Next, Dismissed oder Date my Mom Das sind die skurrilsten MTV-Datingshows

Von ala 

Wer in den 2000ern den Musiksender MTV eingeschaltet hat, bekam nicht nur Musikvideos zu sehen, sondern auch jede Menge Dating-Shows. Von Next bis The X-Effect – wir erinnern an die längst vergessenen Kuppel-Formate.

Der Musiksender MTV hatte gleich mehrere Kuppel-Sendungen im Programm. Foto: dpa
Der Musiksender MTV hatte gleich mehrere Kuppel-Sendungen im Programm. Foto: dpa

Stuttgart - Derzeit sucht Nadine Klein als „Bachelorette“ in der RTL-Kuppelshow wieder nach der großen Liebe. Dabei ist die Idee der Dating-Shows ein alter Hut. Auf die Spitze hat es wohl der Musiksender MTV getrieben, als gleich mehrere Kuppel-Formate das Programm füllten. Von MTV Next bis Room Raiders – die skurrilsten Dating-Formate der 2000er.

MTV Next war wohl der Klassiker unter den Dating-Formaten des Musiksenders. Die Idee ist einfach: Ein junger Mann oder eine junge Frau bekommt nacheinander fünf Datepartner präsentiert, die gemeinsam in einem Bus auf ihren großen Auftritt warten. Ist das Interesse weniger groß, reicht ein „Next“ (dt.: „Nächster“) des Kandidaten aus, um das Date zu beenden.

Als wäre das nicht schon skurril genug, bekommt der Date-Partner für jede angebrochene Minute, die das Date läuft, einen US-Dollar. Am Ende eines geglückten Rendezvous kann der Kandidat seinem Gegenüber anbieten, entweder das Geld zu nehmen oder sich ein weiteres Mal zu verabreden – sehr romantisch.

Die Show Parental Control ist wohl der Albtraum eines jeden frisch verliebten Paares. Die Eltern sind aus irgendeinem Grund unzufrieden mit dem aktuellen Partner an der Seite ihrer Tochter oder ihres Sohnes. Um dies zu ändern, soll sich das Kind mit fünf anderen – selbstverständlich von den Eltern ausgesuchten – potenziellen Liebes-Kandidaten treffen. Das perfide daran: Der aktuelle Partner muss gemeinsam mit den Schwiegereltern in spe bei den Dates zusehen. Am Ende steht eine Entscheidung an: beim alten Partner bleiben oder einen der neuen wählen.

Bei Room Raiders gibt es eigentlich gar keine Dates, denn hier wird erst anhand einer Zimmerdurchsuchung ein Date-Partner ausgewählt – und das kann ganz schön peinlich werden. Denn ein Kandidat durchstöbert die Zimmer von drei möglichen Dates – ohne diese vorher gesehen zu haben. Ausgestattet mit Handschuhen, Lupe und Schwarzlichtlampe wird alles genauestens inspiziert. Die drei Kandidaten sitzen derweilen in einem Bus und sehen zu. Zum Schluss dürfen auch sie sich das Zimmer des Kandidaten vornehmen, ehe dieser seine Entscheidung verkündet.

Viele lassen sich ja Zeit damit, den Eltern den neuen Partner vorzustellen. Bei Date my Mom wird die Reihenfolge umgekehrt: Die junge Frau oder der junge Mann lernt erst die drei Mütter der möglichen Partner kennen. Alleine anhand der Dates mit den Müttern muss sich der Kandidat entscheiden, welche Tochter oder welcher Sohn hinter der Mutter gedated werden soll. Erst nach der Entscheidung sieht der Kandidat, für wen er sich letztendlich entschieden hat – böse Überraschungen inbegriffen.

MTV Exposed war der Nachfolger der erfolgreichen Dating-Show Next, konnte sich aber nur ein Jahr lang im Programm von MTV halten. Im Mittelpunkt der Sendung steht ein Lügendetektor. Die Aussagen der beiden Date-Partner werden bei Gruppen- und Einzeldates so auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft – vom besten Freund oder Freundin des Kandidaten. Erst am Ende erfahren die beiden, dass ihre Aussagen durch einen Lügendetektor geprüft wurden. Gelogen wird natürlich immer und so muss sich der Kandidat am Ende für das kleinere Übel entscheiden.

Drei Mitspieler, ein Date und eine Entscheidung: so wurde Dismissed Anfang der 2000er angepriesen. Und das war es eigentlich auch schon. Ein Kandidat hat ein Blind-Date mit gleich zwei potenziellen Partnern, die alles geben, um am Ende nicht weggeschickt zu werden. Mit einer „Time-Out“-Karte können die Konkurrenten den Kandidaten für 20 Minuten alleine daten und nutzen diese Zeit oft für Überzeugungsarbeit – durch Küsse. Mit „You are dismissed“ (dt.: „Du bist abgelehnt“) entscheidet sich der Kandidat dann für ein Dates.

Besonders dramatisch wurde es regelmäßig bei The X-Effect, denn bei dieser Sendung trafen Ex-Partner aufeinander. Gemeinsam mit der jeweils neuen Liebe verbringen die zwei Paare ein Wochenende in einem Spa-Hotel. Bei romantischen Dates und Aktivitäten sollen die Ex-Partner herausfinden, ob sie es noch einmal miteinander versuchen möchten oder doch mit der neuen Beziehung weitermachen. Während der Dates schauen die anderen zu – was für Gefühlschaos und heftige Zickereien sorgt. Am Ende des gemeinsamen Wochenendes steht dann die Entscheidung an.