Newsblog zu Olympia 2018 in Pyeongchang Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz auf Goldkurs

Von red/sid/rtr/dpa/AFP/AP 

Vom 9. bis 25. Februar 2018 finden in Pyeongchang in Südkorea die 23. Olympischen Winterspiele statt. In unserem Newsblog halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Bei Olympia 2018 können Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz im Bob von Gold träumen. Foto: dpa
Bei Olympia 2018 können Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz im Bob von Gold träumen. Foto: dpa

Pyeongchang - Die 23. Olympischen Winterspiele finden in diesem Jahr im südkoreanischen Pyeongchang statt. „New Horizons“ lautet das Motto von Olympia 2018 und soll einen neuen Blick auf das Land zeigen.

In den 17 Tagen der Winterspiele stehen 102 Medaillen-Entscheidungen an. 92 Nationen streiten sich dabei um die Plätze auf dem Podest.

In unserem Newsblog begleiten wir die Olympischen Winterspiele 2018 und informieren über die aktuellen Entwicklungen in Südkorea. Zudem finden Sie hier unseren Liveticker, der jede sportliche Entscheidung in Pyeongchang abbildet.

Das sind die wichtigsten Schlagzeilen:

* Historischer Dreifach-Erfolg für deutsche Kombinierer

* Mixed-Staffel: Laura Dahlmeier und Co. ohne Medaille

* Deutschland erstmals seit 2002 im Eishockey-Viertelfinale

Dienstag, 16.03 Uhr +++ Bobsport: Jamanka und Buckwitz auf Goldkurs

Die Oberhoferin Mariama Jamanka liegt zur Halbzeit der olympischen Frauen-Bobrennen mit Lisa-Marie Buckwitz auf Gold-Kurs. Nach zwei von insgesamt vier Läufen führt das Duo mit 0,07 Sekunden vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor. Die Amerikanerin stellte in Durchgang eins mit Lauren Gibbs in 5,22 Sekunden einen Startrekord und in 50,52 Sekunden einen Bahnrekord auf.

Auf Rang drei verbesserte sich am Dienstag im Olympic Sliding Centre Stephanie Schneider aus Oberbärenburg, die mit der angeschlagenen Anschieberin Annika Drazek allerdings nicht auf die gewohnt starke Startzeit kam. Das deutsche Duo hat aber nur zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor der US-Pilotin Jamie Greubel Poser.

Die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada liegt nur auf Rang fünf. Anna Köhler aus Winterberg landete mit Erline Nolte vorerst auf Platz zwölf. Jamaikas Bobteam mit der ehemaligen US-Pilotin Jazmine Fenlator-Victorian, die nach turbulenten Tagen beim Start in Lauf eins am Anschubbügel vorbei griff, landete nach dem Missgeschick nur auf Rang 18.

Dienstag, 15.24 Uhr +++ Curler Kruschelnizki bestreitet Doping-Vorwürfe

Der mutmaßlich wegen Dopings überführte Curler Alexander Kruschelnizki hat die Einnahme illegaler Substanzen zur Leistungssteigerung bestritten. „Ich sage ganz offen, dass ich im Laufe meiner Sportlerkarriere niemals verbotene Präparate oder andere unehrliche Methoden benutzt habe“, sagte der Athlet einer Mitteilung des russischen Curlingverbandes zufolge. „Ich bin strikt gegen Doping.“

Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS das Dopingvergehen eines russischen Sportlers bei den Winterspielen in Pyeongchang bestätigt. Der russischen Delegation zufolge wurde der Gewinner der Bronzemedaille im Curling-Mixed in der B-Probe der Einnahme von Meldonium überführt.

Die Nachricht sei ein Schock für ihn gewesen, sagte Kruschelnizki weiter. „Es ist ein herber Schlag für meinen Ruf und auch für meine Karriere.“ Es tue dem 25-Jährigen leid, dass „der historische Sieg im russischen Curling jetzt Gegenstand im Dopingskandal ist“.

Dienstag, 12.51 Uhr +++ Staffel-Triumph für Shorttracker aus Südkorea

Die Shorttrackerinnen von Gastgeber und Rekord-Olympiasieger Südkorea haben bei den Winterspielen in Pyeongchang in der 3000-m-Staffel triumphiert. Das Quartett um 1500-m-Olympiasiegerin Choi Minjeong gewann das Finale vor Italien und holte zum sechsten Mal seit der Premiere des Wettbewerbs 1988 die Goldmedaille.

Bronze ging an die Niederlande, Sieger des B-Finales, da China und Kanada nach einer Videoanalyse disqualifiziert wurden. Südkorea, das mit Choi Minjeong, Kim Alang, Kim Yejin und Shim Sukhee antrat, hatte zuvor 1994, 1998, 2002, 2006 und 2014 in Sotschi triumphiert.

Dienstag, 12.18 Uhr +++ Nord. Kombination: Deutsche auf Medaillenkurs

Die deutschen Nordischen Kombinierer können ihre Medaillenbilanz weiter ausbauen. Beim olympischen Wettbewerb von der Großschanze landeten Normalschanzen-Olympiasieger Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle am Dienstag im Alpensia Nordic Park auf den Plätzen vier bis sechs.

Sie müssen zwischen 24 und 34 Sekunden auf den Japaner Akito Watabe aufholen, der bei wiederum wechselnden Windbedingungen nahezu ohne Unterstützung starke 134 Meter weit sprang und damit eine Sekunde vor Jarl Magnus Riiber in den 10-Kilometer-Lauf geht. Der Norweger sprang die Tagesbestweite von 139 Metern. Dritter ist der Österreicher Wilhelm Denifl mit 16 Sekunden Rückstand auf Watabe. Vinzenz Geiger als vierter DSV-Starter muss als Neunter eine Minute aufholen.

Dienstag, 10.53 Uhr +++ Biathlon: Schempp verzichtet auf Mixed-Staffel

Biathlet Simon Schempp muss aufgrund von Halsschmerzen kurzfristig auf seinen Einsatz in der deutschen Mixed-Staffel bei den Olympischen Winterspielen verzichten. Der Massenstart-Zweite wird im Rennen am Dienstag (12.15 Uhr MEZ) von Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer ersetzt. Der 30-Jährige nimmt Schempps Rolle als Schlussläufer des deutschen Quartetts ein. Das teilte der Deutsche Skiverband nur wenige Stunden vor dem Rennen in Pyeongchang mit.

Die Staffel läuft nun in der Besetzung Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Peiffer. Deutschland ist in dieser Disziplin Weltmeister und gehört zu den Favoriten.

Dienstag, 10.26 Uhr +++ DSV-Springer für Verbleib von Werner Schuster

Die deutschen Skispringer haben sich nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang für einen langfristigen Verbleib ihres Trainers Werner Schuster stark gemacht. „Wir tun alles dafür, dass er motiviert ist. Alles andere muss sich der DSV überlegen“, sagte Olympiasieger Andreas Wellinger am Dienstag im Deutschen Haus. Im Teamspringen hatte das DSV-Quartett Wellinger, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Karl Geiger die Silbermedaille hinter Norwegen erobert. Erstmals in der Zeit Schusters, dessen Vertrag bis 2019 läuft, gab es damit beim gleichen Großereignis mindestens eine Medaille im Einzel und eine im Team.

Der 48 Jahre alte Österreicher betreut die deutschen Skispringer seit fast zehn Jahren und hat sie aus der Krise wieder an die Weltspitze geführt. Schuster gilt teamintern als absolut unumstritten. „Er ist einer, der unglaublich stark Kompetenzen zusammenziehen kann. Vielleicht macht es das genau aus“, sagte der Gesamtweltcup-Zweite Freitag. Im Laufe der Zeit hat sich Schuster vom klassischen Trainer immer mehr zu einem Teammanager entwickelt, der das Gesamtkonstrukt im Blick hat.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) ist der im nächsten Jahr auslaufende Kontrakt derzeit kein Thema. Der Sportliche Leiter Horst Hüttel hatte der Deutschen Presse-Agentur versichert, dass man zunächst die Saison beenden und im Herbst einen möglichen neuen Vertrag für den Bundestrainer aushandeln möchte. 2021 würde für den Kleinwalsertaler Schuster in Oberstdorf eine Art Heim-WM auf dem Programm stehen.

Dienstag, 5.50 Uhr +++ Eistanz: Tessa Virtue und Scott Moir begeistern

Die Team-Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir haben bei den Winterspielen von Pyeongchang ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Acht Tage nach ihrem Erfolg im Teamwettbewerb mit Kanada siegten die Weltmeister auch in der Eistanz-Konkurrenz. Nach bislang noch nie erreichten 83,67 Punkten im Kurztanz am Montag sowie 122,40 Zählern im Kürfinale verwiesen Virtue/Moir mit insgesamt 206,70 Punkten die französischen Europameister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron (205,28) auf Platz zwei. Bronze ging an die US-Geschwister Maia Shibutani und Alex Shibutani (192,59).

Die deutschen Meister Kavita Lorenz und Joti Polizoakis aus Oberstdorf erreichten mit 150,49 Punkten (59,99+90,50) den 16 Rang. Für Virtue/Moir war es nach Eistanz-Gold in Vancouver 2010 und Silber im Eistanz sowie in der Teamkonkurrenz in Sotschi 2014 bereits die fünfte olympische Medaille. „Unglaublich. Es war ein besonderer Moment, als letztes Paar auf das Eis zu kommen. Wir hatten eine Menge Druck, aber ich bin total glücklich mit unserer Performance“, sagte Virtue.

Dienstag, 4.23 Uhr +++ Gold für Freestyle-Skifahrerin Cassie Sharpe

Freestyle-Skifahrerin Cassie Sharpe aus Kanada hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Gold in der Halfpipe gewonnen. Die WM-Zweite von 2015 und Dritte der X-Games kam im Finale im Phoenix Snow Park auf 95,80 Punkte und siegte deutlich vor der Französin Marie Martinod, WM-Zweite von 2017 und Olympia-Zweite 2014 (92,60), sowie der im Weltcup führenden Amerikanerin Brita Sigourney (91,60).

Die in der Vergangenheit häufig von Verletzungen geplagte Sabrina Cakmakli aus Partenkirchen erreichte mit 74,20 Punkten einen respektablen achten Platz. Im letzten von drei Duchgängen hatte sie noch einen neuen Trick, einen sogenannten „Flair“ versucht und auch gestanden, war aber kurz danach gestürzt. „Es hätte definitiv nochmal ein paar Punkte gegeben mit dem Flair, aber da kann ich nichts mehr machen.“

Heli Herdt, sportlicher Leiter der deutschen Freestyler, war mit dem Resultat von Cakmakli zufrieden. „Top Acht in der Welt bei Olympischen Spielen, das ist ordentlich“, sagte er, ergänzte aber auch: „Es geht mehr, das wissen wir, aber man muss es dann halt auch im Wettkampf runterbringen. Das hat heute nicht so hundertprozentig funktioniert.“ Cakmakli, die 2014 in Sotschi Rang 14 belegt hatte, will auf jeden Fall bis zu den Spielen 2022 in Peking weitermachen.