Montag, 10.34 Uhr +++ Alpine Kombination der Damen vor Verlegung

Bei den Olympischen Winterspielen findet die Alpine Kombination der Damen wohl schon einen Tag früher als geplant und damit am selben Tag wie der Herren-Slalom statt. Wegen der Wettervorhersage für Freitag mit leichtem Schneefall und schlechter Sicht habe man einen entsprechenden Antrag beim Internationalen Olympischen Komittee gestellt, sagte FIS-Renndirektor Atle Skaardal der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

„Der Donnerstag ist der viel bessere Tag“, sagte Skaardal. In der ersten Olympia-Woche war es wegen starker Winde in Pyeongchang bereits zu zahlreichen Verschiebungen gekommen. Deutsche sind in der Kombi nicht am Start.

Montag, 9.06 Uhr +++ CAS bestätigt Doping-Verfahren gegen Curler

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat ein Verfahren gegen den russischen Olympia-Curler Alexander Kruschelnizki eingeleitet. Wie der CAS am Montag bei den Winterspielen in Pyeongchang mitteilte, wird sich die Ad-hoc-Kammer mit dem Fall des Olympia-Dritten im Mixed-Wettbewerb beschäftigen. Ein Termin für die Anhörung steht laut CAS noch nicht fest.

Nach der positiven A-Probe, bei der laut russischen Medienberichten Meldonium bei Kruschelnizki nachgewiesen wurde, sollte am Montagmittag zunächst die B-Probe analysiert werden. Kruschelnizki hat Doping bestritten.